Kapstadt und die Kaphalbinsel

November 28th, 2011 — 12:00am

Kapstadt empfand ich als eine sehr sympathische Stadt. Der Tafelberg und der Signal Hill bieten eine hervorragende Möglichkeit, sich einen Überblick über diese Stadt aus der Vogelperspektive zu verschaffen. Der Tafelberg kann zu Fuß bestiegen werden, die Spitze des Bergs ist aber auch mit einer Seilbahn erreichbar. Der Signal Hill kann ebenfalls zu Fuß bewältigt werden oder man fährt im Auto bis zu einem sehr schönen Aussichtspunkt am Berg.


Hier zunächst zwei Fotos der zum Signal Hill führenden kurvenreichen Straße.


Aussicht auf den Tafelberg vom Signal Hill. Unter ihm sind Teile des Stadtzentrums zu sehen.


Auf der Kaphalbinsel leben afrikanische Pinguine (auch Jackass-Pinguine genannt, da sie Laute wie Esel von sich geben). Offenbar verstecken sie sich gerne unter den Autos der Besucher. Daher dieses wichtige Hinweisschild.


Ich besuchte die Pinguine am Boulders Beach, der ca. 25km vom Zentrum Kapstadts entfernt liegt. Als ich die Pinguine beobachtete, war es sehr windig und der Wind wirbelte viel Sand umher. Die Pinguine drehten sich alle in eine Richtung, damit sie nicht so viel Sand abbekommen…


…und die meisten von ihnen legten sich flach auf den Bauch in den Sand.


In der Nähe des Boulders Beach habe ich die folgenden beiden Schilder fotografiert. Grundstücke in Südafrika sind in den allermeisten Fällen geschützt durch hohe Mauern, Stacheldraht, Alarmanlagen und/oder Wachmänner. Auch erhält man in den meisten Hotels zum Zimmerschlüssel eine Fernbedienung für das elektrische Tor. Damit gelangt man auf das Hotelgrundstück und kann dort sicher parken.


An den Hinweis “Armed Response” erinnere ich mich noch sehr gut von meinen USA-Reisen. Insbesondere in den teueren Gegenden von Los Angeles hatten die Hausbesitzer solche Schilder angebracht.


Auf dem Rückweg vom Boulders Beach nach Kapstadt fuhr ich den Chapman´s Peak Drive. Diese kurvenreiche Panoramastraße führt entlang des Atlantiks an der Westküste der Kaphalbinsel entlang.


Sie bietet herrliche Ausblicke auf die Buchten der Halbinsel.


Während meines Aufenthalts war es überwiegend warm und sonnig. Allerdings war es sehr windig und an den Hängen und Bergen tauchten immer wieder Ansammlungen von Wolken oder Nebel auf.


Das Boo-Kap Viertel im mördlichen Stadtzentrum ist das Farbenprächtigste von Kapstadt.


Die kleinen Häuser erstrahlen in knallbunten Farbtönen.


Die Waterfront Area ist im Wesentlichen eine sehr touristische Shopping- und Fressmeile in der Nähe des Hafens. Zahlreiche Einkaufszentren, kleinere Geschäfte, günstige und auch teuere Restaurants wetteifern um die Besuchermassen.


Da ich zu viel Reise und daher während meiner Reisen auf meine Ausgaben achten muss, aß ich häufig morgens, mittags und abends das “Spar-Frühstück” bei der englischen Fast-Food Kette Wimpy. Für 20 Rand, also ca. 1,80 € erhielt ich einen Teller mit zwei Streifen Speck, zwei Eiern, ein paar Pommes Frites, zwei Scheiben Toast und etwas Butter und Marmelade. Ein sagenhaftes Preisleistungsverhältnis.


Aussicht vom Balkon meines Hotels auf den atlantischen Ozean. Einmal bin ich auch barfuß entlang des Strands laufen gegangen. Beim Rückweg hatte ich den Tafelberg vor meinen Augen. Ein wunderbares Erlebnis.


