Damascus

Der Hummus des Vorabends in Palmyra muss schlecht gewesen sein, was ich am nächsten Morgen und insbesondere während der Busfahrt von Palmyra nach Damascus zu spüren bekam.

Der Bus war sehr schön, ich hatte 2 Euro zusätzlich investiert für eines der besseren VIP-Fahrzeuge. Die Sessel waren mit Leder bezogen und es gab nur 3 Sitze in einer Reihe, so dass ziemlich viel Platz vorhanden war. Die Toilette an Bord war jedoch defekt, so dass der Bus aufgrund meiner Verdauungsprobleme anhalten musste. Mitten in der flachen Wüstenlandschaft suchte ich verzweifelt nach etwas Sichtschutz und verkroch mich schließlich hinter einem nicht besonders hohen Felsen, um ein paar der Bakterien wieder loszuwerden.


Als ich dann ca. 2 Stunden später in Damascus ankam, checkte ich im ersten Hotel ein, das ich sah. Das Zimmer war durchaus interessant. Ich habe schon ein paar mal in fensterlosen Hotelzimmern übernachtet…


…aber hinter dem Vorhang dieses Zimmers befand sich ein Fenster, welches geöffnet den Blick in den Fahrstuhlschacht freigab.
So lag ich am ersten Tag im Bett, ruhte mich aus und sah entweder Fern oder beobachtete den Fahrstuhl bei seinem ewigen Auf und Ab.


Die Altstadt von Damascus ist ziemlich groß und wird von einer alten Stadtmauer umschlossen. Typisches Bauelement sind die hier zu sehenden Erker, die meist durch Holzbalken gestützt werden.


Auch der Souq unterscheidet sich sehr stark vom Souq in Aleppo. Er besteht aus zweistöckigen Gebäuden – unten die Geschäfte – oben die Warenlager. Das hohe Dach wurde 1925 von Franzosen während der Niederschlagung eines Aufstands durchlöchert. Heute tritt Licht durch diese Einschusslöcher und am Tage erinnert die Überdeckung an einen Sternenhimmel.


Nach meiner schlechten Erfahrung mit Hummus konnte ich diesen nicht mehr sehen und ersetzte ihn auf meinem Speiseplan durch Pistazien, Cashewnüsse und syrische Süßigkeiten.
Letztere gibt es überall in abwechslungsreicher Fülle zu kaufen. Ihre Süße war grenzwertig aber für meinen Geschmack noch erträglich. Die Hauptzutaten sind wohl Honig, Zucker und unterschiedlichste Nussarten.


Am Freitag vor dem Mittagsgebet besuchte ich die Umayyad Moschee. Schon vor ihren Eingängen befanden sich dichte Menschenmengen. Die Gläubigen klatschten, sangen und bereiteten sich auf das Gebet vor.


Und hier das Innere der Umayyad Moschee. Der Grund für mich, in diese Weltgegend zu fliegen. Sie ist eine künstlerische Meisterleistung und in meinen Augen in ihrer Schönheit von anderen Moscheen unübertroffen.


Insbesondere die großflächig durch Mosaiks geschmückten Wände zeugen vom hohen Aufwand, den ihr Bau verursachte.


Im Inneren der Moschee schließlich hielt ich mich bis kurz vor dem Beginn des Freitagsgebets auf. Die Gebetshalle füllte sich langsam mit Gläubigen. Frauen, Männer, junge und alte Menschen.


Hier schließich noch einige weitere Eindrücke aus der Altstadt. Manche der Gebäude sind sehr schief und ich war überrascht, dass die Schwerkraft sie noch nicht besiegt hat.


Andere Gebäude wiederum wurden aufwändig restauriert und beherbergen jetzt Geschäfte oder auch teuere Hotels.

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