Xiamen

May 2nd, 2006 — 12:00am

Xiamen ist eine fuer chinesische Verhaeltnisse kleine Stadt (ca. 1,6 Mio. Einwohner). Sie liegt an der Meerenge von Formosa und bei gutem Wetter kann man Taiwan sehen. Mit einer Faehre gelangt man auf die Insel Gulang Yu. Diese ist fuer den Autoverkehr gesperrt, so dass man in Ruhe entlang grosser Gaerten und Villen aus der Kolonialzeit spazieren gehen kann.

Blick von Gulangyu auf die Skyline von Xiamen.

Heute regnet es den ganzen Tag. Ausserdem ist diese Woche in China Urlaub angesagt. Gestern war Labour Day und viele Chinesen muessen die ganze Woche ueber nicht arbeiten. Das Hotel in dem ich wohne hat vorsichtshalber die Zimmerpreise schon um 50% erhoeht. Die Hotels in Xiamen scheinen vollstaendig ausgebucht zu sein. Auch kann ich kein Geld tauschen, da die Bank of China geschlossen hat.

Morgen geht es wieder weiter. Hab festgestellt, dass Fliegen hier nicht viel teuerer ist als Zugfahren. Deshalb fliege ich mit Xiamen Airlines nach Guangzhou (ja Andi, das ist die Stadt in der Arme abgehackt werden). Dort bleibe ich voraussichtlich 2 oder 3 Tage.

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Quanzhou

April 29th, 2006 — 12:00am

Der Flug nach Fuzhou war unspektakulaer. An Bord waren keine weiteren Auslaender, das Flugzeug war eine Boing 737, die Flugdauer von Shanghai nach Fuzhou betrug ca. 1,5 Stunden. Von Fuzhou bin ich mit dem Bus nach Quanzhou gefahren. Auf dem Weg eine wunderschoene Landschaft, genauso wie man sich China vorstellt. Eine Ebene voll gruener Reisfelder, Chinesen mit Strohhueten, die auf den Feldern arbeiten, ueberall alte Haueser mit verzierten, moosbewachsenen, nach oben geschwungenen Daechern. Im Hintergrund gruen-bewachsene Gebirgszuege.

Quanzhou ist eine sehr schoene Stadt, ca. 7.4 Mio. Einwohner, viele Mofas, errinnerte mich ein bisschen an Suedostasien. Bemerkenswert war, dass ich in Quanzhou den ganzen Tag keinen einzigen Auslaender gesehen habe.

Lampions im Guandi Tempel in Quanzhou.

Pagode im Kaiyuan Tempel in Quanzhou.

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Nichts Neues!

April 27th, 2006 — 12:00am

Gruesse aus Shanghai. Im Moment passiert nicht viel Neues. Ich laufe rum und kaufe Lehrbuecher, CDs und DVDs. Heute werde ich nach einem elektronischem Woerterbuch suchen.

Shanghai ist irgendwie ruhiger geworden. Frueher war die Haupteinkaufsstrasse von Shanghai (Nanjing Lu) voll von Menschen, die bettelten oder einem die verruecktesten Sachen andrehen wollten. Als ich gestern diese Strasse entlanggelaufen bin (ca. 1 km) wurden mir nur 7 mal gefaelschte Uhren, 3 mal gefaelschte Sportschuhe, 1 mal eine Ganzkoerpermassage und 1 mal eine Prostituierte angeboten. Bischen langweilig *g*.

Am Montag war ich in Suzhou, vorgestern in Hangzhou. Die Chinesen sagen: “Im Himmel gibt es das Paradies, auf Erden Suzhou und Hangzhou”. Dementsprechend ueberlaufen waren beide Orte. Obwohl das Wetter schlecht war und es manchmal regnete, waren beide Staedte voll von (meistens) chinesischen Touristen.

North Temple Pagode in der Naehe des Bahnhofs von Suzhou.

In Fels gehauener Buddha in der Naehe des Lingyin Temepels in Hangzhou.

In Shanghai hab ich ein neues Lieblingsrestaurant. Kleiner Familienbetrieb in einer Seitenstrasse, sehr nette Leute, und das Essen ist fantastisch. Die Kosten liegen bei ca. 1,50 Euro fuer ein Fleischgericht mit Reis und einer Dose Cola.

Morgen geht es Richtung Sueden. Im Zug war kein einziger Platz mehr frei, so dass ich mit Shanghai Airlines nach Fuzhou fliege. Fuzhou liegt ungefaehr 800 km suedlich von Shanghai, dort wird es ein paar Grad waermer sein. Von dort melde ich mich dann wieder.

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Chinese Tea Scam

April 27th, 2006 — 12:00am

Gestern sass ich in Shanghai auf einer Parkbank in der Naehe des Volksparks (Renmin Gongyuan) und ass Fleischbaellchen und einen Mango Smoothie, als 4 junge Chinesen anfingen mit mir zu plaudern. 2 Jungs, 2 Maedels, etwa in meinem Alter, alle sehr freundlich. Sie wollten wissen, von wo ich komme, wie es mir hier gefaellt, was ich schon alles gesehen habe. Sie sagten, sie seien aus Xian, Studenten, wuerden in Shanghai eine Woche Urlaub machen. Achja, sie waeren gerade auf dem Weg zu einem “Tea Festival”, soll sehr interessant sein, ob ich denn mitkommen wollen wuerde.

