Category: Togo


Bergsteigen in Togo

November 22nd, 2009 — 12:00am

Um mich auch etwas sportlich zu betätigen, beschloss ich, den höchsten Berg Togos zu besteigen. Ich fuhr mit einem Taxi aus Kpalimé zum Fuß von Mount Agou. Dort angekommen, fand ich schnell einen Guide, der mich zum Gipfel führen konnte.


Der Aufstieg ging zunächst durch sehr dichte Vegetation mit zahlreichen Bananenpalmen und Avocadobäumen entlang des schmalen Weges.


Etwa nach dem halben Aufstieg kam ich in ein kleines Dorf, in welchem ich mich etwas ausruhen konnte.


Nach ca. 2,5 Stunden Aufstieg erreiche ich eine Höhe von 986 Metern und damit den Gipfel von Mount Agou.
Der Abstieg allerdings war noch mühevoller. Ich hatte nichts mehr zum trinken, war ziemlich hungrig und erschöpft und entschloss mich, nicht mehr den direkten Weg zu gehen, sondern die kleine Straße zu nutzen, die bis zum Berggipfel führt. Die Steigung dieser Straße ist gering und der Weg hinunter ins Tal ist 12km lang. Ziemlich müde und dehydriert kam ich wieder unten an, wo ich ein Taxi zurück nach Kpalimé nahm.

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180km in 12 Stunden

November 21st, 2009 — 12:00am

Die Straßen von Accra sind voller fliegender Händler, die zwischen den Autos herumlaufen und ihre Waren auf dem Kopf balanzieren. Die häufig im Stau stehenden Autofahrer rufen ihnen zu, wenn sie etwas benötigen und die Händler müssen sich dann beeilen und alles erledigen, bevor der Stau sich auflöst oder die Ampeln auf grün schalten. Gesehen habe ich Verkäufer mit Popcorn, Erdnüssen, Kaugummis, Plastikpäckchen mit Trinkwasser, Plastikpäckchen mit Joghurt, Zeitungen, Toilettenpapier und Superkleber. Aber auch viel Unerwartetes wurde auf den Straßen zum Verkauf angeboten. So zum Beispiel Hundeleinen, Hundewelpen, Heckenscheren, Wanduhren, Herrenschuhe und mehrfach Gemälde von Jesu letztem Abendmahl. Die Arbeit auf der Straße muss furchtbar anstrengend und ungesund sein. Die Händler laufen den ganzen Tag zwischen den Autos herum, es gibt keinen Schatten und die Luft ist voller Abgase.

Die Fortbewegungsmittel in Ghana, Togo und Benin sind sehr vielfältig und reichen von klapprigen Motorrädern bis hin zu modernen Langstreckenbussen. Ich bin hauptsächlich mit Sammeltaxis und Motorradtaxis gefahren. Insbesondere die Sammeltaxis sind ein interessantes Fortbewegungsmittel und können sehr bequem sein. Die verwendeten Autos sind mittelgroß und nehmen sechs Passagiere (zwei auf dem Beifahrersitz und vier auf dem Rücksitz) auf. Gezahlt wird pro Sitzplatz und die Autos fahren los, sobald sie voll sind. Abhängig vom Zielort kann dies von 10 Minuten bis hin zu mehreren Tagen dauern. Immer wenn es möglich war, bezahlte ich den doppelten Fahrpreis, und erhielt dadurch den ganzen Beifahrersitz für mich allein.


Sammeltaxi in Togo. Die meisten Fahrzeuge auf meiner Reise hatten gesprungene Windschutzscheiben.


Mein Guide in Ouidah


Entlang meiner Fahrstrecke habe ich zahlreiche Unfallfahrzeuge gesehen. Lohnt sich eine Reparatur nicht mehr, werden diese einfach am Straßenrand liegen gelassen.


Besonders Abwechslungsreich war meine Reise von Abomey in Benin nach Kpalimé in Togo. Die Fahrt bis Azové in einem Sammeltaxi war einfach und schnell. In Azové musste ich das ganze Taxi mieten und konnte bis zur Grenze fahren. Hinter der Grenze jedoch gab es keine Fortbewegungsmittel. Keine Autos, nicht einmal Motorräder. Der Grenzer sagte mir, dass das nächste Dorf, Tohoun, 2km entfernt sei und mir blieb nichts anderes übrig, als zu Fuß zu gehen. In Tohoun erfuhr ich, dass es keine Sammeltaxis oder Busse nach Kpalimé gibt, also musste ich mit einem Motorradtaxi bis Notsé fahren. Dort sagte man mir, dass der nächste Kleinbus nach Kpalimé in zwei Stunden abfährt.


Vier Stunden später ging es dann tatsächlich los. Der Bus war allerdings so alt, dass er immer wieder stehen blieb. Ich musste dann aussteigen, der Fahrer baute seinen Sitz und den Beifahrersitz aus, legte das Getriebe frei und fing an, herumzubasteln.


Die Strecke war aber sehr schön und 12 Stunden nach dem Beginn meiner Reise war ich in meinem Hotel in Kpalimé angekommen.

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Westafrika

November 14th, 2009 — 12:00am

Wenn ich erzähle, dass ich für 2 Wochen nach Westafrika fliege, sind die meisten Menschen überrascht. Die drei Länder Ghana, Togo und Benin, die ich dort besuchen werde, befinden sich nicht auf den Reiserouten der meisten Urlauber. Dennoch bieten sie, so hoffe ich zumindest, aufgrund ihrer politischen Stabilität, Sicherheit und guter touristischen Infrastruktur einen angenehmen Einstieg auf dem afrikanischen Kontinent.

Die Vorbereitungen auf diese Reise waren aufwendig und auch teuer.

  • Eine Gelbfieberimpfung ist Voraussetzung für die Einreiseerlaubnis dieser Länder. Die Kosten hierfür betrugen 33 € im Tropeninstitut München.
  • Malaria ist in diesen Ländern stark verbreitet. Im Tropeninstut wurde mir zur Chemoprophylaxe angeraten, d.h. das Malariamedikament wird im Gegensatz zur Stand-By Medikation täglich eingenommen. Deshalb musste ich zwei Packungen Malarone kaufen, die 125 € kosteten.
  • Weiterhin habe ich ein Moskitonetz, sowie zwei Anti Brumm Forte-Sprays im Reisegepäck, hier nochmals Gesamtkosten von ca. 50 €.
  • Deutsche benötigen für alle drei Länder ein Einreisevisum. Die Visaformulare waren zum Teil nur auf französisch verfasst und mussten in bis zu vierfacher Ausführung an die Botschaften in Berlin geschickt werden. Die Gesamtkosten hierfür lagen bei ca. 180 €.

Heute Nachmittags um 14:25 geht es los. Zunächst in 5:40 Stunden mit Emirates EK050 von München nach Dubai, anschließend morgen früh mit EK787 in 9:00 Stunden von Dubai nach Accra, der Hauptstadt von Ghana.


Die Reiseroute führt mich von Accra über Lomé in Togo nach Cotonou in Benin und voraussichtlich auf derselben Strecke wieder zurück nach Accra. In Ghana und Benin werde ich einen Abstecher ins Landesinnere, nach Kumasi bzw. Abomey machen. Ich freue mich auf ein neues Abenteuer!

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