May 8th, 2011 — 12:00am
Nach Shiraz fuhr ich wieder mit einem großen und komfortablen Bus mit einigen lustigen Beschriftungen.



Am ersten Tag in Shiraz fand ein Fest statt. Draußen gab es Umzüge und die Geschäfte und Sehenswürdigkeiten waren größtenteils geschlossen. Hier die Karim Khan Festung im Stadtzentrum.




Am Nachmittag mietete ich dann für mehrere Stunden ein Taxi in meinem Hotel und fuhr zur Persepolis. Den Weg dorthin unterbrachen wir in Naqsh-E Rostam, wo sich mehrere Königsgräber und alte Felsenreliefs befinden.



Kurz darauf hielten wir in Naqsh-E Rajab. Auch hier gibt es nochmals einige Felsenreliefs.

Das eigentliche Highlight der halbtägien Tour war aber die Persepolis. Auf einem ziemlich großen Areal wurde eine alte Stadt ausgegraben und kann besichtigt werden. Auch hier gibt es viele Reliefs entlang von Mauern und Treppen. Viele Säulen, Bögen und Tore.

Ich wartete zunächst, bis die Sonne etwas tiefer stand, lief dort dann überall herum und machte viele Fotos.







Am nächsten Morgen besichtigte ich wieder das Stadtzentrum und besuchte mehrere Moscheen. Von diesen gefiel mir die Nasir-al-Molk Moschee aufgrund der sehr schönen Farben am meisten.












Am Nachmittag lief ich dann noch etwas im Bazaar umher. Besonders interessant fand ich den Bereich mit Stoffen und Kleidern, die alle sehr farbenfroh waren und häufig metallisch schillerten. Iranische Frauen tragen sowas vermutlich nur im privaten Rahmen.



Ein Verkaufsstand mit unterschiedlichsten Gewürzen.



Und das wars schon. Der Iran ist fantastisch. Sehr nette Menschen. Sehr viel zu sehen. Aber es war Zeit, weiterzufliegen. Mit Air Arabia flog ich nach Sharjah. Dort gönnte ich mir am Flughafen nach dem absolut trockenen Iran ein Bier und flog kurz darauf weiter nach Manama in Bahrain.
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May 5th, 2011 — 12:00am
Nächstes Ziel meiner Reise war Yazd. Der Besuch dieser Stadt war eine spontane Idee, da ich merkte, dass ich schnell unterwegs bin und daher überschüssige Zeit habe. Da ich bereits über Yazd im Reiseführer gelesen und im Fernsehen eine Reportage gesehen hatte, fiel mir die Entscheidung sehr leicht.

In Yazd angekommen suchte ich zunächst ziemlich lange nach einem Hotelzimmer. Die Unterkünfte fand ich alle überteuert und erst nach einiger Zeit entdeckte ich ein kleines Hotel in der Altstadt, welches günstige, einfache, und dennoch sehr schöne Zimmer besaß.

Amir Chakhmagh, ein interessantes Gebäude in der Nähe meines Hotels.

Der eigentliche Grund, Yazd zu besuchen, ist die aus Lehm errichtete Altstadt. Hier kann man stundenlang enge Gassen entlanglaufen, die beidseitig von hohen Lehmmauern gesäumt werden. Und überall sind alte Windtürme aus Lehm zu sehen. Manche von ihnen sind sehr einfach gebaut, andere ziemlich groß und aufwendig verziert.
Die Funktion von Windtürmen ist es, den Wohnbereich von Gebäuden abzukühlen. Frische Luft weht über dem Gebäude und wird durch den Windturm in das Gebäudeinnere gelenkt. Dafür wird warme Luft aus dem Inneren durch den Windturm wieder nach draußen gedrückt. Eine einfache Form der Klimaanlage also, die ich schon in zahlreichen arabischen Ländern gesehen habe.

Hier noch viele weitere Eindrücke von meiner Stadterkundung.
















