Category: Indien


Der Weg nach Bangladesch

January 13th, 2011 — 12:00am

Ich fuhr zunächst mit einem Zug von Kolkata nach Bangaon, welches in der Nähe der Grenze zu Bangladesch liegt. Der Zug bestand nur aus 3. Klasse-Waggons. Er war aber nicht überfüllt, so dass die Fahrt ganz angenehm war.


Über Bangaon konnte ich im Internet so gut wie keine Informationen finden. So sagte ich einem der am Bahnhof wartenden Rikschafahrer einfach “Hotel”, setzte mich im Schneidersitz auf die Ladefläche der Rikscha, zückte meine Kamera und wartete ab, wohin er mich fährt.
Nach ungefähr 10 Minuten hielt er vor einem kleinen Hotel, in welchem ich ein recht schönes Zimmer erhielt.


Bangaon ist ein kleiner, eher ruhiger Ort mit sympathischen Menschen. Die auf diesem Foto zu sehende Straße führt zur Grenze von Bangladesch und wird von alten sehr großen Bäumen gesäumt.


Die Einwohner waren alle ziemlich begeistert, als sie mich sahen. Offenbar bereisen nur wenige Touristen den Landweg zwischen Indien und Bangladesch. Und die wenigsten halten sich für ein paar Stunden in Bangaon auf, bzw. übernachten hier, wie ich es tat.
Und alle wollten, dass ich sie fotografiere, als sie meinen Fotoapparat sahen.


Hier ein typisches einfaches Gericht, so wie ich es in Bangaon und größtenteils auch danach in Bangladesch gegessen habe. Eine Portion Reis, übergossen mit Daal (Linsensuppe). Einen kleinen Teller mit Gemüsecurry und in diesem Fall ein zunächst gekochtes und dann in Fett fritiertes Hühnerei. So ein Gericht kostete zwischen 30 und 60 Cent.

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Kolkata

January 12th, 2011 — 12:00am

Und dann war es auch schon wieder an der Zeit, Nepal zu verlassen. Nach einer Woche sehr intensivem Sightseeings im Kathmandutal steht für mich fest, dass Nepal zum Interessantesten gehört, was ich bisher gesehen habe.

Die aktuelle Liste meiner Favoriten:

  • Die Altstadt von Sanaa im Jemen
  • Die Tempel um Siem Reap in Kambodscha
  • Bagan in Myanmar
  • Borobodur und Prambanan in Indonesien
  • Und nun zusätzlich die Sehenswürdigkeiten im Kathmandutal

Ich flog mit Air India aus Kathmandu zurück nach Kolkata in Indien. Am Flughafen von Kathmandu plauderte ich noch etwas mit einem Lehrer aus Kolkata. Dieser schimpfte über die Namensänderungen indischer Großstädte in den letzten Jahren. So wurde 1995 aus Bombay Mumbai, 1996 aus Madras Chennai, 2001 aus Calcutta Kolkata und 2006 schließlich wurde Bangalore in Bengaluru umbenannt.
Ihm zufolge wollen indische Politiker mit den Umbenennungen den Anschein von Arbeit erwecken. Statt solcher belangloser Aktionen sollten sie lieber versuchen, die Lebenssituation der armen Bevölkerung zu verbessern.


Am ersten Tag in Kolkata besuchte ich zunächst die Howrah Bridge, die den Hooghly Fluß überspannt und ein Wahrzeichen der Stadt ist. Ich überquerte sie zweimal zu Fuß.


In der Nähe dieser Brücke am Flußufer liegt der Flower Market, an welchem dutzende von Händlern unterschiedlichste Arten von Blumen verkaufen.


Die Blüten sind häufig bereits zu langen Ketten aufgereiht.


Verkäufer von Farbpulver in der Nähe des Kalighat Tempels.


Am zweiten Tag in Kolkata beobachtete ich zunächst die zahlreichen Rikscha-Wallahs bei ihrer Arbeit. Kolkata ist meines Wissens nach die einzige Stadt weltweit, in welcher diese von Hand gezogenenen Rikschas genutzt werden. Die Rikscha-Wallahs kommen dabei auf eine beachtliche Geschwindigkeit und schlengeln sich mit ihren Rikschas durch den Straßenverkehr.


Das Victoria Memorial wurde zu Ehren von Königin Victoria erbaut und dient heute als Museum und Touristenattraktion.


Hammer und Sichel auf einem Infoschild der Taxigewerkschaft von Kolkata.


Hinweis vor meinem Hotel: Wer sein Motorrad hier unberechtigt abstellt bekommt platte Reifen.

