Archive for March 2009


Ankunft in China vor der Ankunft in China

March 29th, 2009 — 12:00am

Die Busfahrt von Luang Prabang in die Nähe der chinesischen Grenze dauerte ca. 8h. Der Bus war wieder halb leer, so dass ich viel Platz hatte und die Fahrt ziemlich bequem war. Ausgestiegen bin ich im kleinen Dorf Na Toei, von welchem aus ich per Taxi zum Grenzort Boten fahren konnte. Dort stellte ich fest, dass ich bereits in China angekommen war:

  • Alle Menschen sprachen chinesisch
  • In den Restaurants gab es nur chinesisches Essen
  • In meinem Hotel konnte ich nur mit chinesischem Geld bezahlen
  • Die Menschen spuckten auf den Boden
  • Die Menschen waren laut
  • Die Menschen kicherten und riefen “Helluuuuuuuuuuu”, sobald sie mich sahen
  • Die Menschen bezeichneten mich hier als “Laowai”. Das ist, wie wenn ich in Frankreich einen Chinesen
    sehe, auf ihn zeige, und voller Enthusiasmus “Ausländer” rufe.

Heute geht es über die Grenze nach China und weiter nach Jinghong.

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Zwei Tage in Luang Prabang

March 27th, 2009 — 12:00am

Luang Prabang ist ein sehr angenehmer Ort, an welchem man einige Tage verbringen kann. Die Atmosphäre ist sehr ruhig und entspannt. Entlang des Mekongs sind zahlreiche Outdoor Restaurants, in welchen man bei schönem Blick auf den Fluss das laotische Essen genießen kann.


Luang Prabang ist bekannt für seine zahlreichen, sehr schönen Tempel. Bei diesem wurde ich um 15:58 mit einem lauten “Finiiiiiiiiiiiish, Close!!!” von einer netten Dame vom Gelände verwiesen.


Der Tempel Wat Xieng Thong ist in meinen Augen der schönste in Luang Prabang.


Am späten Nachmittag sollte der Berg Phu Si bestiegen werden. Er ist ca. 100m hoch und ermöglicht einen schönen Ausblick auf die Stadt und den Sonnenuntergang am Mekong.


Früh morgens dann marschieren die Mönche aus den einzelnen Tempeln durch die Straßen von Luang Prabang und erhalten von den Einwohnern (und neuerdings auch von Touristen) Reis und andere Lebensmittel. Die Mönche jeder Tempelanlage gehen dabei geschlossen in einer Reihe hintereinander. Die älteren Mönche zu Beginn und die jüngeren Mönche und Kinder am Ende. Das ganze Spektakel beginnt ungefähr um 5:45 morgens und ist eine halbe Stunde später bereits zu Ende.


Ein letztes Foto noch: Die Wegentfernungen in dieser Stadt werden deutlich genauer angegeben als bei uns!

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Reisebekanntschaften

March 27th, 2009 — 12:00am

Abhängig davon, welche Gegend man bereist, welche Verkehrsmittel man auswählt und in welchen Unterkünften man übernachtet lernt man sehr unterschiedliche Menschen kennen. Drei kurze Bekanntschaften die ich hier bisher gemacht habe.

In meinem Guesthouse in Vientiane saßen Mittags Hans und René auf der Veranda und boten mir einen laotischen Whisky an. Hans ist Österreicher, arbeitet jedes Jahr drei Monate sehr hart in Österreich und kann anschließend vom ersparten Geld neun Monate in Cambodia leben.

René ist Franzose. Was er genau in Asien macht weiß ich nicht. Allerdings war sein laotisches Visum seit einem Monat abgelaufen und er musste eine Überziehugnsgebühr von 350 US$ zahlen, die er aber nicht zur Verfügung hatte. Er sorgte sich, dass er in Laos ins Gefängnis muss, schließlich konnte er aber mit seiner Bank einen Kredit aushandeln, so dass seine Probleme hoffentlich vom Tisch sind.

Dann war da noch eine Holländerin, mit der ich im Bus von Vientiane nach Luang Prabang gefahren bin. Sie hatte eine Plastiktasche mit Käse bei sich und verhandelte nach Ankunft in Luang Prabang so scharf mit dem Sammeltuktuk-Fahrer, dass wir am Ende 5000 Kip pro Person vom Busbahnhof ins Stadtzentrum bezahlten. Ein Laote, der ebenfalls mit uns fuhr, zahlte das Doppelte. Verrückt!!!

