Tiflis, Mzcheta und Gori

April 23rd, 2011 — 12:00am

Die Reise begann also mit einem Lufthansaflug nach Tiflis, der Hauptstadt Georgiens. Hierbei lernte ich zum ersten mal die neue Europakabine (“NEK”) der Lufthansa kennen. Die Rückenlehnen sind äußert dünn, so dass es z.B. in den Airbus Kurz- und Mittelstrecken-Flugzeugen möglich wird, 1-2 zusätzliche Sitzreihen unterzubringen. Während das Ganze von Lufthansa mit “Schlanker Sitz für mehr Platz” beworben wird, nahm ich keinen Unterschied in der Beinfreiheit wahr. Statt dessen verspürte ich jedes mal einen Stoß im Rücken, wenn mein Hintermann meine Rückenlehne berührte. Apropos Hintermann: Aus meiner Sicht ist es in Ordnung, bei Flügen die Schuhe auszuziehen, vorausgesetzt man hat frische Socken angezogen und keinen Fußgeruch. Der Flug wird dadurch etwas bequemer. Nicht in Ordnung ist es allerdings, die Füße während der Suche nach einer angenehmen Sitzposition irgendwo in der Nähe anderer Passagier abzustellen. Ich musste mehrfach die Füße meines Hintermanns mit dem Ellenbogen vom hinteren Teil meiner Armlehne herunterwischen. Pfui! Bäääh! Eklig!


Ich landete nach ca. 3,5 Stunden Flugzeit mit ungefähr einer Stunde Verspätung, die mich aber nicht besonders störte, da es sowieso mitten in der Nacht war. Draußen vor dem Flughafengebäude war es noch dunkel und ich legte mich zunächst im Ankunftsbereich noch etwas zum Schlafen hin. Dank Sleeping in Airports wusste ich, dass die Flächen unter den Rolltreppen mit weichem Kunstrasen versehen sind. Dort war es tatsächlich sehr bequem und ich konnte gut schlafen.

Morgens fuhr ich bei Regen in das Stadtzentrum, wo sich mein Hotel befand. Da noch kein Zimmer bereitstand, bot mir der Hotelmitarbeiter zunächst an, dass ich mich in einem kleinen Zimmer ausruhen kann, bis eines der Gästezimmer frei wird. Dann wollte er wissen, ob ich Wein trinke und holte eine Flasche georgischen Rotwein, die wir gemeinsam leerten. Das war der freundlichse und angenehmste Empfang, den ich bisher in einem Hotel erlebte. Ich muss sagen, dass mir die georgischen Weine auch in den nächsten Tagen gut schmeckten und habe inzwischen in München ein Geschäft am Stachus gefunden, wo es diese zu kaufen gibt. Ansonsten hat es den ganzen ersten Tag geregnet, so dass ich abgesehen von einem kurzen Spaziergang den größten Teil meiner Zeit im Hotelzimmer verbrachte.

Auch am nächsten Morgen regnete es noch, hörte dann aber im Verlauf des Vormittags auf und gegen Mittag schien bereits die Sonne, so dass das Sightseeing beginnen konnte. Ich lernte zufällig eine Ukrainerin kennen, die dort ebenfalls Urlaub machte und wir beschlossen, gemeinsam die Stadt zu besichtigen. Hier ein paar Impressionen aus dem Stadtzentrum von Tiflis:


Irgendeine Siegessäule? *g* Weiß nicht mehr, wo genau das war.


Blick auf den Fluss Kura und die Festung Narikala auf dem gegenüberliegenden Hügel.


Vorderansicht der Metechi-Kirche.


König Wachtang I. Gorgassali, der Gründer von Tiflis.


Nochmals der Fluss Kura mit dem Stadtzentrum zu beiden Seiten.


Glocken in der Nähe der Narikala-Festung.


Kartlis Deda Statue in der Nähe der Narikala-Festung. Sie hält in der rechten Hand ein Schwert für Feinde bereit und in der linken Hand eine Schale Wein für Freunde.


Betlemi Kirche unterhalb der Kartlis Deda.


Hier muss ich nochmals passen. Diese Kirche steht im Stadtzentrum, ich weiß ihren Namen aber nicht.