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Neujahr in Delhi

January 1st, 2011 — 12:00am

Die Planung meiner Reise nach Indien, Nepal und Bangladesch begann mit einer Herausforderung. Als Reaktion auf die Anschläge von Mumbai im Jahr 2008 veränderte Indien seine Einreisebestimmungen. Unter anderem ist nach einem Besuch Indiens eine erneute Einreise frühestens nach zwei Monaten wieder möglich. Mein ursprünglicher Plan war es, nach Delhi zu fliegen und von dort 21 Stunden später nach Nepal weiterzureisen. Da ich anschließend über Indien nach Bangladesch gelangen wollte und keine zwei Monate in Nepal verbringen konnte, plante ich bereits, die Neujahrsnacht am Indira Gandhi Flughafen von Delhi zu verbringen. Die Seite Sleeping in Airports gibt hervorragende Auskunft, welche Flughäfen gut zum Übernachten geeignet sind.
Während der Beantragung meines indischen Visums in München erwähnte ich, dass ich innerhalb von 10 Tagen erneut aus Nepal nach Indien einreisen möchte und erhielt schließlich ein Visum mit dem Aufdruck “Gap of two months not required”, welcher mir genau dieses ermöglichte.

Nun aber zur Reise. Sie führte mich in die beiden südasiatischen Länder Nepal und Bangladesch, die ich bisher nur aus dem Fernsehen und aus Reiseberichten kannte. Indien diente primär zum Transit, wobei ich auch dort einiges Interessante sah und erlebte. Vor drei Jahren war ich dort und beschloss, nicht mehr zurückzukehren. Indien ist ein Land, welches verdaut werden muss. Es ist anstrengend, ermüdend und eine derart intensive Reiseerfahrung, dass ich damals nach meinem Urlaub zunächst Abstand benötigte. Unbestreitbar ist das Land aber auch faszinierend. Die Kultur, das Essen, die Menschen und die Fortbewegungsmittel, das absolute und unbeschreiblichste Chaos machen dieses Land zu einem herausfordernden und lohnenswerten Reiseland und ich probierte es nach drei Jahren nochmals aus. Wollte nochmals sehen, wie es sich anfühlt, nachdem so viel Zeit vergangen ist.

Und dann war ich wieder mittendrin. Um 16:00 kam ich in Pahar Ganj im Zentrum Delhis an, wo sich mein 10€-Hotel befand. Kühe, die auf der Straße liegen. Ein Elefant, der an meinem Hotel vorbeiläuft. Gerüche indischer Gewürze. Alle zwei Meter ein Händler, der mir zuruft und Socken, Unterhosen, Schlafsäcke, Uhren oder Schmuck verkauft. Alle 10 Meter zischt mir ein Inder “Wanna smoke?” zu. Tuktuks, die laut knatternd durch die engen überfüllten Straßen flitzen. Abends überall kleine Feuer, an denen sich die Einwohner Delhis die Hände wärmen. All das und viel mehr ist Indien.

Ich ging nur noch zu Abendessen und dann ins Bett. Silvester verschlief ich, da ich nach meinem Nachtflug sehr müde war. Am nächsten Tag beschloss ich, dieses mal nicht mit Taxis, Motorrad- oder Fahrradrikschas herumzufahren sondern mich näher mit der U-Bahn Delhis auseinanderzusetzen. Dies stellte sich als Glücksfall heraus. Die Züge verkehren in kurzen Abständen, sind modern, sauber und gegenüber den häufig verstopften Straßen eine sehr schnelle Möglichkeit der Fortbewegung. Einzelne Wagen sind den Frauen vorbehalten und ein Verbotsschild an den Stationen weist darauf hin, dass das Fahren auf dem Dach der Bahnwagen verboten ist und mit 50 Rupien geahndet wird.


Vormittags fuhr ich also in Richtung Süden, zum Qutab Minar. Mit 72,5 Metern ist dies das höchste, aus Ziegelsteinen erbaute Minarett. Es steht in einem Park, in welchem ich mehrere Stunden bei gutem Wetter herumlief, Papageien und Streifenhörnchen beobachtete und etwas in der Sonne döste.


Anschließend fuhr ich mit der Bahn weiter in südliche Richtung bis zur Haltestelle M.G. Road, die ungefähr 20km südlich vom Zentrum Delhis liegt. Dort aß ich in der MGF Metropolitan Mall zu Mittag und schaute mir anschließend im Kino “The Tourist” an. Zuvor musste ich den Akku meines Fotoapparats abgeben. Offenbar machten sich die Sicherheitsleute Sorgen, dass ich den Film mit meiner Kamera aufnehme und als Raubkopie verbreite. Die Werbeeinblendung fand übrigens in der Mitte des Films statt. Die Leinwand wurde plötzlich dunkel und ich dachte bereits, dass der Filmprojektor ausgefallen ist. Als daraufhin alle Zuschauer ruhig sitzen blieben, ihre Handys herauszogen und SMS-Nachrichten tippten blieb ich sitzen und 5 Minuten später ging es wieder weiter.