Der Tafelberg vom Strand vor meinem Hotel betrachtet. Die Wolkendecke, die seine Spitze vollständig einhüllt, ist ein typischer Anblick.


Ebenfalls der Tafelberg vor meinem Hotel. Allerding kurz nachdem die Sonne hinter ihm verschwunden war und vollkommen wolkenfrei.

Comments Off on Kapstadt und die Kaphalbinsel | Südafrika

Kurzer Abstecher nach Lesotho

November 21st, 2011 — 12:00am

Nach Swasiland war Lesotho das nächste Ziel. Lesotho ist ein kleines, sehr bergiges Land, welches vollständig von Südafrika umschlossen ist. Um den kurzen Ausflug nicht allzu langweilig zu gestalten, beschloss ich, nicht nur auf der relativ gut ausgebauten Asphaltstraße von Leribe zum Katse-Staudamm zu fahren, sondern anschließend auf einer Schotterpiste nach Thaba-Tseka zu gelangen. Von dort führt größtenteils wieder eine Asphaltstraße über Mohale nach Maseru. Maseru ist die Hauptstadt Lesothos, die ich jedoch nur entlang einer Stadtautobahn durchfuhr um anschließend wieder nach Südafrika einzureisen.


Im Rahmen eines Joint Ventures mit Südafrika wurden in Lesotho mehrere Staudämme, Stauseen und ein Wasserkraftwerk erbaut. Der Stausee im Bild fängt Wasser auf, welches in einen sehr langen unterirdischen Tunnel fällt und 45km weiter am Mohale-Staudamm zur Stromerzeugung genutzt wird.


Der Katse-Staudamm gehört zu den höchsten Dämmen der Welt. Die massive aus Steinblöcken erbaute Staumauer ist 185m hoch.


Blick von der Dammkrone auf das darunterliegende Auffangbecken.


Nach der Besichtigung des Staudamms begann der spannende Abschnitt dieser Reise. Bis zum Staudamm führte eine gute asphaltierte Straße, die nach dem Staudamm in Richtung Thaba-Tseka durch eine mittelmäßige Schotterpiste abgelöst wurde. Ich konnte diesen Abschnitt mit durchschnittlich 15-20 km/h befahren, so dass ich für die 40km lange Strecke nach Thaba-Tseka mehrere Stunden benötigte.

In Thaba-Tseka übernachtete ich und fuhr am nächsten Tag weiter nach Maseru. Dieser Wegabschnitt war größtenteils asphaltiert, so dass ich nach einigen Stunden Fahrzeit in der Hauptstadt Lesothos ankam und kurz darauf wieder die Grenze nach Südafrika überquerte.


Lesotho wird als Königreich im Himmel bezeichnet, was darauf zurückzuführen ist, dass das Land größtenteils sehr gebirgig ist. Die Strecke führte fast ausnahmslos auf und ab und die Straße wand sich in Serpentinen um einen Berg nach dem anderen.


Ich konnte es mir nicht verkneifen, diesen Passnamen festzuhalten. Dabei gehörte diese Bergüberquerung nicht zu den höchsten oder schwierigsten in Lesotho.


Einfache, mit Stroh bedeckte Rundhüte in einem Dorf entlang des Wegs.


Etwas größeres und moderneres Haus. Ich liebe die blau angestrichenen Fenster- und Türrahmen.


Jetzt noch einige Portrais der Einwohner Lesothos. Die Kommunikation fiel etwas schwer, da englisch im Gegensatz zu Südafrika kaum verbreitet ist. Alle Menschen, die ich traf, waren aber wahnsinnig nett.

Comments Off on Kurzer Abstecher nach Lesotho | Lesotho

Kurzer Abstecher nach Swasiland

November 19th, 2011 — 12:00am

Swasiland liegt südlich vom Krüger Park und grenzt im Norden, Süden und Westen an Südafrika und im Osten an Mosambik.

