Archive for January 2011


Dhaka

January 19th, 2011 — 12:00am

Von Khulna nach Dhaka fuhr ich mit einem Bus des Transportunternehmens Shohagh. Die Fahrkarte kostete etwa das dreifache der normalen Busfahrkarten. Dafür durfte ich vorne in der “Business Class” Platz nehmen und die breiteren Sitze, sowie den größeren Abstand zwischen den Sitzreihen genießen.

Die letzten drei Tage verbrachte ich also in Dhaka. Mit meinem Hotel dort hatte ich nicht besonders viel Glück. Die Zimmer waren überteuert, schmutzig und die Bettdecke stank, als ob ein Tier in ihr verendet wäre. Die Hotels in Dhaka waren aber ziemlich ausgebucht, so dass ich nur mein Zimmer (und damit die Bettdecke) wechselte, aber im Hotel blieb.


Am ersten Tag fuhr ich zur Schiffsanlagestelle am Buriganga.


Dort ist es möglich, auf Stundenbasis kleine Holzboote zu mieten und ein wenig stromauf- oder stromabwärts zu fahren. Dabei kommt man an den zahlreichen großen Passagierschiffen vorbei und kann das Leben am Flussufer und auf dem Fluss beobachten.


In Dhaka kann man entweder per Taxi, Tuktuk oder auf Fahrradrikschas Strecken zurücklegen. Taxis habe ich jedoch kaum gesehen, Tuktuks wollten mich fast nie mitnehmen (der Grund ist mir nicht bekannt), so dass ich größtenteils mit Fahrradrikschas durch den wahnsinnigen Verkehr dieser Großsstadt manövrierte. Die Rikschas sind bunt bemalt und aufgrund des Dauerstaus häufig nicht langsamer als andere Verkehrsteilnehmer.


Verkehrsstau im Zentrum Dhakas.


Ahsan Manjil (Pink Palace)


Lalbagh Fort


Bashundhara City, ein sehr großes und moderens Shoppingcenter.


Im Inneren befinden sich auf sieben Etagen zahlreiche Geschäfte und ein Foodcourt mit einer großen Auswahl unterschiedlichster Gerichte.


Die schöne Star Moschee im Zentrum Dhakas.


Die Wände in ihrem Inneren werden von japanischen Kacheln geschmückt. Auf diesem Bild ist Mount Fuji zu sehen.


Hier erfuhr ich auch, dass derzeit in Dhaka eine internationale islamische Versammlung stattfindet. Auch in der Star Moschee waren schon Gläubige aus aller Welt eingetroffen, unter anderem Ägypter, Pakistanis und sogar ein Moslem von Barbados.

Und dann war der Urlaub schon wieder zu Ende. Meinen Rückflug nach Deutschland hätte ich beinahe verpasst. Ich wollte mit einem öffentlichen Bus zum Flughafen fahren, kam statt dessen aber vor den Toren einer riesigen Textilfabrik im Norden Dhakas an. Schließlich erreichte ich rechtzeitig eine Stunde vor Abflug den Flughafen.

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Khulna und Bagerhat

January 15th, 2011 — 12:00am

An der Grenze zwischen Indien und Bangladesch benötigte ich ungefähr eine halbe Stunde für alle nötigen Pass- und Zollkontrollen und saß schon kurz darauf in einem Bus nach Khulna.


Die öffentlichen Busse in Bangladesch sind alt und überfüllt. Sie fahren erst los, wenn keine weiteren Passagiere mehr an Bord passen. Ich war zum Glück früh im Bus und konnte mir deshalb einen Sitzplatz sichern. Auf halber Strecke musste ich allerdings umsteigen.
Im zweiten Bus kam ich als einer der Letzten an Bord und musste deshalb im Türbereich stehen, wobei mein Rucksack auf meinem Rücken vollständig draußen hing.


Der Grund, einen Tag lang in Khulna zu verweilen, war die bekannte Shait Gumbad Moschee in Bagerhat. Sie wird von zahlreichen Kuppeln überdacht und steht in einem Park in der Nähe eines von Seerosen bedeckten Sees.


Die ganze Zeit über in Bangladesch stand ich im Mittelpunkt. Alle Menschen, die etwas englisch sprachen, begannen sofort mit mir zu plaudern. Stellten mir Fragen zu meinem Herkunftsland, meinem Beruf, meiner Meinung über Bangladesch. Sie wollten wissen, woher ich komme, wie lange ich bleibe, wohin ich gehe, ob ich einen Facebook Account habe und vieles mehr.
Wie auf diesem Foto zu sehen ist, bildeten sich gelegentlich ganze Menschengruppen, die mich umringten und neugierig betrachteten.

