Category: Katar


Doha nach London – First Class – 248,85 €

May 13th, 2011 — 12:00am

Den Rückflug von Doha nach London habe ich sehr genossen. Zunächst aber die Vorgeschichte. Als ich die ersten Male mit Emirates nach Asien reiste, ließ ich alle erflogenen Meilen auf mein Konto bei British Airways gutschreiben. Aufgrund großzügiger Boni, die mittlerweile eingestellt wurden, erhielt ich nach zwei Returnflügen zwischen Europa und Asian ungefähr 54.000 Meilen, die ich bei British Airways gegen Flugprämien eintauschen wollte. British Airways gehört jedoch zu den Fluggesellschaften, bei welchen der Treibstoffzuschlag auch bei Prämientickets bezahlt werden muss. Ich halte diese Praxis für unfair, da im Gegensatz zu Flughafensteuern und Sicherheitszuschlägen der Treibstoffzuschlag bei der Fluggesellschaft verbleibt. Ergebnis des Ganzen war, dass ich keine Möglichkeit fand, diese Meilen sinnvoll einzulösen. Flüge innerhalb Europas sind bei British Airways zwar ab 9.000 Meilen zu haben, die Gesamtkosten belaufen sich aufgrund des Treibstoffzuschlags aber auf über 200 Euro. Bei Angeboten anderer Fluggesellschaften sind Europflüge für diesen Preis regulär erhältlich. Es war also sinnlos, meine Meilen für diese Flüge auszugeben. Andererseits wollte ich nicht, dass sie verallen.

Ich war aufgrund dieser Situation ziemlich verärgert und informierte mich etwas genauer über die Möglichkeiten, bei British Airways Prämientickets einzulösen. Dabei fand ich heraus, dass Oneway Flüge in der First Class zwischen dem Nahen Osten und Europa 60.000 Meilen kosten. Daher kaufte ich noch ein paar Meilen hinzu und buchte meinen Rückflug ab Doha. Die Strecke Doha – Bahrain (kurzer Stopover) – London flog ich in der First Class, ab London ging es dann in der Business Class nach München. Der Flug kostet regulär 3445,00 Euro, ich zahlte dahingegend einschliesslich der erworbenen Meilen nur 248,85 Euro.

Da ich das Ganze auch als kleinen Rachefeldzug gegen British Airways sah, versuchte ich, als Passagier möglichst hohe Kosten zu verursachen. Ich nutzte alle Lounges auf dem Weg, verschlang große Essensmengen an Bord und am Boden und schlürfte bis zum Umkippen Champagner.


Hier nun einige Eindrücke vom Flug. Champagner (Laurent-Perrier Brut Millésimé 2000), Appetithäppchen und ein Täschen mit Allem, was Mann für einen langen Flug benötigt.


Die Sitze waren riesig. Ausreichend Beinfreiheit und kein eingeengtes Gefühl wie bei meinen normalen Economy Class Flügen.


Der kurze Flug von Katar zum Zwischenstopp in Bahrain war fast völlig leer. Insgesamt flogen in der Boeing 777 ca. 20 Passagiere. Die First Class gehörte mir allein.


Ein weiteres Glas Champagner und ein Schälchen mit Cashewnüssen.


Nach der Zwischenlandung in Bahrain hatte sich das Flugzeug etwas gefüllt. Die First Class war mit 7 Passagieren halbvoll. Jetzt gab es auch das Abendessen.


Smoked salmon with pear and pine nut salad


Mild coconut prawn green curry, Kashmiri rice pilaf and poppadoms


Nach dem Abendessen ließ ich mein Bett machen und ging schlafen. Und konnte zum ersten mal im Leben wirklich gut in einem Flugzeug durchschlafen. Als mich die Stewardess zum Früstück weckte näherten wir uns bereits Großbritannien.

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Katar

May 13th, 2011 — 12:00am

Der Flug von Bahrain nach Katar gehört zu den kürzesten der Welt. Die Flughäfen der beiden Länder sind nur 145km voneinander entfernt. Der Weg über Land führt durch Saudi-Arabien und war mir aufgrund der sehr strengen Visaregelungen des Königreichs nicht möglich. Eine Brücke (Qatar-Bahrain Friendship Bridge) wird die beiden Länder zukünftig miteinander verbinden. Die Bauarbeiten sollen noch dieses Jahr beginnen und bis 2015 abgeschlossen sein.

Am Flughafen von Doha angekommen lief ich wie in Bahrain gleich zum Sixt-Schalter um meinen Mietwagen abzuholen. Diesmal lies ich es krachen und erhielt einen Skoda Superb, der nicht allzu teuer war. Habe schnell mein Handy an der Windschutzscheibe befestigt, die Navigationssoftware eingeschaltet und schon ging es zum Hotel.