Auf dem Weg zu meiner Unterkunft in Swasiland, schon nachdem ich Südafrika verlassen hatte, fing es zunächst an zu regnen und kurze Zeit später stark zu hageln. Die Hagelkörner waren ziemlich groß und ich machte mir etwas Sorgen um den Mietwagen. Auch sind die Straßen in einer Weise konstruiert, dass das Wasser nicht abfließt, sondern sich an den Straßenrändern ansammelt. Dies erschwerte mir das Autofahren etwas.


Schließlich kam ich aber doch noch wohlerhalten an meinem Hotel an. Ich hatte für zwei Nächte ein großes Bungalow im Mlilwane Wildlife Sanctuary gebucht. Dieses liegt in einem Tal zwischen Mbabane und Mansini, den beiden größten Städten des Landes.

Nachteilig am Bungalow war die Fledermaus, die sich irgendwo im Dach oberhalb des Wohnzimmers einquartiert hatte und herumflog, sobald es dunkel war. Da außerdem meistens kein Strom vorhanden war und es nach Sonnenuntergang im Bungalow stockdunkel wurde, konnte ich dann meine Zeit nur noch im Schlafzimmer verbringen.


Von der Verande bzw. aus dem Wohmzimmer meines Bungalows hatte ich einen wunderschönen Ausblick auf eine Wiese und den dahinterliegenden Nadelwald. Auf der Wiese in 50-100m Entfernung sah ich immer wieder Antilopen und Zebras grasen.


Hier zwei interessante Hinweisschilder, die im Park aufgestellt waren.


Und schließlich noch der Hinweis an alle Besucher, nachts der Nilpferddame Lucia nicht zu nahe zu kommen. Zum Glück bin ich ihr während meines Aufenthalts nicht begegnet.


Swasiland, oder zumindest der Teil davon, den ich befuhr, ist sehr hügelig. Hier noch zwei Fotos vom Rückweg in Richtung Südafrika.

Comments Off on Kurzer Abstecher nach Swasiland | Swasiland

Krüger Nationalpark

November 17th, 2011 — 12:00am

Der Krüger Nationalpark ist eines der bekanntesten Naturschutzgebiete Afrikas. Ich hielt mich zwei Tage in diesem Park auf und konnte in dieser Zeit viele Wildtiere beobachten.

Vom Flughafen in Johannesburg fuhr ich zunächst mit dem Mietwagen nach Nelspruit, übernachtete dort und fuhr am nächsten Morgen weiter zum Malelane Gate am südlichen Ende des Nationalparks. Nachdem am Gate meine Unterkunftsbuchung geprüft wurde, konnte ich in den Park einfahren.

Zunächst hatte ich wenig Glück und sah abgesehen von zahlreichen kleinen Vögeln, einer Schildkröte und einem toten Streifenhörnchen keine weiteren Tiere. Auf der Fahrt in Richtung Norden begegnete ich dann aber immer mehr Tieren, so dass ich bereits auf dem Weg zu meiner Unterkunft einiges vor die Augen und vor den Fotoapparat bekam.

Das faszinierende am Krüger Park ist, dass man neben organisierten Touren auch mit dem eigenen Mietwagen herumfahren kann. Das Auto darf im Park nicht verlassen werden und die Höchstgeschwindigkeit beträgt 50 km/h auf Teerstraßen und 40 km/h auf allen unbefestigten Straßen. Den Tieren kommt man dabei in der Regel sehr nahe. So kreuzte eine ganze Büffelherde die Straße vor mir und ein riesiger Elefantenbulle marschierte am Straßenrand entlang, genau in meine Richtung. Hier Bilder der Tiere, die ich in den zwei Tagen sah.


Gazellen sind im gesamten Park weit verbreitet. Häufig grasen sie am Straßenrand und lassen sich durch vorbeifahrende oder neben ihnen anhaltende Autos kaum stören.


Zwei Kudus am Rand der Straße


Hier die zuvor erwähnte Schildkröte, die langsam über die Straße kroch.


Zwei Mistkäfer, die eine riesige Dungkugel durch die Gegend rollen. Ich sah dieses noch ein zweitesmal und scheinbar treten diese Käfer immer als Duett auf.


