Abomey

Abomey ist eine kleinere Stadt mit ca. 60000 Einwohnern. Ich habe mich dort zwei Tage aufgehalten und dabei vieles gesehen und erlebt.


Mein Mittagessen am Straßenrand. Der Teller Bohnen kostete mich 50 CFA, also ca. 8 Cent.


Im Gegensatz zu den westafrikansichen Großstädten war es hier angenehm ruhig. Ich bin mehrere Stunden lang spazieren gegangen. Weg von der Hauptstraße, entlang der kleineren Nebenstraßen. Habe die Menschen und das Leben dort beobachtet.


Am Nachmittag habe ich mir mit meinem Guide Josaphat zunächst einen der Königspaläste in Abomey angesehen. Diese gehören zum Unesco Weltkulturerbe.


Danach ging es zum Markt von Abomey, auf welchem ein Bereich sich auf Voodoo-Utensilien spezialisiert. Dort können vor allem Tierknochen und Tierkadaver erworben werden, die während der Durchführung von Voodoo-Zeremonien Verwendung finden. Neben Schädeln unterschiedlichster Säugetiere gibt es dort getrocknete Vögel, Chamäleons, Schlangen, Schlangenhäute, Felle von Wildkatzen, ja sogar einen Krokodilkopf und eine Affenhand habe ich gesehen.


Anschließend sind wir in das kleine Dorf Detohou, ungefähr 10km von Abomey entfernt, gefahren. Auf dem Weg haben wir an einem der zahlreichen Benzin-Verkaufsstände das Motorrad aufgetankt. Diese sind in Westafrika überall zu sehen. Es gib zwar auch Tankstellen wie bei uns, aber die Verkäufer am Straßenrand mit den benzingefüllten Glasflaschen überwiegen.


In Detohou habe ich diese kleine Schnapsbrennerei entdeckt. Die Einwohner boten mir ein Gläschen vom Selbstgebrannten an.


Schließlich ging es noch zu einer Voodoo-Zeremonie. Ich brachte dem Voodoo-Priester Kolanüsse und eine Flasche Schnaps und dann ging es los. Der Priester sang und tanzte, anschließend fertigte er ein Glücksamulett für mich an. Hierzu ging ich in seine Hütte und erhielt ein Horn und einen Ziegenschädel. Das Horn hielt ich in der linken Hand und den Ziegenschädel in der rechten Hand während der Priester irgendein Pulver in die Luft blies und unterschiedliche Sprüche murmelte. Dabei vergass er ständig meinen Namen, so dass er immer wieder stockte und Josaphat ihm erneut sagten musste, wie ich heiße.


Anschließend ging es wieder nach draußen. Ich erhielt eine Hühnerfeder und musste mit dieser Palmöl auf mehrere Steinstatuen schmieren. Der angekettete Affe des Priesters versuchte mich jedes mal zu beißen, wenn ich an ihm vorbeilief.

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