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Der Weg nach Bangladesch

January 13th, 2011 — 12:00am

Ich fuhr zunächst mit einem Zug von Kolkata nach Bangaon, welches in der Nähe der Grenze zu Bangladesch liegt. Der Zug bestand nur aus 3. Klasse-Waggons. Er war aber nicht überfüllt, so dass die Fahrt ganz angenehm war.


Über Bangaon konnte ich im Internet so gut wie keine Informationen finden. So sagte ich einem der am Bahnhof wartenden Rikschafahrer einfach “Hotel”, setzte mich im Schneidersitz auf die Ladefläche der Rikscha, zückte meine Kamera und wartete ab, wohin er mich fährt.
Nach ungefähr 10 Minuten hielt er vor einem kleinen Hotel, in welchem ich ein recht schönes Zimmer erhielt.


Bangaon ist ein kleiner, eher ruhiger Ort mit sympathischen Menschen. Die auf diesem Foto zu sehende Straße führt zur Grenze von Bangladesch und wird von alten sehr großen Bäumen gesäumt.


Die Einwohner waren alle ziemlich begeistert, als sie mich sahen. Offenbar bereisen nur wenige Touristen den Landweg zwischen Indien und Bangladesch. Und die wenigsten halten sich für ein paar Stunden in Bangaon auf, bzw. übernachten hier, wie ich es tat.
Und alle wollten, dass ich sie fotografiere, als sie meinen Fotoapparat sahen.


Hier ein typisches einfaches Gericht, so wie ich es in Bangaon und größtenteils auch danach in Bangladesch gegessen habe. Eine Portion Reis, übergossen mit Daal (Linsensuppe). Einen kleinen Teller mit Gemüsecurry und in diesem Fall ein zunächst gekochtes und dann in Fett fritiertes Hühnerei. So ein Gericht kostete zwischen 30 und 60 Cent.

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Kolkata

January 12th, 2011 — 12:00am

Und dann war es auch schon wieder an der Zeit, Nepal zu verlassen. Nach einer Woche sehr intensivem Sightseeings im Kathmandutal steht für mich fest, dass Nepal zum Interessantesten gehört, was ich bisher gesehen habe.

Die aktuelle Liste meiner Favoriten:

  • Die Altstadt von Sanaa im Jemen
  • Die Tempel um Siem Reap in Kambodscha
  • Bagan in Myanmar
  • Borobodur und Prambanan in Indonesien
  • Und nun zusätzlich die Sehenswürdigkeiten im Kathmandutal

Ich flog mit Air India aus Kathmandu zurück nach Kolkata in Indien. Am Flughafen von Kathmandu plauderte ich noch etwas mit einem Lehrer aus Kolkata. Dieser schimpfte über die Namensänderungen indischer Großstädte in den letzten Jahren. So wurde 1995 aus Bombay Mumbai, 1996 aus Madras Chennai, 2001 aus Calcutta Kolkata und 2006 schließlich wurde Bangalore in Bengaluru umbenannt.
Ihm zufolge wollen indische Politiker mit den Umbenennungen den Anschein von Arbeit erwecken. Statt solcher belangloser Aktionen sollten sie lieber versuchen, die Lebenssituation der armen Bevölkerung zu verbessern.


Am ersten Tag in Kolkata besuchte ich zunächst die Howrah Bridge, die den Hooghly Fluß überspannt und ein Wahrzeichen der Stadt ist. Ich überquerte sie zweimal zu Fuß.


In der Nähe dieser Brücke am Flußufer liegt der Flower Market, an welchem dutzende von Händlern unterschiedlichste Arten von Blumen verkaufen.


Die Blüten sind häufig bereits zu langen Ketten aufgereiht.


Verkäufer von Farbpulver in der Nähe des Kalighat Tempels.


Am zweiten Tag in Kolkata beobachtete ich zunächst die zahlreichen Rikscha-Wallahs bei ihrer Arbeit. Kolkata ist meines Wissens nach die einzige Stadt weltweit, in welcher diese von Hand gezogenenen Rikschas genutzt werden. Die Rikscha-Wallahs kommen dabei auf eine beachtliche Geschwindigkeit und schlengeln sich mit ihren Rikschas durch den Straßenverkehr.


Das Victoria Memorial wurde zu Ehren von Königin Victoria erbaut und dient heute als Museum und Touristenattraktion.


Hammer und Sichel auf einem Infoschild der Taxigewerkschaft von Kolkata.