Diese Vögel habe ich öfters im Park gesehen. Sie sind ziemlich groß und hüpfen meistens mit einem Insekt im Schnabel umher.


Überall auf den Straßen und am Straßenrand liegen riesige Misthaufen.


Und hier einer der Produzenten dieser Umweltverschmutzung.


Elefanten beim Trinken an einem kleinen Fluss.


Gerippe, vermutlich eines Büffels, am Straßenrand.


Am zweiten Tag im Park sah ich sogar zwei Löwen. Diese sind eher selten anzutreffen und ich denke, dass ich ziemliches Glück hatte. Einer der Löwen schlenderte langsam in Richtung Straße,…


…kreuzte die Fahrbahn ein paar Meter hinter meinem Auto und lief dann auf der anderen Seite weiter.


Büffelherde an einem Wasserloch


Hier die Anfangs genannte Büffelherde, die innerhalb von etwa 15 Minuten direkt vor meinem Mietwagen die Straße überquerte. Es war sehr spannend, diese ziemlich imposanten Tiere aus nächster Nähe zu beobachten. Andererseits blieben einzelne Tiere immer wieder stehen und beobachteten misstrauisch mich.


Ein Gnu am Straßenrand.


Zebras sah ich zunächst nur in größerer Entfernung, hatte später aber Glück und sah sie auch in der Nähe der Straße grasen.


Nashornfamilie in der Nähe eines Wasserlochs


Nilpferd in einem kleinen Wasserloch. Leider konnte ich es nur aus großer Entfernung beobachten. Auf seinem Kopf sitzt ein Vogel.


Einer der zahlreichen Affen, die im gesamten Park herumturnen. Eine Affentruppe machte sogar meine Unterkunft unsicher und versuchte alles mitzunehmen, was nicht angenagelt oder angekettet war.


Hyäne, die direkt am Straßenrand in der Sonne liegt.


Hyänenmutter mit Jungem.


Und hier eine Giraffe.


Nicht nur die Tierwelt, sondern auch die Landschaft im Park ist sehr abwechslungsreich. Da ich am Anfang der Regenzeit unterwegs war, durchfuhr ich sowohl von der Sonne ausgedörrte Abschnitte als auch bereits begrünte Gegenden mit hohem Gras.

Comments Off on Krüger Nationalpark | Südafrika

Wochenende in Prag

October 3rd, 2011 — 12:01am

Wieder einmal bin ich über das Wochenende nach Prag gefahren. Und wieder einmal hat es sich gelohnt. Die Fahrzeit ab Herrsching beträgt auf der durchgehenden Autobahn ungefähr 4 Stunden. Einschließlich einer Tank-, einer Vignetten- und einer Pinkelpause war ich aber etwa 4,5 Stunden unterwegs.


Nachdem ich im Hotel eincheckte, lief ich gleich los, um mir Prag anzusehen. Meine Unterkunft lag direkt an der Moldau auf Höhe der Čechův Brücke. Ich lief zunächst nach Süden und kam zum Rudolfinum, einer Konzerthalle, in welcher die tschechische Philharmonie auftritt.


Anschließend ging es weiter zum Staroměstské náměstí (Altstädter Ring), dem großen Marktplatz in der Prager Altstadt.


Dieser Platz wird von zahlreichen mühevoll restaurierten Gebäuden umgeben.


Das schönste Gebäude dieses Platzes ist in meinen Augen der alte Rathausturm mit der im 15. Jahrhundert erbauten astronomischen Uhr.


Nahaufnahme des unteren Kalenderblatts mit den 12 Tierkreiszeichen.


Ein weiteres der schön renovierten Gebäude am Altstädter Ring.


Da gegen 15 Uhr langsam der Hunger einsetzte, lief ich auf direktem Weg zum Wenzelsplatz, wo ich an einem der Stehimbisse eine Semmel mit gebratenem Käse und Bramboráky (Reibkuchen) verschlang. Der gebratene Käse ist einer der Gründe, warum es mich immer wieder nach Prag zieht (Ernsthaft! Und ich steh dazu.).