Am Nachmittag schlug meine Reisebekanntschaft Lana vor, mit dem Bus in das nahe gelegene Städtchen Mzcheta zu fahren um dort das Dschwari-Kloster anzusehen. Das Kloster liegt auf einem Berg über Mzcheta, ist sehr alt und im Inneren schlicht eingerichtet.


Außen dann ein Anblick wie aus dem Bilderbuch. Im Tal unterhalb des Klosters liegt der Zusammenfluss der beiden Flüsse Aragwi und Kura in einer herrlichen Landschaft.


Nach der Besichtigung des Klosters schlug ich noch vor, einen Abstecher nach Gori zu machen. Wenn man schon einmal in Georgien ist und wenn man schon einmal die Gegend um Tiflis erkundet, sollte ein Besuch dieses Städtchens nicht fehlen. Die Zitadelle von Gori liegt auf einem Hügel oberhalb der Stadt.


Der eigentliche Grund Gori zu besuchen ist aber ein anderer. Josef Stalin wurde hier 1878 geboren und wird offenbar immer noch verehrt. Während weltweit die meisten Statuen des sowjetischen Diktators demontiert wurden, gibt es in Gori ein Stalin-Museum. Hier können unter anderem sein gepanzerter Eisenbahnwagen…


…sowie sein Geburtshaus besichtigt werden. Um das kleine Haus wurde eine Art Ehrentempel gebaut.


Und hier eine der wenigen weltweit verbliebenen Stalin-Statuen.


Auf dem Rückweg fuhren wir nochmals über Mzcheta, wo wir uns die Swetizchoweli-Kathedrale ansahen. Anschließend ging es zurück nach Tiflis.


Hier ein paar Eindrücke aus dem Inneren der Kathedrale.


Schmackhaftes Abendessen in Tiflis mit Käsetaschen und einer Flasche Rotwein. Die georgische Sprache fand ich irgenwie komisch. Sie klingt, wie soll ich es beschreiben, unecht. Wie eine erfundene Sprache in einem Fantasyfilm. So fiel es mir z.B. schwer, georgische Städtenamen (“Mzcheta”) oder U-Bahnstationen in Tiflis (“Guramishvili”, “Sarajishvili”, “Marjanishvili”) im Gedächtnis zu behalten. Der Etikett auf der Weinflasche: “Telavuri-Evropuli is a white dry wine, produced from Rkatsiteli grapes grown in Telavi region of Kakheti, on the right bank of Alazani river”.


Nachdem wir zwei Flaschen Wein getrunken hatten, sahen wir die Live-Überetragung der Ostermesse im Fernsehen und beschlossen, dort auch noch vorbeizuschauen. Als wir dort ankamen, war es mittlerweile 2 Uhr nachts, aber die hell erleuchtete Sameba-Kathedrale war immer noch voller Menschen.


Hier ein Foto der Ostermesse aus dem Inneren der Kathedrala.

Fazit: Georgien ist super. Leckere Käsetaschen, guter Wein und sehr nette Menschen. Werde sicher zurückkommen.

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Kaukasus, Iran und die Arabische Halbinsel

April 21st, 2011 — 12:00am

Mal wieder liegt eine sehr schöne Reise hinter mir. Mein Ziel war der Iran. Seit ich vor vielen Jahren Fotos der Stadt Isfahan in einer Zeitschrift gesehen habe, wollte ich dieses Land besuchen. Da ich 3 Wochen Zeit hatte, konnte ich mir aber auch einige weitere Länder in dieser Weltgegend ansehen.

Ich flog zunächst in die georgische Hauptstadt Tiflis. Von dort ging es nach Yerevan in Armenien und dann weiter in den Iran. Dort reiste ich von Tabriz im Nordwesten in südliche Richtung bis nach Shiraz. Von dort flog ich nach Bahrain und dann weiter nach Katar auf der arabische Halbinsel. Schließlich ging es über London zurück nach München.