Hinweis vor meinem Hotel: Wer sein Motorrad hier unberechtigt abstellt bekommt platte Reifen.

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Patan

January 8th, 2011 — 12:00am

Am nächsten Tag sah ich mir schließlich Patan an, die dritte Königsstadt im Kathmandutal.


Der Durbar Square in Patan ist in meinen Augen der schönste der drei Durbar Squares.


Die feinen Details der Tempel sind besonders schön herausgearbeitet.


Unmengen aufwendiger Holzschnitzereien verzieren die Tempel.


Dieser Hund lag mit ausgestreckter Zunge an einem der Tempel in der Sonne und ließ sich durch mich und das Klicken meiner Kamera nicht stören.


Öffentlicher Brunnen mit vielen Menschen, die zum Wasserholen anstehen.


Statue im Golden Temple in der nähe des Durbar Squares.

Mittags fuhr ich wieder zurück nach Kathmandu. Die Strecke wird übrigens von zahlreichen Fahrzeugen mit Elektromotoren befahren. Sie bieten Platz für etwa 8 Passagiere und sind während der Fahrt ziemlich leise.

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Bhaktapur

January 6th, 2011 — 12:00am

Auch Bhaktapur gehört zu den drei Königsstädten im Kathmandutal. Ich fuhr morgens mit dem Bus los und kam kurz vor 9:00 in Bhaktapur an.


Dort mache ich mich sofort auf den Weg zum Durbar Squre. Auch dieser ist sehr schön und beherbergt mehrere Tempel. Als ich dort herumlief, war es noch ziemlich kühl und der Platz war ziemlich leer.


Insgesamt lief ich mehrere Stunden in Bhaktapur herum. Dies war einer der größeren Plätze auf meinem Weg.


Ältere Frau beim Spinnen in einem Hinterhof.

Gegen Mittag fuhr ich mit dem Bus wieder zurück nach Kathmandu.

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Kathmandu – Bodnath

January 5th, 2011 — 12:01am

Am frühen Nachmittag ging ich zu Fuß von Pashupatinath zu Bodnath, einem weiteren Tempelkomplex. Die zentrale Stupa von Bodnath sieht der von Swayambhunath ähnlich.


Um die Basis dieser Stupa sind Gebetsmühlen angebracht und die Stupa wird von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang von Gläubigen im Uhrzeigersinn umrundet.


Gebetsflaggen, die über der Stupa im Wind flattern.


Eines der kreisförmig um die Stupa gebauten Gebäude.


Gläubige mit Gebetsketten in der Hand.

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Kathmandu – Pashupatinath

January 5th, 2011 — 12:00am

Am nächsten Morgen fuhr ich mit dem Taxi zu Pashupatinath. Dieser sehr wichtige hinduistische Tempelkomplex liegt in der Nähe von Kathmandu am Bagmati Fluß.


Dort angekommen stieg ich zunächst zur Spitze eines Hügels, auf welchem sich viele kleine Tempel und Stupas befinden.


Morgendliche Körperpflege.


Abbildung eines sehr bekannten Sadhus. Swami Paramahamsa Ram Krishna Das, auch bekannt als Milk Baba, ernährte sich über 25 Jahre ausschließlich von 2 Litern Milch am Tag.


Auch die “Sadhus” von Pashupatinath sprangen auf, als sie mich sahen. Sie wollten fotografiert werden.


Dieser lässt sich seit 23 Jahren seine Haare wachsen…


…und wickelt sie kunstvoll auf dem Kopf zusammen, wenn er gerade nicht für Fotos posiert.


Den zentralen Tempel durfte ich leider nicht betreten…


…konnte aber von Außen die Statue eines riesigen Bullens im Tempelinneren sehen.


Hier eine Übersicht nepalesischer Fluggesellschaften im Schaufenster eines Reisebüros. Einige von Ihnen bedienen nur nationale Ziele, während andere auch ins asiatische Ausland verkehren.

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Kathmandu – Swayambhunath

January 4th, 2011 — 12:00am

Am 04.01.2011 besuchte ich Swayambhunath, auch bekannt als “Monkey Temple”. Er liegt etwa 15 Fußminuten vom Durbar Square entfernt.


Der Tempelkomplex liegt auf einem Hügel, der von dieser gläubigen Buddhistin gerade umrundet wurde. Dabei kniete sie sich hin, setzte die Hände am Boden ab und rutsche dann auf ihnen vorwärts bis in eine liegende Position. Danach stand sie auf, ging drei Schritte und wiederholte diese Bewegung. An den Händen hatte sie Pantoffeln, um sich nicht zu verletzen.