Am oberen Ende des Wenzelsplatz steht die Statue des auf einem Pferd reitenden heiligen Wenzels.


Verzierung eines Hauses in der Altstadt.


Schließlich ging es zum Karlův most (Karlsbrücke). Sie stellt eines der Wahrzeichen Prags dar und ist die schönste der vielen Brücken, die die beiden Moldauseiten miteinander verbinden.


Blick von der Karlsbrücke auf die Moldau.


Entlang beider Seiten befinden sich mehrere Statuen von Heiligen, im Bild zum Beispiel Johannes von Nepomuk.


Berührt man diesen Hund mit der Hand, so garantiert dies einen treuen Ehepartner. Dies erzählte zumindest der deutschsprache Reiseführer, den ich kurz belauschte.


Abschließend bin ich auf der anderen Moldauseite bis zur Prager Burg gelaufen. Diese liegt auf einem kleinen Hügel.


Außenansicht des Veitsdoms neben der Prager Burg.


Eine der finster dreinblickenden Burgwachen. Nähert sich ein Tourist zu sehr, schlagen sie mit dem Gewehrkolben auf den Boden, was zu einem lauten Knall und einem erschrockenen Touristen führt.


Sicht vom Burgareal auf Prag.


Eine der kleinen Überraschungen in Prag. Hier der Bürgersteig vor einer Kneipe.

Da es mittlerweile 18 Uhr war und ich die interessantesten Sehenswürdigkeiten abgeklappert hatte, machte ich mich auf den Rückweg zum Hotel.

Comments Off on Wochenende in Prag | Tschechien

Hotelempfehlungen Prag

October 3rd, 2011 — 12:00am

Die Preise für Hotelübernachtungen in Prag steigen von Jahr zu Jahr. Sie sind zwar noch immer weit entfernt vom Preisniveau vergleichbarer Städte wie Paris und London, es ist aber schwer geworden, eine vernünftige, günstige Unterkunft zu finden. Daher beschreibe ich an dieser Stelle zwei interessante Möglichkeiten.


Das Hotel Evropa hat gegenüber allen Hotels mit ähnlichen Preisen drei riesige Vorteile: Die Lage, die Lage und die Lage. Es liegt genau in der Mitte des Wenzelsplatz und somit befinden sich alle Prager Highlights entweder direkt vor der Hoteltür oder sind schnell zu Fuß erreichbar.

Das Doppelzimmer mit eigenem Badezimmer kostet 80€, ein Doppelzimmer mit Etagenbad schlägt mit 56€ zu Buche. Bei Barzahlung liegt der Preis nochmals 10% niedriger. In meinen Augen also ein echtes Schnäppchen in Anbetracht der fantastischen Lage.

Noch günstiger kann man in diesem Hotel jedoch übernachten, wenn man ein Zimmer im Student Floor mietet. Diese Einzel- und Doppelzimmer besitzen kein eigenes Bad, sind sehr einfach eingerichtet aber dafür nochmals deutlich günstiger. Das Doppelzimmer kostet hier 32€ und ein Einzelzimmer lediglich 20€. Dieser Preis ist für ein Einzelzimmer direkt am Wenzelsplatz unglaublich!


Ich hatte bereits ein “Studentenzimmer” im Hotel Evropa gebucht, fand jedoch eine Woche vor meinem Prager Urlaub ein Angebot, welches mich Nachts nicht schlafen lies.

IHG (Intercontinental Hotel Group) bietet bei Hotelbuchungen auf der IHG-Seite eine Best Price Guerantee. Diese Garantie sagt im Wesentlichen aus, dass die Hotelpreise auf der IHG-Seite die günstigsten im Internet sind. Falls ein Kunde nach einer Buchung das Hotel auf einer anderen Seite (z.B. Expedia) zu einem günstigeren Preis findet, kann er die erste Nacht kostenlos übernachten. Bei allen weiteren Nächten zahlt er nicht mehr den ursprünglichen sondern den günstigeren Preis.