Ich habe diesen Tag sehr genossen und ganz neue, sehr schöne Seiten von Delhi kennengelernt. Sobald man sich von den ausgetretenen Touristenpfaden entfernt, wird Indien angenehmer.

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Kühe

December 10th, 2007 — 12:00am

Damit es hier nicht langweilig wird, einige weitere Fotos von indischen Kühen. Welches Foto passt nicht zu den anderen?

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Udaipur

December 9th, 2007 — 12:00am

Gestern bin ich nach einer achtstündigen Busfahrt in Udaipur angekommen. Udaipur wirkt von den bisher besuchten Städten am ruhigsten. Viele kleine Geschäfte mit Kunsthandwerk sind vorhanden und es gibt einen See um welchen kleine Hotels mit Dachterassen und Dachrestaurants stehen. Die erste Stadt auf meinem Weg, in der man entspannt und in Ruhe Banana Pancakes mit Seeblick auf einer der Dachteressen genießen kann.


Sadhus an der Treppe zu einem Tempel. Laut http://de.wikipedia.org/wiki/Sadhu hält ein indischer Sadhu den Rekord im ununterbrochenen Stehen (17 Jahre) und ein anderer den Rekord im ununterbrochenen Hochhalten eines Arms (25 Jahre).

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Kühe in Indien

December 4th, 2007 — 12:00am

Kühe sind in Indien heilig, deshalb gibt es hier weder Hamburger aus Rindfleisch, noch Produkte aus Rindsleder. Sie laufen in allen Farben und Größen mitten durch die Großstädte. Auch nehmen sie am Straßenverkehr teil indem sie Neben- und Hauptstraßen entlanglaufen oder sich mitten auf den Straßen und Straßenkreuzungen hinlegen und ausruhen.

Heute geht es mit dem Zug weiter nach Bikaner.

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Jaipur

December 3rd, 2007 — 12:00am

Nach einer fünfstündigen Fahrt gelangt man von Neu Delhi nach Jaipur. Jaipur wird auch als Pink City bezeichnet, da alle Gebäude der Innenstadt mit der selben rotbraunen Farbe gestrichen sind.


Einige Fotos Fotos aus dem Stadtpalast von Jaipur.


Dieser Mann, vielleicht ein Pilger, saß in der Nähe des Tempels des Sonnengotts.

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Neu Delhi

November 30th, 2007 — 12:00am

Neu Delhi ist, wie auch andere indische Großstädte, chaotisch, laut und deshalb sehr anstrengend.


Altes Holztor mit Durchgangstür am Humayun Mausoleum.


Die Jami Masjid Moschee in der Altstadt von Neu Delhi.


Im Inneren der Jami Masjid.


Junge am Eingang der Jami Masjid.

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Agra

November 29th, 2007 — 12:00am

Agra kann als sehr langer Tagesausflug von Neu Delhi aus besichtigt werden. Die Fahrt dorthin dauert mit dem Schnellzug ca. 2 Stunden, anschließend kann dort ein Taxi für den ganzen Tag gemietet werden.


Fatehpur Sikri liegt ca. 40km von Agra Entfernt und war von 1571 bis 1585 Hauptstadt Indiens


Das Taj Mahal, ein beeindruckendes Mausoleum und eines der Wahrzeichen Indiens.

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Reiseroute durch die Vereinigten Arabischen Emirate und Indien

October 1st, 2007 — 12:00am

Zunächst bleibe ich drei Tage in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Anschließend klappere ich in Nordindien die bekanntesten Sehenswürdigkeiten ab. Die Reiseroute geht von Neu Delhi über Jaipur, Bikaner, Jaisalmer und Jodhpur nach Udaipur. Anschließend fahre ich nach Ahmedabad, von wo aus ich zurück fliege.

Die zeitliche Planung hierzu:

25.11.2007 Vereinigte Arabische Emirate
26.11.2007 Vereinigte Arabische Emirate
27.11.2007 Vereinigte Arabische Emirate
28.11.2007 Ankunft in Delhi
29.11.2007 Tagesausflug nach Agra
30.11.2007 Delhi
01.12.2007 Fahrt nach Jaipur
02.12.2007 Jaipur
03.12.2007 Jaipur
04.12.2007 Fahrt nach Bikaner
05.12.2007 Fahrt nach Jaisalmer
06.12.2007 Jaisalmer
07.12.2007 Jaisalmer
08.12.2007 Fahrt nach Jodphur
09.12.2007 Jodhpur
10.12.2007 Fahrt nach Udaipur
11.12.2007 Udaipur
12.12.2007 Udaipur
13.12.2007 Fahrt nach Ahmedabad
14.12.2007 Ahmedabad
15.12.2007 In der Nacht Flug nach Dubai, halber Tag in Dubai, anschließend Rückflug nach München

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