Diese Art zu Reisen ist herausfordernd. So wusste ich zum Beispiel nicht, ob ich ein iransiches Visum erhalten werde. Ich buchte daher einen Lufthansa Flug von München nach Tiflis und einen Rückflug von Sofia nach München. So hatte ich eine Alternative zum Iran. Ich hätte von Georgien über die Türkei nach Bulgarien reisen können. Da ich das Visum für den Iran erhielt, liess ich den Rückflug verfallen (Hin- und Rückflug waren deutlich günstiger als nur ein Oneway Flug nach Georgien).
Dann wurde auch noch mein Direktflug von Shiraz nach Bahrain storniert. Aufgrund politischer Spannungen zwischen dem Iran und Bahrain setzte Gulf Air alle Flugverbindungen zwischen den beiden Ländern aus. Ich musste daher mit Air Arabia zunächst nach Sharjah in den Vereinigten Arabischen Emiraten fliegen und von dort weiter nach Bahrain.
Am Ende klappte aber alles, solche Kleinigkeiten machen das Reiseleben spannender.

Zusammenfassend hat mich die Reise begeistert. Georgien und Armenien boten unerwartet viele Sehenswürdigkeiten. Der Iran war wie erwartet fantastisch. Bahrain und Katar haben nur wenige Sehenswürdigkeiten aber aufgrund einer Hitzewelle war der Aufenthalt dort dennoch ein Erlebnis. Und London ist eine herrliche Stadt. Ein Besuch macht Spaß, auch wenn ich dieses mal nur wenige Stunden Zeit hatte.

In den nächsten Wochen gibt es hier nähere Informationen zu dieser Reise. Ich brauche aber noch etwas Zeit, da ich sehr viele Fotos gemacht habe und diese selber erst durchsehen muss.

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Kurztrip nach Luxemburg

April 17th, 2011 — 12:00am

Nun liegt das zweite Wochenende hinter mir, an welchem ich einen kurzen Abstecher ins Ausland machte. Gestern am Morgen ging es mit Luxair von München nach Luxemburg. Nach einer Flugzeit von 55 Minuten und einer Busfahrt vom Flughafen ins Stadtzentrum fiel mir die Orientierung in der Stadt zunächst schwer. Die Innenstadt verläuft entlang des bogenförmigen Petrustals aber auch innerhalb des Tals. Die Oberstadt und das Tal sind durch zahlreiche Treppen und gewundene Straßen miteinander verbunden.


Blick auf das Stadtviertel Grund im Petrustal.


Hier sind das Viertel Grund und die Oberstadt darüber zu sehen.


Kleine Brücke über die Alzette im Viertel Grund.


Abtei Neumünster


Fenster in der St.-Michaelskirche


Fußgängerzone in der Oberstadt


Gëlle Fra, die goldene Frau, auf einem Mahnmal am Place de la Constitution.


Stadthäuser an der Avenue de la Gare in der Nähe des Hauptbahnhofs.


Hin- und Rückflug waren mit dem Embraer ERJ 145, einem kleinen Regionaljet mit 50 Sitzplätzen.


Der Rückflug war mit 17 Passagieren nur zu einem Drittel besetzt.

Auch Luxemburg hat mir gut gefallen. Die Stadt ist mit nur 100.000 Einwohnern übersichtlich und es macht Spaß, über die Treppen und Serpentinen zwischen Unter- und Oberstadt hin- und herzulaufen.

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Kurztrip in die Schweiz

April 10th, 2011 — 12:00am

Ich konnte im Januar einem Angebot von Hilton nicht wiederstehen und buchte zwei Übernachtungen, jeweils von Samstag auf Sonntag. Dieses Wochenende ging es in die Schweiz.

Ich fuhr mit dem Auto und wählte für Hin- und Rückfahrt unterschiedliche Routen. Auf dem Hinweg ging es zuerst nach Lindau und dann südlich des Bodensees über Sankt Gallen hin zum Züricher See. Auf der Rückfahrt fuhr ich nach Norden über Schaffhausen und nördlich des Bodensees wieder zurück nach München.


Das Hotel lag in der Nähe des Flughafens und ich konnte durch die ausreichend schallisolierten Fensterscheiben die Flughafenautobahn, sowie zahlreiche einfliegende Flugzeuge beobachten.