Dies bedeutet aber somit: Wenn ich ein Hotel auf der IHG-Seite für eine Nacht buche und es zu einem günstigeren Preis auf einer anderen Seite finde, dann übernachte ich kostenlos!

Genau dies machte ich dann auch. Ich buchte eine Nacht im günstigsten Zimmer des Intercontinental Prag für 252€ und fand anschließend heraus, dass dieses Zimmer bei American Airlines etwas günstiger war. Ich rief daraufhin bei IHG an und erhielt innerhalb von 2 Stunden eine Bestätigung, dass meine Übernachtung kostenlos sein wird.

In Prag angekommen erhielt ich sogar ein sehr schönes Zimmer im 7. Stockwerk mit Blick auf die Moldau. Das Intercontinental Prag ist vermutlich das beste Hotel, in welchem ich bisher übernachtete. Das Zimmer war wunderschön, der Wellnessbereich mit Salzwasser-Swimmingpool, Whirlpool und Sauna ein wahnsinniges Erlebnis und das Frühstücksbuffet war sehr umfangreich und lecker. Es folgen zahlreiche Impressionen aus meinem neuen Lieblingshotel :-).


Beeindruckende Rezeption


Eingang zu einem der Restaurants


Coach in der Hotellobby


Sehr schöne Holzkommode in der Nähe der Fahrstühle


Noch eine Holzkommode, die sich bei den Fahrstühlen in meinem Stockwerk befand.


Aschenbecher mit “eingedrücktem” Intercontinental-Logo. Habe das bisher nur bei einem weiteren Hotel vor langer Zeit in Peking gesehen.


Korridor, der zu meinem Zimmer führte


Mein Zimmer mit dem höchsten Bett, in dem ich je geschlafen habe


Sehr schöner Nachttisch


Badezimmer mit rötlichem Marmor


Blick aus meinem Zimmer auf die Moldau


Swimmingpool mit Salzwasser


Entspannender Whirlpool


Unterschiedliche Sorten von Bio-Marmelade zum Frühstück


Große Auswahl an Früchten


Schlagsahne, Beeren- und Schokoladensauce zu den angebotenen Pfannkuchen

Comments Off on Hotelempfehlungen Prag | Tschechien

Zwei Tage in Helsinki

August 15th, 2011 — 12:00am

Aufgrund von Mariä Himmelfahrt bot sich mir die Möglichkeit, einen weiteren Kurzurlaub in einer europäischen Metropole zu verbringen. Zunächst sah ich mir an, welche Ziele Lufthansa für 99 € anfliegt und entschied mich für Helsinki. Ich hatte noch einen Lufthansa Gutschein im Wert von 20 €, so dass sich der tatsächliche Flugpreis auf 79 € reduzierte. Da die Entfernung zwischen München und Helsinki 1500 km beträgt und der Flug knapp zweieinhalb Stunden dauert, halte ich dies für einen sehr guten Preis.

Schon am Flughafen im Wartebereich fiel mir eine finnische Familie mit zwei kleinen ziemlich lauten Jungs auf. Nachdem ich mich im Flugzeug hingesetzt hatte, stellte ich fest, dass die beiden in der Reihe hinter mir saßen und weiterhin herumschrien. Und dann hatte ich ziemliches Glück. Obwohl der Flug sehr voll war, setze sich die Familie plötzlich um. Meine beiden Nachbarn merkten, dass die Reihe hinter uns frei geworden war und setzten sich auf diese Plätze. Und ich hatte einen von nun an ruhigen Flug und eine Dreierreihe für mich alleine.


Ich saß auf der linken Seite, so dass ich während des Flugs in nördliche Richtung der untergehenden Sonne zusehen konnte. Sonnenauf- und Sonnenuntergänge vom Flugzeug aus betrachtet sind für mich immer wieder ein phantastisches Erlebnis.


Ich hatte ein Hotel direkt am Flughafen gebucht. Da ich erst kurz nach 23 Uhr in Helsinki landete war das sehr angenehm. Eine Viertelstunde nach meiner Ankunft war ich schon in meinem Zimmer und ging wenig später schlafen.

