April 3rd, 2004 — 12:00am

Die beiden Flüge von Singapur nach Bangkok und weiter nach Phnom Penh waren unproblematisch.

Das Essen war sehr gut. Nach Bangkok gab es ein thailändisches Entencurry und nach Phnom Penh Shrimps (ebenfalls thailändisch abgeschmeckt).
In Phnom Penh am Flughafen angekommen saßen 7 Beamte in einer Reihe nebeneinander. Der Reisepass wurde beim ersten Beamten abgegeben und ging von einem zum nächsten, jeder bearbeitete ihn ein wenig und reichte ihn wieder weiter. Am Ende bekam ich ihn wieder mit einem schönen Visum, drin und musste 20 US$ bezahlen.

Mit dem Taxi bin ich für 7 US$ in etwa 20 min. zu meinem Hotel im Zentrum von Phnom Penh gefahren (California Guesthouse, direkt am Fluss und sehr nah am Nationalmuseum). Die Straße vom Flughafen ins Zentrum war sehr gut ausgebaut aber sobald das Taxi sie verließ, fuhren wir nicht mehr auf einer Straße sondern auf einem Weg mit vielen Schlaglöchern. In meinem Zimmer wohnt übrigens eine süße Eidechse :-)
Abends war ich noch ein bisschen am Tonlé Sap River spazieren. Die Hauptstraße ist voll von Hotels, Restaurants und Internet-Cafés. Und es waren überall sehr viele Menschen unterwegs. Die Internetcafés hier kosten nur 50 cent/h. Dafür ist das Essen relativ teuer. In den Restaurants zahlt man 2 bis 4 US$ pro Gericht. Das heißt die Preise sind höher als in allen anderen asiatischen Ländern in denen ich unterwegs gewesen bin. Ich hatte einen Tisch draußen an der Hauptstraße. Minütlich kamen Kinder vorbei, die Blumen verkauften, die einfach “nur so” bettelten, Mütter mit Kleinkindern die Geld wollten, Kinder die Zeitungen verkaufen usw. Eine Mutter mit ihrem Kleinkind setzte sich auf den Bürgersteig direkt vor mich und schaute mir beim essen zu. War ein sehr unangenehmes Gefühl. Nach dem Essen hab ich bisschen Geld in kleinere Scheine gewechselt damit ich den Bettlern etwas geben kann.
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February 5th, 2004 — 12:00am
Heute habe ich wieder gesehen, dass Singapur eine Stadt der Gegensätze ist. Eine moderne Metropole mit einer beeindruckenden Skyline. Der reichste Staat Südostasiens. High-Tech Industrie. Und hunderten von indischen Gläubigen, die sich Nadeln und Haken in den Körper stechen und dann 4 km von einem Tempel in Little India zu einem anderen in der Nähe der Orchard Road laufen.
Wir sind nach Little India gefahren und es war dort sehr voll. Die Straßen waren voll von Indern, vor allem die indischen Frauen hatten sich sehr schön angezogen. Bunte Saris und Blumen in den Haaren.

Im Temepel wurden die Gläubigen vorbereitet auf den Marsch. Zunächst wurden die riesigen Gestelle auf die Körpergröße angepasst, danach wurden die ganzen Metallstäbe in den Körper gesteckt. Mir hat das beim Zusehen wahrscheinlich mehr weh getan als denen. Ich habe gelesen, dass sie durch Mediation in einen Zustand kommen, in welchem sie keinen Schmerz mehr fühlen. Außerdem fließt auch kein Blut aus den Wunden.
Es war allerdings ein junger Mann da (so 18 Jahre alt), der kurz vor dem umkippen war. Das Gestell bestand auch aus vielen rosa Blumen. Ich habe daraus geschlossen, dass er wahrscheinlich zum ersten mal teilnimmt. Und er sah aus, als ob er gleich in Ohnmacht fallen würde.

Andere Männer ließen sich kleine und große Haken in den Rücken und die Brust bohren und befestigten dort dann kleine Kannen mit Milch oder auch große 1L-Milchflaschen.

Manche von ihnen trugen auch Schuhe mit Nägeln.


Danach sind wir was essen gegangen. Natürlich indisch, Chicken Byriani. Und danach gingen wir die 4 km mit den Gläubigen mit. Bin bei der Hitze selber schon ganz schön ins Schwitzen gekommen. Und die Gestelle der Hindus wiegen angeblich 80 kg.
Als wir am Ende angekommen waren haben wir noch beobachtet, wie den Gläubigen die Gestelle abgenommen werden. Manche von ihnen sind dann umgekippt oder haben sich schlafen gelegt. Einer hat allerdings ein Handy rausgezogen und hat angefangen zu telefonieren.
Alles in allem war es ein sehr beeindruckendes Erlebnis und ich hatte bisschen das Gefühl, dass mein Leben relativ langweilig ist :-). Werde wahrscheinlich nächstes Jahr selber am Thaipusan teilnehmen :-).
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