Mein Mietwagen, mit welchem ich am nächsten morgen um 5 Uhr früh zur Landeserkundung aufbrach. Laut Wettervorhersage sollte es 48 Grad heiß werden und ich konnte die aktuelle Temperatur am Thermometer im Auto mitverfolgen. Bei Abfahrt betrug sie 36 Grad. Um 10 Uhr vormittags waren es bereits 45 Grad. Und um ziemlich genau 12 Uhr mittags zeigte das Thermometer 48 Grad an. Diese Hitze war ungewöhnlich. Mitte Mai ist es in Katar normalerweise “nur” knapp 40 Grad heiß.


Die Landschaft in Katar ist wie in Bahrain sehr eintönig. Hier ein Foto der flachen Felswüste.


Und so sah es ca. 20km weiter aus.


Die Auffahrt zur Autobahn mit Kamelverbot.


Pilzförmiger Felsen in der Nähe von Bir Zekreet an der Westküste.


Zu diesem Zeitpunkt war es bereits über 45 Grad heiß. Das ist richtig heiß. Fühlt sich an, wie wenn man nach dem Händewaschen einen Heißlufttrockner verwendet und die Hände nicht wegzieht, nachdem das ganze Wasser verdunstet ist.


Auch in Katar kapitulierte ich am Ende vor der Hitze und fuhr zu einem großen Einkaufszentrum…


…mit einem sehr schönen Supermarkt.


In Doha entstanden und entstehen zur Zeit viele architektonisch interessante Hochhäuser.


Die Corniche, an welcher ich am späten Nachmittag umherlief und sogar einige Jogger beobachtete.


Der Souq Waqif mit vielen Geschäften und Restaurants.

Und schon ging es zurück zum Flughafen. Ich gab dort mein Auto ab, checkte ein und war bereit für meinen nächsten Flug mit British Airways nach London.

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Kaukasus, Iran und die Arabische Halbinsel

April 21st, 2011 — 12:00am

Mal wieder liegt eine sehr schöne Reise hinter mir. Mein Ziel war der Iran. Seit ich vor vielen Jahren Fotos der Stadt Isfahan in einer Zeitschrift gesehen habe, wollte ich dieses Land besuchen. Da ich 3 Wochen Zeit hatte, konnte ich mir aber auch einige weitere Länder in dieser Weltgegend ansehen.

Ich flog zunächst in die georgische Hauptstadt Tiflis. Von dort ging es nach Yerevan in Armenien und dann weiter in den Iran. Dort reiste ich von Tabriz im Nordwesten in südliche Richtung bis nach Shiraz. Von dort flog ich nach Bahrain und dann weiter nach Katar auf der arabische Halbinsel. Schließlich ging es über London zurück nach München.

Diese Art zu Reisen ist herausfordernd. So wusste ich zum Beispiel nicht, ob ich ein iransiches Visum erhalten werde. Ich buchte daher einen Lufthansa Flug von München nach Tiflis und einen Rückflug von Sofia nach München. So hatte ich eine Alternative zum Iran. Ich hätte von Georgien über die Türkei nach Bulgarien reisen können. Da ich das Visum für den Iran erhielt, liess ich den Rückflug verfallen (Hin- und Rückflug waren deutlich günstiger als nur ein Oneway Flug nach Georgien).
Dann wurde auch noch mein Direktflug von Shiraz nach Bahrain storniert. Aufgrund politischer Spannungen zwischen dem Iran und Bahrain setzte Gulf Air alle Flugverbindungen zwischen den beiden Ländern aus. Ich musste daher mit Air Arabia zunächst nach Sharjah in den Vereinigten Arabischen Emiraten fliegen und von dort weiter nach Bahrain.
Am Ende klappte aber alles, solche Kleinigkeiten machen das Reiseleben spannender.

Zusammenfassend hat mich die Reise begeistert. Georgien und Armenien boten unerwartet viele Sehenswürdigkeiten. Der Iran war wie erwartet fantastisch. Bahrain und Katar haben nur wenige Sehenswürdigkeiten aber aufgrund einer Hitzewelle war der Aufenthalt dort dennoch ein Erlebnis. Und London ist eine herrliche Stadt. Ein Besuch macht Spaß, auch wenn ich dieses mal nur wenige Stunden Zeit hatte.

In den nächsten Wochen gibt es hier nähere Informationen zu dieser Reise. Ich brauche aber noch etwas Zeit, da ich sehr viele Fotos gemacht habe und diese selber erst durchsehen muss.

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