Das Hotel hatte ich aber auch aus einem weiteren Grund gebucht. Aus Beschreibungen im Internet wusste ich, dass viele Zimmer Sicht auf das Flughafengelände bieten. Ich schrieb daher am Tag vor meiner Ankunft eine Email mit der Bitte, mir eines der Zimmer mit Flughafenblick zuzuweisen und erhielt wenig später eine positive Antwort. Am nächsten morgen schaute ich aus dem Fenster und sah eines der beiden Terminals und einige Flugzeuge.


Nach einem reichhaltigen Frühstück fuhr ich mit dem Flughafenbus in das Stadtzentrum zum Hauptbahnhof und ging zu Fuß zur Tuomiokirkko (Domkirche).


Diese evangelische Kirche liegt zentral am Senatsplatz und ist eines der Wahrzeichen Helsinkis.


Anschließend ging es zu Fuß zur nicht weit entfernten orthodoxen Uspenski-Kathedrale


Das Kirchengebäude ist aus roten Ziegelsteinen erbaut und sieht mit seinen goldenen Kuppeln ziemlich eindrucksvoll aus.


Finnisch ist eine sehr schwer zu lernende Sprache, da sie nicht zu den größtenteils in Europa gesprochenen indogermanischen Sprachen gehört. Vielmehr ist sie mit dem Estnischen und Ungarischen verwandt. Für die Exotik dieser Sprache zwei ausgewählte Beispiele.


Am Nachmittag ging es mit der Fähre auf die Insel Suomenlinna. Diese ist ein beliebtes Ausflugsziel und bietet mit vielen schönen Gebäuden, sowie einer von Schweden erbauten Festungsanlage einige Sehenswürdigkeiten. Ich bin dort mehrere Stunden ziellos herumgelaufen, das Wetter war schön und der Ausflug machte viel Spaß.


Finnische Flaggen auf der Fähre zurück nach Helsinki.


Eine der Haupteinkaufsstraßen im Stadtzentrum. Da die meisten Geschäfte auch am Sonntag ab 12 Uhr geöffnet haben, waren bei dem guten Wetter ziemlich viele Menschen unterwegs.


Die Enkaufsstraße führt entlang des kleinen Esplanade-Parks,…


…der ebenfalls gut besucht war.

Am nächsten Morgen frühstückte ich wieder im Hotel und ging dann zum ersten mal in meinem Leben in die Sauna. Ich war bisher der Meinung, dass ein Saunabesuch eine masochistische Neigung erfordert. Ein kleiner geschlossener Raum, der auf 90 Grad Lufttemperatur aufgeheizt und durch Aufgüsse auf eine hohe Luftfeuchtigkeit gebracht wird, klang für mich wenig einladend. Da ich die Saune im Hotel aber kostenlos benutzen konnte und das Saunieren zur finnischen Kultur gehört, probierte ich es dann doch aus und fand ziemlichen Gefallen daran. Ich verbrachte zunächst 10 Minuten in der Sauna, ging dann duschen und stellte mich anschließend nochmals für 5 Minuten der Höllenhitze.


Nach dem Saunabesuch checkte ich aus dem Hotel aus, fuhr wieder mit dem Bus ins Stadtzentrum und ging zur Felsenkirche (Temppeliaukion kirkko).


Die Kirche im Stadtteil Töölö wurde in den Felsen gehauen und besitzt ein Stahldach und zahlreiche streifenförmige Fenster.


Rentierfleisch ist eine finnische Spezialität. Habe von Rentierwurst über Rentiersalami bis hin zu luftgetrocknetem Rentierherz (138 €/kg bzw. ca. 20 €/Stück) unterschiedlichste Variationen gesehen.

Um 16 Uhr fuhr ich schließlich zurück zum Flughafen, schlenderte dort noch etwas durchs Terminal und begab mich dann auf den Weg zurück nach München.

