Von Kurdistan nach Diyarbakir

Einen Teil des Rückwegs nach Istanbul legte ich auf dem Boden zurück. Der Abschnitt auf der irakischen Seite verläuft vollständig im kurdischen Gebiet und ist somit sehr sicher.


Zunächst fuhr ich mit einem Sammeltaxi an die irakisch-türkische Grenze. Anschließend überquerten wir mit einem weiteren Taxi die Grenze und fuhren bis nach Cicre im Süden der Türkei. Ich brach etwa um 06:15 Uhr morgens in Erbil auf und kam erst am Nachmittag um 16:00 Uhr in Cicre an. Alleine auf der türkischen Seite der Grenze mussten wir ungefähr 4 Stunden warten, da dort sehr eifrig (aber erfolglos) nach geschmuggelten Zigaretten gesucht wurde.


Da ich keine günstige Gelegenheit zur Weiterfahrt mehr fand, übernachtete ich einmal in Cicre. Am nächsten Morgen machte ich mich zu Fuß auf den Weg zum Busbahnhof. Die Luft war voll von rötlichem Staub (oder Sand).

Die Fahrt mit dem Bus von Cicre nach Diyarbakir dauerte etwa vier Stunden und war sehr kurzweilig. Neben mir saß ein junger Kurde, der in Siloppi als Grundschullehrer arbeitet. Ich fragte ihn nach seiner Sicht zu vielen für mich interessanten Themen (dem Alkoholverbot im Koran, der Situation der Kurden in der Türkei und dem Genozid an den Armeniern).


In Diyarbakir angekommen suchte ich mir ein Hotel und ging nachmittags noch ein wenig zum Sightseeing. Insbesondere sah ich mir die alte Stadtmauer an, die um die gesamte Altstadt herum verläuft.


Es ist sogar möglich, ähnlich wie in Jerusalem über Treppen die Stadtmauer zu besteigen und dann auf ihr über längere Abschnitte herumzulaufen.

Am nächsten Tag flog ich mit Sun Express von Diyarbakir nach Istanbul.

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