Vor ein paar Wochen hab ich davon in einem Forum gelesen. Ansonsten waer ich sicherlich mitgegangen. Touristen werden von jungen Chinesen angesprochen und in ein Teehaus geschleppt. Dort trinkt man gemeinsam ein paar Tassen Tee und anschliessend kommt eine Rechnung im Bereich 100 bis 300 Euro. Wenn man nicht zahlen moechte, stellen sich einem grosse, muskelbepackte Chinesen (als ob es so etwas gibt *g*) in den Weg.

Abends, im Restaurant hab ich mit einem Franzosen geplaudert. Er selbst ist in Peking auf diesen Trick hereingefallen, es hat ihn 95 Euro gekostet. Das Guesthouse, in welchem er in Shanghai schlaeft, hat eine Liste an die Wand gehaengt. In diese kann man eintragen, wann und wo man wieviel Geld bei diesem Betrug verloren hat. Die hoechste Summe in der Liste, sagte der Franzose, sei 270 Euro.

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Schlaflos in Dubai

April 22nd, 2006 — 12:00am

Gestern Abend hat sich offenbar eine jemenitische Familie arabische Zeichentrickfilme in der Naehe meines Fensters angesehen. Lag bis 1 Uhr wach, um 2 Uhr attackierte mich eine Muecke, eine halbe Stunde spaeter spielte jemand laengere Zeit mit seiner Autohupe rum und schliesslich wurde ich vom Muezzin geweckt. Fazit: Der Jemen ist ein faszinierendes Land mit den nettesten Menschen denen ich bisher begegnet bin. Nicht ganz so ideal ist es in der Nacht, wenn man vor lauter Krach kaum schlafen kann.

Der Flug nach Dubai war ok, bisschen turbulent. Hab den Tag in Dubai verbracht, hab pakistanisch gegessen und jetzt sitze ich am Flughafen und warte auf meinen Weiterflug. Werd versuchen, ein paar Stunden zu schlafen.

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Gruesse aus Sanaa

April 21st, 2006 — 12:00am

Heute morgen um 3:40 wurde ich daran erinnert, dass ich im Jemen bin. In der Naehe meines Hotels ist eine Moschee, und um diese Uhrzeit werden die Bewohner hier geweckt, damit sie um 5 Uhr morgens zum ersten Gottesdienst gehen koennen. Geschlafen habe ich also wenig, etwa 5 Stunden. Bin heute den ganzen Tag rumgelaufen und entsprechend etwas muede. Aber das ist es wert, Sanaa ist einmalig. Ueberall gibt es soviel zu sehen, dass ich mit offenem Mund stundenlang kreuz und quer durch die Altstadt wandere und Fotos mache.

Die Altstadt von Sanaa ist beeindruckend. Auf einer Flaeche von ungefaehr zwei Quadratkilometern stehen hunderte, bis zu 400 Jahre alte Haeuser. Dazwischen fuehren enge Strassen oder kleine verwinkelte Gaesschen.

Das Foto zeigt das alte Stadttor “Bab Al Yaman” mit einigen Haendlern davor.

Hier sind nochmals mehrere alte Gebaeude zu sehen. Sie sind einzigartig und einer der Gruende, warum ich diese Stadt besuchen wollte.

Krummdolche, sogennante “Janbiyas”, sind weit verbreitet im Jemen. Jeder Mann traegt so einen Dolch bei sich. Jambiyas sind ein Statussymbol, es gibt hier eine breite Auswahl von einfachen Exemplaren für 5 Euro bishin zu Dolchen für mehrere Tausend Euro. Diese haben einen Griff aus Nashorn und die Scheiden sind mit feiner Silberarbeit verziert.

Das vielleicht Interessanteste am Leben hier ist Qat. Qat ist eine Pflanze, die im Laufe des Nachmittags und Abends von den meisten jemenitischen Maennern konsumiert wird. Die Wirkung ist aehnlich der von Kaffee. Quat wird gekaut und anschliessend in der Mundbacke aufbewahrt (“gespeichert”), so dass sich im Laufe des Nachmittags ein Walnuss-grosser Klumpen bildet. Der ganze Klumpen wird weiterhin im Mund behalten, dazu wird viel Wasser getrunken, damit sich die aufputschenden Stoffe loesen und ihre Wirkung entfalten. 40% des Bruttosozialprodukts werden mit Qat erwirtschaftet und 30% des Wasserverbrauchs dienen dem Anbau dieser Pflanze. Ich hab Qat versucht, aber fand ihn nicht besonders gut. Die Blaetter schmecken wie Gras.

Die Menschen hier sind sehr nett. Ueberall wird man mit “Welcome to Yemen” oder “Hellooooooo” begrüsst. Kinder laufen mir hinterher und rufen “Surah, surah” – wollen fotografiert werden. Als ich meinen Stadtplan rauszog um den Weg zu einer Moschee zu finden, wurde ich von 15 Maennern umringt, die mir alle helfen wollten.