Einzig schwierig war es, Yazd wieder zu verlassen. Ich fuhr schon am morgen zum Busbahnhof und hoffte, zeitnah einen Bus nach Shiraz zu finden. Dieser fuhr jedoch erst 5h später ab. Also nochmals zurück in das Stadtzentrum, ein Falafelsandwich gegessen, bisschen durch die Altstadt gelaufen, noch ein Falafelsandwich gegessen, dann wieder zurück zum Busbahnhof und weiter ging es nach Shiraz, meinem letzten Reiseziel im Iran.
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May 3rd, 2011 — 12:00am
Am zweiten Tag in Isfahan lief ich von morgens bis abends in der Stadt herum und sah mir weitere Sehenswürdigkeiten an.

Hier einige Bilder aus der riesigen Jameh Moschee, die nördlich des Immam Squares liegt.





Der Hasht Behesht Palast, welcher in einem sehr schönen Garten liegt.


Der Chehel Sotoun Palast,…

…der sich durch die aufwendigen Wand- und Deckenmalereien im Inneren auszeichnet.




Isfahan ist weiterhin bekannt für seine vielen Brücken über den Zayandeh Fluß. Der Fluß war während meines Aufenthalts fast vollständig ausgetrocknet, die Brücken sah ich mir trotzdem an. Hier die Sio Seh Brücke, welche aus 33 Bögen besteht.


Die Khaju Brücke liegt östlich von der Sio Seh Brücke und ist mit bemalten Kacheln verziert.




Iran ist einfach und schnell mit dem Bus erkundbar. Die Straßen sind gut ausgebaut und regelmäßig verbinden große moderne Reisebusse die wichtigsten Städte miteinander. Interessant fand ich, dass mindestens jeder dritte Bus auf den Busbahnhöfen von Mercedes ist. Diese Busse sehen aus wie Modelle aus den 1960er Jahren und werden heute noch immer unter Lizenz im Iran angefertigt.

Diese Busse sind wesentlich günstiger und auch langsamer als die modernen Busse von Hyundai und Volvo.

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May 2nd, 2011 — 12:00am
Nach zwei Tagen Aufenthalt in Teheran ging es mit dem Bus weiter nach Isfahan. Die Fahrt dauerte ungefähr 6h und wir machten einen Zwischenstopp in Qom, dem religiösen Zentrum des Irans. Qom hat einige Sehenswürdigkeiten. Ich bin aber gleich weitergefahren und habe mir die Stadt nicht angesehen.

Orte wie Isfahan sind der Grund, warum ich reise. Ich verließ morgens um 08:00 Uhr mein Hotel und stand 10 Minuten später am Imam Square. Die Ausmaße dieses Platzes sind beeindruckend und belaufen sich auf 508 mal 160 Meter. Er wird damit nur vom Platz des Himmlischen Friedens (Tian an Men) in Peking übertroffen. Zu großen Teilen begrünt und mit bunten Blumen bepflanzt ist er umgeben von niedrigen Gebäuden und Korridoren, in welchen Waren angeboten werden. Am nördlichen Ende beginnt der Bazaar von Isfahan. Im Westen grenzt der Ali Qapu Palast an den Platz, im Osten die Sheikh Lotfollah Moschee und im Süden die Imam Moschee. Die beiden Moscheen und der Palast sind die beeindruckendsten islamischen Gebäuden, die ich je gesehen habe.


Die Imam Moschee wird durch ein sehr hohes Portal, umgeben von zwei Minaretten betreten. Im Inneren befinden sich mehrere Hallen, sowie eine enorme Kuppel, die von weiteren Minaretten umsäumt ist.










Als nächstes besichtigte ich den Ali Qapu Palast. Das Gebäude besteht aus sieben Stockwerken und bietet oben eine gute Aussicht auf Isfahan. Das Highlight ist jedoch das sogenannte “Musikzimmer”. An den Wänden und der Decke dieses Zimmers wurde eine zweite Mauer angebracht, in welche die Umrisse unterschiedlichster Gefäße geschnitten wurden. Dadurch erhielt das Zimmer eine sehr gute Akkustik.









Die Sheikh Lotfollah Moschee schließlich besitzt eine sowohl Außen als auch Innen wunderschön verzierte Kuppel.