Gebetsmühlen, die entlang des Hügels angebracht sind und von den Gläubigen während ihrer Umrundung gedreht werden.


Eine Kleine Stupa am Fuße des Hügels.


Zwei der zahlreichen am Swayambhunath lebenden Affen. Dieser hier genoss mit geschlossenen Augen seine Entlausung. Als er seine Augen öffnete, gähnte er und sah mich dann zunächst völlig überrascht und anschließend sehr sauer an.


Dies ist die große Stupa in der Mitte des Tempelkomplexes. Ich lief mehrmals um sie herum, um sie aus allen Richtungen zu betrachten und sie hat mich unheimlich begeistert. Alleine dieser Anblick ist die weite Reise nach Nepal wert.


Das Gesicht Buddhas auf der Stupa.


Aus Holz geschnitzte Masken, die überall im Kathmandutal verkauft werden.


Und schließlich habe ich auch nepalesische Süßigkeiten gekauft und ausprobiert. Konnte mich mit dem Geschmack allerdings nicht anfreunden, da sie noch viel süßer als die mir bekannten arabischen Süßigkeiten waren.

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Kathmandu – Durbar Square und Umgebung

January 3rd, 2011 — 12:00am

Am nächsten Tag ging es dann weiter. Die U-Bahn zum Flughafen war kurz vor der Fertigstellung, aber an diesem Tag leider noch nicht in Betrieb. Nach einer mühevollen Taxisuche in Delhi kam ich am Flughafen an, konnte gleich einchecken und mir dann noch etwas den Flughafen ansehen.


Nach Kathmandu flog ich mit Jet Lite, einer Tochter von Jet Airways. Ich hatte mich schon zuvor informiert und hatte einen Fensterplatz auf der linken Seite. Deshalb konnte ich nach einer halben Stunde bis zum Landeanflug in Kathmandu den Gebirgszug des Himalaya im Norden sehen.

Die Einreise/Zollkontrolle verlief schnell und vor dem Flughafengebäude erwartete mich schon ein Taxi, welches mich zu meinem Hotel brachte. Das Hotel Ganesh Himal ist sehr zu empfehlen. Ruhige Lage, 5 Minuten zu Fuß vom Durbar Square entfernt, nettes Personal, gutes Essen und eine riesige Dachterasse.


Nach einer Übernachtung ging ich am nächsten Nachmittag zum Durbar Square. Dieser Platz im Zentrum von Kathmandu ist einer von drei Durbar Squares, die beiden anderen befinden sich in Bhaktapur und Patan. An diesen Orten stehen die alten Königspaläste. Auf ihnen wurden früher Könige gekrönt und heute sind sie sozialer und religiöser Mittelpunkt. Sie weisen eine beeindruckende Ansammlung alter, traditioneller Gebäude, Tempel und Stupas auf.


Insbesonders der hier zu sehende Architekturstil beeindruckte mich. Feinst geschnitzte Holzfenster und Holztüren, die von roten Ziegelsteinen umschlossen sind.


Am Durbar Square wird es nicht langweilig. Man kann hier Stunden verbringen. Die Treppe eines der Tempel hochsteigen, sich hinsetzen und das Leben am Platz beobachten.


Dies ist eine sehr feine Holzschnitzerei einer Göttin.


Ich hatte Sadhus bereits in Indien fotografiert. Ein Sadhu ist ein Asket. Er lebt bescheiden und versucht, durch Meditation den Kreis von Tod und Wiedergeburt zu verlassen, Erleuchtung zu erlangen. Anders die Sadhus, die ich in Kathmandu und später auch in Pashupatinath traf.

Ich lief am Durbar Square entlang. An eine Mauer gelehnt war ein “Sadhu”. Er lächelte, als er mich sah.
Ich ging weiter. Er richtete sich auf, winkte mir zu.
Ich ging weiter. Er rief “Hello!” und grinste.
Ich ging weiter. Er zeigte auf meine Kamera und grinste breiter. “Photo!”.

Alles klar. Ich machte ein paar Fotos, gab ihm Trinkgeld. Er war zufrieden. Ich war zufrieden. Aber ein Sadhu ist er nicht.


Ein kleines Stück weiter wollte auch schon der nächste “Sadhu” fotografiert werden.


Hier nochmals die traditionelle Architektur mit fein geschnitzten Holzfenstern.


Ein buddhistischer Mönch mit ausdruckslosem Gesicht, der auf Spenden wartet.

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