Das Klima von Sanaa ist fuer arabische Verhaeltnisse kuehl. Tagsüber wird es hier 27 Grad warm, in der Nacht fallen die Temperaturen auf 13 Grad. Das liegt daran, dass die Stadt 2200 Meter hoch liegt.

Ich fühle mich hier sehr wohl, schade dass ich schon morgen zurueck nach Dubai fliege.

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Chinesische Kindergeschichten

March 27th, 2006 — 12:00am

Ich gebe es zu, ich lese gerne chinesische Kindergeschichten. Immerhin schaffe ich bei denen ungefähr vier Seiten pro Stunde und kann mir beim Lesen die zahlreichen schönen Bilder ansehen. Heute habe ich eine sehr interessante Geschichte entdeckt.

In dieser Geschichte geht es um einen Fuchs der mit einem Adler befreundet ist. Der Adler kann für seine Jungen nichts zu essen finden, woraufhin er ein Fuchskind klaut und an seine Kinder verfüttert. Der Fuchs ist darüber sehr traurig, kann aber nichts unternehmen, weil der Baum so hoch ist. Als der Adler eines Tages versehentlich sein Nest in Brand setzt, verbrennen alle seine Jungen und fallen tot vom Baum herunter, woraufhin der Fuchs sie auffrisst.

Das Motto dieser Geschichte? Vielleicht “Wer zuletzt lacht, lacht am Besten”. Naja, “Hänsel und Gretel” ist irgendwie noch brutaler *g*

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Reiseplan Jemen + Vereinigte Arabische Emirate + China 18.04.2006 – 31.07.2006

March 7th, 2006 — 12:00am

Mein erster Blog, mein erster Eintrag…

Im April geht es für drei Monate nach China. Ich möchte dort etwas Chinesisch lernen bzw. das bisher Gelernte verbessern. Außerdem möchte ich so viel wie möglich vom Land, den Menschen und dem Leben dort sehen.

Heute gibts eine Übersicht über den Reiseverlauf. Die Reiseroute wird sich wahrscheinlich noch etwas ändern, aber im Groben zeigt sie meinen Weg.

Der Flug nach China geht über die Vereinigten Arabischen Emirate. Hab von Dubai einen Abstecher in den Jemen eingeplant, möchte mir dort die Hauptstadt Sanaa ansehen. Sanaa steht auf meiner Wunschliste ganz oben, seit ich vor einigen Jahren eine Geo Zeitschrift mit Fotos vom Jemen in die Hände bekommen hab. Die Altstadt von Sanaa hat es mir angetan und ich freue mich schon auf die einzigartigen alten Lehmhäuser. Anschließend habe ich noch einen halben Tag Zeit in den Vereinigten Arabischen Emirate und möchte mir Sharjah und Dubai ansehen. Danach geht es weiter nach China.

Das hier ist die ungefähre Reiseroute in China. China ist 37 mal größer als Deutschland und die Entfernungen sind riesig. Obwohl ich große Teile des Landes überhaupt nicht bereise, weiß ich nicht, ob ich die Strecke schaffen werde.

Die folgenden Orte liegen auf meinem Weg:

München -> Dubai -> Sanaa -> Dubai -> Sharja -> Dubai -> Shanghai -> Suzhou -> Hangzhou -> Fuzhou -> Quanzhou -> Xiamen -> Guangzhou -> Kaili -> Xijiang -> Guiyang -> Kunming -> Dali -> Lijiang -> Zhongdian -> Xiangcheng -> Litang -> Batang -> Litang -> Kangding -> Chengdu -> Lanzhou -> Xiahe -> Lanzhou -> Turpan -> Korla -> Hotan -> Yarkand -> Kashgar -> Lake Karakul -> Kashgar -> Kuche -> Turpan -> Xi´an -> Beijing -> Haerbin -> Beijing -> Qingdao -> Shanghai -> Dubai -> München

Ich möchte ungefähr 4 Wochen in Südchina (Shanghai, Fuzhou, Guizhou und Yunnan) verbringen. Anschließend werde ich in ungefähr 2 Wochen durch Westsichuan nach Chengdu reisen. Von dort aus gehts mit dem Zug nach Xinjiang, wo ich die Taklamakan-Wüste umrunden möchte. Für Xinjiang sind ungefähr 3 bis 4 Wochen eingeplant. Zuletzt werde ich via Xi´an nach Peking reisen und mir Chinas Nordosten ansehen.

Die zurückgelegten Entfernungen sind folgende:

Flüge: ca. 25000 km

Landweg: ca. 17000 km

Gesamt: ca. 42000 km

Das wars dann auch wieder für längere Zeit. Muss jetzt mal meine Diplomarbeit fertigschreiben. Die ersten Berichte gibts hier, wenn die Reise am 18.04.2006 beginnt.

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Bac Ha und Umgebung

March 14th, 2005 — 12:00am

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Halong Bucht

March 11th, 2005 — 12:00am

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