Im Inneren fielen mir der Detailreichtum der Mosaike…




…und die wunderschöne arabische Kaligraphie auf.


Kleine Geschäfte entlang des Immam Squares


Sohan ist eine iranische Spezialität, die insbesondere in Isfahan hergestellt wird und extrem süß ist.

Speiseangebot eines einfachen Straßenimbisses, welcher Falafel-Sandwiches verkaufte und in welchem ich daher ein häufiger Gast war.
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April 30th, 2011 — 12:00am
Nachdem ich in Teheran ein Hotel gefunden hatte, machte ich mich zu allererst auf den Weg zum Golestanpalast.

Dieser Palast wurde ursprünglich von der persischen Herrscherfamilie genutzt, beherbergt aber heute ein Museum.

Gut gefallen haben mir hier und auch im weiteren Verlauf der Iranreise die häufig Innen und Außen knallbunt verzierten Gebäude. Im Folgenden ein paar Innen- und Außenansichten des Golestanpalasts, der auf jeden Fall einen Besuch wert ist.








Iranische Flagge

In meinen Augen ein weiteres Highlight auf dem Besichtigungsprogramm ist die ehemalige Botschaft der USA. Die Mauer um das Botschaftsgrundstück herum wurde mit anti-amerikanischen Bildern bemalt. Hier das Kapitol, über welchem eine israelische Flagge weht mit einer finster blickenden Freiheitsstatue.



Am späten Nachmittag bin ich nach Darband, einem der nördlichen Vororte von Teheran gefahren. Je weiter man in Richtung Norden gelangt, desto nobler werden die Geschäfte, Gebäude, Wohnhäuser und Autos. Darband schließlich liegt bereits am Fuß des Elburs-Gebirges und ist ein beliebtes Ausflugsziel für alle Teheraner. Nachmittags werden Essensstände aufgebaut…

…und mit Hilfe eines Sessellifts ist es möglich, etwas höher in das Gebirge zu gelangen, von wo aus man eine schöne Aussicht auf die Großstadt genießen kann.

Auch im gigantischen Bazaar bin ich etwas herumgeschlendert. Hier mehrere Teppichverkäufer.

Moschee irgendwo im Gewirr des Bazaars
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April 28th, 2011 — 12:00am
Die Grenze zwischen Armenien und dem Iran verläuft entlang des Flusses Aras. Ich lief zunächst entlang des Aras, der auf der armenischen Seite durch einen Stacheldrahtzaun gesichert ist, bis zum armenischen Grenzgebäude. Nachdem die Beamten mich ausstempelten, konnte ich über eine Brücke zu Fuß über den Fluss auf die iranische Seite wechseln. Entlang der Strecke leben einige Hunde die mir entweder freundlich mit dem Schwanz zuwedelten oder mich anbellten. Auf der iranischen Seite verlief die Grenzkontrolle innerhalb von 10 Minuten und kurz darauf saß ich schon im Taxi in Richtung Jolfa, der nächstgrößeren Stadt.
Die Landschaft entlang der Strecke ist spektakulär. Auf der iranischen Seite der Grenze ragen sehr steile Berge empor, die von der Sonne bestrahlt wurden und deren Gipfel aufgrund einer Wolkendecke nicht zu sehen waren.
Nach kurzer Zeit liegt dann auf der gegenüberliegenden Seite auch nicht mehr Armenien, sondern das benachbarte Aserbaidschan, bzw. die zu Aserbaidschan gehörende Exklave Nachitschewan.

Nach einer Stunde Fahrzeit kam ich in Jolfa an und konnte in ein Sammeltaxi wechseln, welches nach Tabriz fuhr. Ich bekam den Beifahrersitz zugewiesen und hatte daher eine angenehme Fahrt. Auf dem Rücksitz fuhren 3 Mitreisende, die etwas mehr zusammenrutschen mussten. Der Fahrer bewunderte ununterbrochen meine weiße Haut und brachte mir ein paar Brocken Persisch bei, so dass ich dann immerhin schon nach dem Preis erkundigen und mich bedanken konnte.