Mein Zimmer bot eine schöne Abwechslung von den Hotels im 10€-Bereich, in welchen ich normalerweise auf Reisen nächtige. Auch das Frühstücksbuffet heute morgen war hervorragend, eine umfangreiche Auswahl vegetarischer Gerichte war vorhanden. Ich habe mich an Samosas, Rührei, mit Käse überbackenen Tomaten, Champions, Kartoffelrösti, Laugensemmeln und Birchermüsli mit Walnüssen satt gegessen. Dazu gab es ein paar Gläser Grapefruitsaft und zwei Tassen Kaffee. Der reguläre Preis des Frühstücks beträgt 30€. Im Rahmen des gebuchten Angebots war es zum Glück inbegriffen.


Mit einem Tagesticket für den züricher Nahverkehr machte ich mich auf nach Tiefenbrunnen am Ostufer des Zürichsees. Von dort ging ich bei bestem Wetter zu Fuß zurück ins Stadtzentrum.


Karussell auf dem Festplatz.


Blick auf das Großmünster, in welchem einer der Türme bestiegen werden kann.


Von der Turmspitze bietet sich ein fantastischer Blick in alle Richtungen.


Der Züricher Hauptbahnhof, von welchem nicht nur alle Züge abfahren, sondern auch zahlreiche S-Bahn- und Straßenbahnlinien zusammentreffen.

Das Wochenende machte mir Spaß. Zürich ist eine Reise wert. Nur die hohen Essenspreise haben mich etwas umgeworfen. Und das passiert mir selten, da ich das deutsche Preisniveau gewohnt bin. Zürich war etwa doppelt so teuer. Chinesisches Essen in einem einfachen Restaurant kostete 15-20€ pro Portion. Und die Menüs bei Burger King, wohin ich flüchten wollte, waren für 9-10€ erhältlich. Habe mir letztendlich im Supermarkt zwei Sorten schweizer Käse und frisches Brot gekauft, was bezahlbar und lecker war.

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Dhaka

January 19th, 2011 — 12:00am

Von Khulna nach Dhaka fuhr ich mit einem Bus des Transportunternehmens Shohagh. Die Fahrkarte kostete etwa das dreifache der normalen Busfahrkarten. Dafür durfte ich vorne in der “Business Class” Platz nehmen und die breiteren Sitze, sowie den größeren Abstand zwischen den Sitzreihen genießen.

Die letzten drei Tage verbrachte ich also in Dhaka. Mit meinem Hotel dort hatte ich nicht besonders viel Glück. Die Zimmer waren überteuert, schmutzig und die Bettdecke stank, als ob ein Tier in ihr verendet wäre. Die Hotels in Dhaka waren aber ziemlich ausgebucht, so dass ich nur mein Zimmer (und damit die Bettdecke) wechselte, aber im Hotel blieb.


Am ersten Tag fuhr ich zur Schiffsanlagestelle am Buriganga.


Dort ist es möglich, auf Stundenbasis kleine Holzboote zu mieten und ein wenig stromauf- oder stromabwärts zu fahren. Dabei kommt man an den zahlreichen großen Passagierschiffen vorbei und kann das Leben am Flussufer und auf dem Fluss beobachten.


In Dhaka kann man entweder per Taxi, Tuktuk oder auf Fahrradrikschas Strecken zurücklegen. Taxis habe ich jedoch kaum gesehen, Tuktuks wollten mich fast nie mitnehmen (der Grund ist mir nicht bekannt), so dass ich größtenteils mit Fahrradrikschas durch den wahnsinnigen Verkehr dieser Großsstadt manövrierte. Die Rikschas sind bunt bemalt und aufgrund des Dauerstaus häufig nicht langsamer als andere Verkehrsteilnehmer.


Verkehrsstau im Zentrum Dhakas.


Ahsan Manjil (Pink Palace)


Lalbagh Fort


Bashundhara City, ein sehr großes und moderens Shoppingcenter.


Im Inneren befinden sich auf sieben Etagen zahlreiche Geschäfte und ein Foodcourt mit einer großen Auswahl unterschiedlichster Gerichte.


Die schöne Star Moschee im Zentrum Dhakas.


Die Wände in ihrem Inneren werden von japanischen Kacheln geschmückt. Auf diesem Bild ist Mount Fuji zu sehen.


Hier erfuhr ich auch, dass derzeit in Dhaka eine internationale islamische Versammlung stattfindet. Auch in der Star Moschee waren schon Gläubige aus aller Welt eingetroffen, unter anderem Ägypter, Pakistanis und sogar ein Moslem von Barbados.

