Kathmandu – Durbar Square und Umgebung
Am nächsten Tag ging es dann weiter. Die U-Bahn zum Flughafen war kurz vor der Fertigstellung, aber an diesem Tag leider noch nicht in Betrieb. Nach einer mühevollen Taxisuche in Delhi kam ich am Flughafen an, konnte gleich einchecken und mir dann noch etwas den Flughafen ansehen.

Nach Kathmandu flog ich mit Jet Lite, einer Tochter von Jet Airways. Ich hatte mich schon zuvor informiert und hatte einen Fensterplatz auf der linken Seite. Deshalb konnte ich nach einer halben Stunde bis zum Landeanflug in Kathmandu den Gebirgszug des Himalaya im Norden sehen.
Die Einreise/Zollkontrolle verlief schnell und vor dem Flughafengebäude erwartete mich schon ein Taxi, welches mich zu meinem Hotel brachte. Das Hotel Ganesh Himal ist sehr zu empfehlen. Ruhige Lage, 5 Minuten zu Fuß vom Durbar Square entfernt, nettes Personal, gutes Essen und eine riesige Dachterasse.

Nach einer Übernachtung ging ich am nächsten Nachmittag zum Durbar Square. Dieser Platz im Zentrum von Kathmandu ist einer von drei Durbar Squares, die beiden anderen befinden sich in Bhaktapur und Patan. An diesen Orten stehen die alten Königspaläste. Auf ihnen wurden früher Könige gekrönt und heute sind sie sozialer und religiöser Mittelpunkt. Sie weisen eine beeindruckende Ansammlung alter, traditioneller Gebäude, Tempel und Stupas auf.

Insbesonders der hier zu sehende Architekturstil beeindruckte mich. Feinst geschnitzte Holzfenster und Holztüren, die von roten Ziegelsteinen umschlossen sind.

Am Durbar Square wird es nicht langweilig. Man kann hier Stunden verbringen. Die Treppe eines der Tempel hochsteigen, sich hinsetzen und das Leben am Platz beobachten.

Dies ist eine sehr feine Holzschnitzerei einer Göttin.

Ich hatte Sadhus bereits in Indien fotografiert. Ein Sadhu ist ein Asket. Er lebt bescheiden und versucht, durch Meditation den Kreis von Tod und Wiedergeburt zu verlassen, Erleuchtung zu erlangen. Anders die Sadhus, die ich in Kathmandu und später auch in Pashupatinath traf.
Ich lief am Durbar Square entlang. An eine Mauer gelehnt war ein “Sadhu”. Er lächelte, als er mich sah.
Ich ging weiter. Er richtete sich auf, winkte mir zu.
Ich ging weiter. Er rief “Hello!” und grinste.
Ich ging weiter. Er zeigte auf meine Kamera und grinste breiter. “Photo!”.
Alles klar. Ich machte ein paar Fotos, gab ihm Trinkgeld. Er war zufrieden. Ich war zufrieden. Aber ein Sadhu ist er nicht.

Ein kleines Stück weiter wollte auch schon der nächste “Sadhu” fotografiert werden.

Hier nochmals die traditionelle Architektur mit fein geschnitzten Holzfenstern.

Ein buddhistischer Mönch mit ausdruckslosem Gesicht, der auf Spenden wartet.
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