Tabriz

Die Grenze zwischen Armenien und dem Iran verläuft entlang des Flusses Aras. Ich lief zunächst entlang des Aras, der auf der armenischen Seite durch einen Stacheldrahtzaun gesichert ist, bis zum armenischen Grenzgebäude. Nachdem die Beamten mich ausstempelten, konnte ich über eine Brücke zu Fuß über den Fluss auf die iranische Seite wechseln. Entlang der Strecke leben einige Hunde die mir entweder freundlich mit dem Schwanz zuwedelten oder mich anbellten. Auf der iranischen Seite verlief die Grenzkontrolle innerhalb von 10 Minuten und kurz darauf saß ich schon im Taxi in Richtung Jolfa, der nächstgrößeren Stadt.

Die Landschaft entlang der Strecke ist spektakulär. Auf der iranischen Seite der Grenze ragen sehr steile Berge empor, die von der Sonne bestrahlt wurden und deren Gipfel aufgrund einer Wolkendecke nicht zu sehen waren.
Nach kurzer Zeit liegt dann auf der gegenüberliegenden Seite auch nicht mehr Armenien, sondern das benachbarte Aserbaidschan, bzw. die zu Aserbaidschan gehörende Exklave Nachitschewan.


Nach einer Stunde Fahrzeit kam ich in Jolfa an und konnte in ein Sammeltaxi wechseln, welches nach Tabriz fuhr. Ich bekam den Beifahrersitz zugewiesen und hatte daher eine angenehme Fahrt. Auf dem Rücksitz fuhren 3 Mitreisende, die etwas mehr zusammenrutschen mussten. Der Fahrer bewunderte ununterbrochen meine weiße Haut und brachte mir ein paar Brocken Persisch bei, so dass ich dann immerhin schon nach dem Preis erkundigen und mich bedanken konnte.


Nach weiteren eineinhalb Stunden Fahrzeit kam ich in Tabriz an und quartierte mich in einem kleinen Hostel an der Imam Khomeini Straße ein.

Tabriz ist eine eher unspektakuläre Großstadt mit viel Straßenverkehr und wenigen Sehenswürdigkeiten. Erwähnenswert ist, dass in dieser Region des Irans, d.h. im Nordwesten, Türkisch gesprochen wird. Im Folgenden einige der Eindrücke, die ich in Tabriz gewonnen hatte.


Die blaue Moschee liegt im Stadtzentrum. Sie wurde 1779 größtenteils durch ein Erdbeben zerstört und anschließend neu aufgebaut.


Der Bazaar liegt ebenfalls im Stadtzentrum und erstreckt sich über ein ziemlich großes Areal.


Am folgenden Tag ging es Abends um 18:20 Uhr mit dem Nachtzug nach Teheran. Ich hatte einen Platz in einem Viererabteil, welches ich mir mit 3 älteren Iranern teilte. Wir boten uns gegenseitig das mitgebrachte Essen an. Ich konnte bei gesalzenen Mandeln, Orangen, Gurken, Bananen, Keksen und Tee zugreifen und selber Cashewnüsse beisteuern.


Zum Service gehört auch ein Snack, Getränke, sowie eine aktuelle Zeitung, die ich leider nicht lesen konnte. Morgens um 07:00 kam ich einigermaßen ausgeschlafen in Teheran an.

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