Und dann war der Urlaub schon wieder zu Ende. Meinen Rückflug nach Deutschland hätte ich beinahe verpasst. Ich wollte mit einem öffentlichen Bus zum Flughafen fahren, kam statt dessen aber vor den Toren einer riesigen Textilfabrik im Norden Dhakas an. Schließlich erreichte ich rechtzeitig eine Stunde vor Abflug den Flughafen.

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Khulna und Bagerhat

January 15th, 2011 — 12:00am

An der Grenze zwischen Indien und Bangladesch benötigte ich ungefähr eine halbe Stunde für alle nötigen Pass- und Zollkontrollen und saß schon kurz darauf in einem Bus nach Khulna.


Die öffentlichen Busse in Bangladesch sind alt und überfüllt. Sie fahren erst los, wenn keine weiteren Passagiere mehr an Bord passen. Ich war zum Glück früh im Bus und konnte mir deshalb einen Sitzplatz sichern. Auf halber Strecke musste ich allerdings umsteigen.
Im zweiten Bus kam ich als einer der Letzten an Bord und musste deshalb im Türbereich stehen, wobei mein Rucksack auf meinem Rücken vollständig draußen hing.


Der Grund, einen Tag lang in Khulna zu verweilen, war die bekannte Shait Gumbad Moschee in Bagerhat. Sie wird von zahlreichen Kuppeln überdacht und steht in einem Park in der Nähe eines von Seerosen bedeckten Sees.


Die ganze Zeit über in Bangladesch stand ich im Mittelpunkt. Alle Menschen, die etwas englisch sprachen, begannen sofort mit mir zu plaudern. Stellten mir Fragen zu meinem Herkunftsland, meinem Beruf, meiner Meinung über Bangladesch. Sie wollten wissen, woher ich komme, wie lange ich bleibe, wohin ich gehe, ob ich einen Facebook Account habe und vieles mehr.
Wie auf diesem Foto zu sehen ist, bildeten sich gelegentlich ganze Menschengruppen, die mich umringten und neugierig betrachteten.

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Der Weg nach Bangladesch

January 13th, 2011 — 12:00am

Ich fuhr zunächst mit einem Zug von Kolkata nach Bangaon, welches in der Nähe der Grenze zu Bangladesch liegt. Der Zug bestand nur aus 3. Klasse-Waggons. Er war aber nicht überfüllt, so dass die Fahrt ganz angenehm war.


Über Bangaon konnte ich im Internet so gut wie keine Informationen finden. So sagte ich einem der am Bahnhof wartenden Rikschafahrer einfach “Hotel”, setzte mich im Schneidersitz auf die Ladefläche der Rikscha, zückte meine Kamera und wartete ab, wohin er mich fährt.
Nach ungefähr 10 Minuten hielt er vor einem kleinen Hotel, in welchem ich ein recht schönes Zimmer erhielt.


Bangaon ist ein kleiner, eher ruhiger Ort mit sympathischen Menschen. Die auf diesem Foto zu sehende Straße führt zur Grenze von Bangladesch und wird von alten sehr großen Bäumen gesäumt.


Die Einwohner waren alle ziemlich begeistert, als sie mich sahen. Offenbar bereisen nur wenige Touristen den Landweg zwischen Indien und Bangladesch. Und die wenigsten halten sich für ein paar Stunden in Bangaon auf, bzw. übernachten hier, wie ich es tat.
Und alle wollten, dass ich sie fotografiere, als sie meinen Fotoapparat sahen.


Hier ein typisches einfaches Gericht, so wie ich es in Bangaon und größtenteils auch danach in Bangladesch gegessen habe. Eine Portion Reis, übergossen mit Daal (Linsensuppe). Einen kleinen Teller mit Gemüsecurry und in diesem Fall ein zunächst gekochtes und dann in Fett fritiertes Hühnerei. So ein Gericht kostete zwischen 30 und 60 Cent.

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Kolkata

January 12th, 2011 — 12:00am

Und dann war es auch schon wieder an der Zeit, Nepal zu verlassen. Nach einer Woche sehr intensivem Sightseeings im Kathmandutal steht für mich fest, dass Nepal zum Interessantesten gehört, was ich bisher gesehen habe.

