November 10th, 2010 — 12:00am
Das letzte Ziel meiner Reise war Beirut, in welches ich von Baalbek aus mit einem der sehr häufigen Minibusse fuhr.
Schwierig war in Beirut die Hotelsuche, da die Übernachtungspreise durchaus mit europäischen Ländern mithalten. Meine Wahl fiel schließlich auf eine einfache Unterkunft für 40 US$/Nacht. Vor meinem Zimmerfenster befand sich eine Großbaustelle, die von 7 Uhr morgens bis 7 Uhr abends sehr großen Lärm verursachte. Außerdem funktionierte das Warmwasser überhaupt nicht und Strom floss nur gelegentlich. Immerhin hatte ich einen sehr schönen Blick aufs Meer.

Das Holiday Inn wurde annähernd fertiggestellt, doch dann brach in den 70er Jahren der libanesische Bürgerkrieg aus und das Gebäude wurde völlig durchlöchert.

Eines der Wahrzeichen Beiruts ist der Pigeon Rock, eine Felsformation im Meer vor der Küste.

Besonders schön ist dieser Ort kurz vor Sonnenuntergang, wenn das Meer in Orangetönen zu leuchten beginnt.

Die Uferpromenade führte in der Nähe meines Hotels entlang. Hier sind zu jeder Tageszeit Spaziergänger, Fahrradfahrer und Läufer unterwegs.


Place de l’Etoile mit seinem Uhrturm im Downtown Beiruts.


Downtown wurde vollständig restauriert oder neu bebaut. Die Straßen voller restaurierter Wohngebäude erinnern ein wenig an Paris…

…die modernen Shoppingcenter mit Luxusgeschäften wiederrum haben Ähnlichkeit zu Dubai.

Viele Luxuswohnungen wurden entlang des Meeres aus dem Boden gestampft und lassen mich vermuten, dass das Leben in Beirut durchaus angenehm sein kann – vorausgesetzt das nötige Kleingeld ist vorhanden.



Am vorletzten Tag meines Aufenthalts habe ich mir das Stadtviertel Gemmayzeh angesehen. Dieses Viertel ist einfacher als Downtown, funkelt nicht vor lauter Neubauten und wirkt authentischer. Zahlreiche kleine Restaurants und Kneipen finden sich in den Straßen.

Ein Junge in Gemmayzeh mit seiner Schuhputzausrüstung.

Die Fahrzeuge von Falschparkern werden in Beirut demontiert ;-)
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November 6th, 2010 — 12:00am
Nach Damascus ging es mit dem Sammeltaxi über die Grenze in den Libanon und dort auf direktem Weg nach Baalbek in der Bekaa-Ebene. Die Fahrt dauerte insgesamt 2 Stunden. An der Grenze zwischen Syrien und Libanon befindet sich unter anderem ein Dunkin´ Donuts, welchen ich gerade hier absolut nicht erwartet habe.
Baalbek ist aufgrund der alten kolossalen Tempelruinen ein touristischer Höhepunkt im Libanon. In den achtziger Jahren wurde in dieser Stadt außerdem die Hisbollah gegründet. Daher werden noch heute überall T-Shirts, Kaffeetassen und Flaggen mit dem Logo dieser Organsiation (ein Maschinengewehr über einer Weltkugel) verkauft.

Hier einige Eindrücke der alten Tempelruinen.




Baalbek selber ist eine mittelgroße Stadt. Entlang der Hauptstraße gibt es sehr viele Geschäfte, Restaurants und Essensstände.
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October 30th, 2010 — 12:00am
Vor ungefähr 10 Jahren habe ich in einer Zeitschrift einen Bericht über Damascus gelesen. Unter anderem wurden mehrere Fotos der Umayyad Moschee gezeigt, die mir sehr gefielen und ich nahm mir vor, Syrien eines Tages zu besuchen.
Jetzt endlich hatte ich die Gelegenheit. Syrien schien für zwei Wochen Urlaub im November sehr gut geeignet. Die Tagestemperatur beträgt knapp über 20 Grad und die Reisezeit reicht aus für ein Land dieser Größe. Da ich im Urlaub aber immer viel sehen möchte, beschloss ich, zusätzlich in den Libanon zu fahren.
Ich flog zu einem fairen Preis mit Turkish Airlines via Istanbul nach Aleppo im Norden von Syrien. Der Flug war angenehm, das Essen an Bord überdurchschnittlich gut.
Da wir mit einer Stunde Verspätung in Istanbul landeten, blieben mir 30 min. um meinen Anschlussflug zu erreichen. Ich stieg aus dem Flugzeug aus und ging zu einem Flughafenmitarbeiter, der wiederholt “Aleppo, Teheran, Osaka” rief. Wir warteten auf alle Passagiere, die zu einem dieser Anschussflüge wollten. Als schließlich unsere Gruppe aus mehreren Deutschen, Iranern und Japanern vollständig war, liefen wir mit Höchstgeschwindigkeit durch das Flughafengebäude, immer dem Flughafenmitarbeiter hinterher.
Meinen Weiterflug erreichte ich rechtzeitig und kam dann endlich um 1 Uhr nachts in Syrien an. Die Taxifahrer vor dem Flughafengebäude interessierten sich nicht besonders für mich, aber schließlich nahm mich einer von ihnen doch noch mit. Mein Hotel – Al Gawaher Guesthouse – in Mitten der Altstadt war schnell gefunden und ich schlief bis zum nächsten Morgen.

Hier eine Karte dieser Gegend. Ich blieb zunächst in Aleppo, fuhr dann über Hama nach Palmyra. Von Palmyra ging es nach Damascus und anschließend weiter, über die Grenze in den Libanon nach Baalbek. Von Baalbek fuhr ich schließlich nach Beirut, von wo aus ich zurückflog.
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