Comments Off on Zwei Tage in Helsinki | Finnland

Reisepass

June 14th, 2011 — 7:21pm

War heute im Kreisverwaltungsreferat in München, um einen neuen Reisepass zu beantragen. Mein aktueller Reisepass hat nach knapp zweieinhalb Jahren kaum noch leere Seiten. Die Bearbeiterin fragte, ob ich Pilot sei. Vielleicht reise ich doch etwas zu viel… :-)

Comments Off on Reisepass | ---Sonstiges---

Ljubljana

June 12th, 2011 — 12:00am

Bin übers Wochenende nach Ljubljana in Slowenien gefahren. Am Samstag morgen ging es in München los und ich kam nachmittags an. Nach einer Übernachtung fuhr ich Sonntag gegen Mittag wieder zurück nach München. Das Wetter war schön und die Stadt hat mir sehr gut gefallen.


Werbung an einer Autobahnraststätte


Gebäude im Stadtzentrum



Fluss Ljubljanica


Die bekannte Dreifachbrücke Tromostovje


Die Burg von Ljubljana, die vom Stadtzentrum zu Fuß zu erreichen ist.


Drachenfigur im Stadtzentrum an einer Brücke über den Ljubljanica.

Fazit: Ein sehr schöner Ausflug. Die Preise fürs Essen und Unterkünfte waren jedoch überraschend hoch und nicht weit von deutschen Preisen entfernt. Ich unterhielt mich darüber mit einer Verkäuferen, die mir sagte, dass sich das Preisniveau nach der Euroeinführung stark erhöht hätte. Déjà vu!

Comments Off on Ljubljana | Slowenien

London

May 14th, 2011 — 12:01am

Meinen letzten Urlaubstag verbrachte ich in London. Nach der Ankunft ging ich zunächst in die Arrivals Lounge, wo ich duschen konnte. Auch ein Frühstück wurde dort angeboten. Da ich aber schon im Flugzeug gefrühstückt hatte, packte ich nur ein paar Kekse ein und fuhr mit der Tube ins Zentrum von London.


Ich stieg an der Haltestelle Green Park aus und erreichte von dort zu Fuß in 5 Minuten den Buckingham Palace.


Eingangstor des Buckingham Palace – ich wurde leider nicht reingelassen.


Das Victoria Memorial vor dem Palast.


Union Jack in der Nähe des Palasts.


Palastwache, leider noch immer mit Mützen aus Bärenfell


Der Saint James Park mit hungrigen Eichhörnchen und coolen Enten.


Horse Guards am Cavalry Museum.


Big Ben. Und hier wurde das Wetter englisch. Ich musste 5 Minuten warten, um Big Ben noch im Sonnenschein zu fotografieren. Kurz darauf verzog die Sonne sich und es wurde dunkel und kalt.


Saint Pauls Cathedral. Hatte eigentlich noch weitere Ziele in London geplant. Aufgrund des Wetters fuhr ich dann doch lieber zum Flughafen.


Obwohl ich von London nach München Business Class flog, konnte ich am Flughafen erneut die First Class Lounge (Concorde Room) nutzen. Das war möglich, da ich in First nach London geflogen bin, die europäischen Anschlussflüge allerdings nur Business Class anbieten. Ich hatte also nochmals ein leckeres 3-Gänge Menü.


Im Concorde Room kann man Essen à la Carte auswählen und dann in stilvoller Atmosphäre speisen ;-).


Anschließend holte ich mir an der Bar ein Glas Champagner und ging “nach draußen” auf die “Terrasse”, wo man sehr bequem sitzen und die auf dem Vorfeld des Flughafens stehenden Flugzeuge beobachten kann.


Hinten an der Wand ist eine “Pferdelampe” zu sehen. Also ein lebensgroßes Pferd mit einem aufmontierten Lampenschirm.


Aus einem Glas Champagner wurden dann doch mehrere. Einschließlich des Fläschchens, welches ich auf dem Flug von London nach München erhielt, trank ich innnerhalb von ca. 24 Stunden 12 Gläser. Also ungefähr zwei ganze Flaschen.

Comments Off on London | Großbritannien

Back to top