Die aktuelle Liste meiner Favoriten:

  • Die Altstadt von Sanaa im Jemen
  • Die Tempel um Siem Reap in Kambodscha
  • Bagan in Myanmar
  • Borobodur und Prambanan in Indonesien
  • Und nun zusätzlich die Sehenswürdigkeiten im Kathmandutal

Ich flog mit Air India aus Kathmandu zurück nach Kolkata in Indien. Am Flughafen von Kathmandu plauderte ich noch etwas mit einem Lehrer aus Kolkata. Dieser schimpfte über die Namensänderungen indischer Großstädte in den letzten Jahren. So wurde 1995 aus Bombay Mumbai, 1996 aus Madras Chennai, 2001 aus Calcutta Kolkata und 2006 schließlich wurde Bangalore in Bengaluru umbenannt.
Ihm zufolge wollen indische Politiker mit den Umbenennungen den Anschein von Arbeit erwecken. Statt solcher belangloser Aktionen sollten sie lieber versuchen, die Lebenssituation der armen Bevölkerung zu verbessern.


Am ersten Tag in Kolkata besuchte ich zunächst die Howrah Bridge, die den Hooghly Fluß überspannt und ein Wahrzeichen der Stadt ist. Ich überquerte sie zweimal zu Fuß.


In der Nähe dieser Brücke am Flußufer liegt der Flower Market, an welchem dutzende von Händlern unterschiedlichste Arten von Blumen verkaufen.


Die Blüten sind häufig bereits zu langen Ketten aufgereiht.


Verkäufer von Farbpulver in der Nähe des Kalighat Tempels.


Am zweiten Tag in Kolkata beobachtete ich zunächst die zahlreichen Rikscha-Wallahs bei ihrer Arbeit. Kolkata ist meines Wissens nach die einzige Stadt weltweit, in welcher diese von Hand gezogenenen Rikschas genutzt werden. Die Rikscha-Wallahs kommen dabei auf eine beachtliche Geschwindigkeit und schlengeln sich mit ihren Rikschas durch den Straßenverkehr.


Das Victoria Memorial wurde zu Ehren von Königin Victoria erbaut und dient heute als Museum und Touristenattraktion.


Hammer und Sichel auf einem Infoschild der Taxigewerkschaft von Kolkata.


Hinweis vor meinem Hotel: Wer sein Motorrad hier unberechtigt abstellt bekommt platte Reifen.

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Patan

January 8th, 2011 — 12:00am

Am nächsten Tag sah ich mir schließlich Patan an, die dritte Königsstadt im Kathmandutal.


Der Durbar Square in Patan ist in meinen Augen der schönste der drei Durbar Squares.


Die feinen Details der Tempel sind besonders schön herausgearbeitet.


Unmengen aufwendiger Holzschnitzereien verzieren die Tempel.


Dieser Hund lag mit ausgestreckter Zunge an einem der Tempel in der Sonne und ließ sich durch mich und das Klicken meiner Kamera nicht stören.


Öffentlicher Brunnen mit vielen Menschen, die zum Wasserholen anstehen.


Statue im Golden Temple in der nähe des Durbar Squares.

Mittags fuhr ich wieder zurück nach Kathmandu. Die Strecke wird übrigens von zahlreichen Fahrzeugen mit Elektromotoren befahren. Sie bieten Platz für etwa 8 Passagiere und sind während der Fahrt ziemlich leise.

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Bhaktapur

January 6th, 2011 — 12:00am

Auch Bhaktapur gehört zu den drei Königsstädten im Kathmandutal. Ich fuhr morgens mit dem Bus los und kam kurz vor 9:00 in Bhaktapur an.


Dort mache ich mich sofort auf den Weg zum Durbar Squre. Auch dieser ist sehr schön und beherbergt mehrere Tempel. Als ich dort herumlief, war es noch ziemlich kühl und der Platz war ziemlich leer.


Insgesamt lief ich mehrere Stunden in Bhaktapur herum. Dies war einer der größeren Plätze auf meinem Weg.


Ältere Frau beim Spinnen in einem Hinterhof.

Gegen Mittag fuhr ich mit dem Bus wieder zurück nach Kathmandu.

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