Nach weiteren eineinhalb Stunden Fahrzeit kam ich in Tabriz an und quartierte mich in einem kleinen Hostel an der Imam Khomeini Straße ein.
Tabriz ist eine eher unspektakuläre Großstadt mit viel Straßenverkehr und wenigen Sehenswürdigkeiten. Erwähnenswert ist, dass in dieser Region des Irans, d.h. im Nordwesten, Türkisch gesprochen wird. Im Folgenden einige der Eindrücke, die ich in Tabriz gewonnen hatte.

Die blaue Moschee liegt im Stadtzentrum. Sie wurde 1779 größtenteils durch ein Erdbeben zerstört und anschließend neu aufgebaut.

Der Bazaar liegt ebenfalls im Stadtzentrum und erstreckt sich über ein ziemlich großes Areal.


Am folgenden Tag ging es Abends um 18:20 Uhr mit dem Nachtzug nach Teheran. Ich hatte einen Platz in einem Viererabteil, welches ich mir mit 3 älteren Iranern teilte. Wir boten uns gegenseitig das mitgebrachte Essen an. Ich konnte bei gesalzenen Mandeln, Orangen, Gurken, Bananen, Keksen und Tee zugreifen und selber Cashewnüsse beisteuern.

Zum Service gehört auch ein Snack, Getränke, sowie eine aktuelle Zeitung, die ich leider nicht lesen konnte. Morgens um 07:00 kam ich einigermaßen ausgeschlafen in Teheran an.
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April 21st, 2011 — 12:00am
Mal wieder liegt eine sehr schöne Reise hinter mir. Mein Ziel war der Iran. Seit ich vor vielen Jahren Fotos der Stadt Isfahan in einer Zeitschrift gesehen habe, wollte ich dieses Land besuchen. Da ich 3 Wochen Zeit hatte, konnte ich mir aber auch einige weitere Länder in dieser Weltgegend ansehen.
Ich flog zunächst in die georgische Hauptstadt Tiflis. Von dort ging es nach Yerevan in Armenien und dann weiter in den Iran. Dort reiste ich von Tabriz im Nordwesten in südliche Richtung bis nach Shiraz. Von dort flog ich nach Bahrain und dann weiter nach Katar auf der arabische Halbinsel. Schließlich ging es über London zurück nach München.
Diese Art zu Reisen ist herausfordernd. So wusste ich zum Beispiel nicht, ob ich ein iransiches Visum erhalten werde. Ich buchte daher einen Lufthansa Flug von München nach Tiflis und einen Rückflug von Sofia nach München. So hatte ich eine Alternative zum Iran. Ich hätte von Georgien über die Türkei nach Bulgarien reisen können. Da ich das Visum für den Iran erhielt, liess ich den Rückflug verfallen (Hin- und Rückflug waren deutlich günstiger als nur ein Oneway Flug nach Georgien).
Dann wurde auch noch mein Direktflug von Shiraz nach Bahrain storniert. Aufgrund politischer Spannungen zwischen dem Iran und Bahrain setzte Gulf Air alle Flugverbindungen zwischen den beiden Ländern aus. Ich musste daher mit Air Arabia zunächst nach Sharjah in den Vereinigten Arabischen Emiraten fliegen und von dort weiter nach Bahrain.
Am Ende klappte aber alles, solche Kleinigkeiten machen das Reiseleben spannender.
Zusammenfassend hat mich die Reise begeistert. Georgien und Armenien boten unerwartet viele Sehenswürdigkeiten. Der Iran war wie erwartet fantastisch. Bahrain und Katar haben nur wenige Sehenswürdigkeiten aber aufgrund einer Hitzewelle war der Aufenthalt dort dennoch ein Erlebnis. Und London ist eine herrliche Stadt. Ein Besuch macht Spaß, auch wenn ich dieses mal nur wenige Stunden Zeit hatte.
In den nächsten Wochen gibt es hier nähere Informationen zu dieser Reise. Ich brauche aber noch etwas Zeit, da ich sehr viele Fotos gemacht habe und diese selber erst durchsehen muss.
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