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Vientiane nach Luang Prabang

March 25th, 2009 — 12:00am

Vientiane verließ ich gleich am nächsten Tag wieder. Am Nachmittag und Abend des Vortages regnete es und auch morgens war es stark bewölkt und es sah nach schlechtem Wetter aus. Ich beschloss, die Weiterreise anzutreten. Die Fahrt von Vientiane nach Luang Prabang war überraschend angenehm. Der Bus war relativ modern und da er nur zur Hälfte gefüllt war, hatte ich zwei Sitze für mich allein. Wir sind um 8 Uhr morgens losgefahren und ca. 9 Stunden später in Luang Prabang angekommen. Die Fahrt führte die ersten vier Stunden auf einer großteils geraden Straße, im zweiten Abschnitt des Wegs wurde das Gelände gebirgig und die Straße kurvenreich.


Der Bus schlängelte sich durch eine herrliche Gebirgslandschaft. Entlang des Straße gab es Gemüsefelder und kleine Dörfer mit einfachen Holz- und Bambushäusern. Es regnete immer wieder ein wenig und die Landschaft war in Nebel gehüllt.


Nach zwei Dritteln der Strecke blieben wir stehen, da der Motor äußerst beunruhigende Geräusche von sich gab. Das Problem schien aber nur Überhitzung zu sein und konnte mit viel kaltem Wasser, einer Plastiktüte und einer halben Stunde Wartezeit gelöst werden.

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Udon Thani nach Vientiane

March 24th, 2009 — 12:00am

Die Reise von Udon Thani nach Vientiane dauerte ca. 3 Stunden.


Der Weg führte mich von Udon Thani über Nong Khai zur thailändischen Grenze, dann über die Friendship Bridge auf die laotische Seite und von dort aus nach Vientiane.
Als mein Tuktuk Fahrer sah, dass mein Bus nach Nong Khai gerade losfuhr, gab er Gas, schwenkte direkt vor diesem wieder ein und bremste ihn aus, so dass ich noch zusteigen konnte :-)
Auch die Vergabe der Visa on Arrival auf der laotischen Seite der Grenze war sehr interessant. Zunächst wurden die einzelnen Visaanträge an einem Fenster gesammelt. Alle Antragsteller versammelten sich nach und nach im Halbkreis um ein zweites geschlossenes Ausgabefenster. Als sich dieses öffnete, wurden die Reisepässe einzeln aus dem Fenster gestreckt und wer sein Gesicht erkannte, konnte zum Fenster kommen und den Reisepass in Empfang nehmen.


Laotisches Geld gibt es hier in dicken Bündeln. Auf dem Foto ist der Gegenwert von ca. 20€ zu sehen. Für diesen Betrag erhält man zur Zeit 242.000 Kip. Ein ausgezeichner Wechselkurs also!

In Vientiane wohne ich in einem kleinen Guesthouse in der Nähe des Mekongs. Jetzt mache ich mich auf den Weg, die Stadt ein wenig zu erkunden.

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“Helluuuuuuuu my Friend”-Mensch

March 24th, 2009 — 12:00am

Da ich den Terminus “Helluuuuuuuu my Friend”-Mensch bereits hier erwähnte, möchte ich an dieser Stelle erkären, was es mit diesem auf sich hat. Das Wort “Hello”, häufig auch “Helluuuuuuuu” ausgeprochen, ist in vielen Ländern keine Begrüßung im eigentlichen Sinne sondern wird verwendet, um Aufmerksamkeit zu erregen. Hierbei werden unterschiedliche Techniken eingesetzt, im Folgenden einige Beispiele:

  • Die fundamentalste Art ist der laute Schrei “Helluuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuu!”, häufig von der gegenüberliegenden Straßenseite und laut genug, um den Verkehrslärm zu übertönen.
  • Etwas ausgeklügelter ist das stakkatoartige “Hello!, hello!, hello!, hello!…”. Zwischen den einzelen Wörtern findet eine Pause von ca. 0,5 Sekunden statt.
  • Am weitesten verbreitet ist allerdings die Variante “Hello!, Hello!, my Friend!, Hello!, my Friend!, my Friend!, my Friend!, Hello!…”. Hier werden die beiden Bestandteile “Hello” und “My Friend” in zufälliger Reihenfolge aneinander gehängt.

Sobald der Blickkontakt zum schwitzenden, langnasigen Touristen hergestellt worden ist, kann der eigentliche Informationsgehalt der Nachricht übermittelt werden. Dieser reicht von Speiseangeboten (“Hello my Friend, Chicken Curry?”), über Verkehrsverbindungen (“Hello my Friend, Taxi / Tuktuk / Camel?”) bis hin zu Dienstleistungen der anderen Art (“Hello my Friend, young bangladeshi Woman?”).

Ich verstehe, dass die Konkurrenz hier sehr groß ist und um die Kunden gekämpft wird. Auch stört mich das Ganze normalerweise nicht. An manchen Tagen kann es aber sehr anstrengend sein, alle 20 Sekunden die gutgemeinten Angebote freundlichst abzulehnen. In solchen Momenten ist es erleichternd, eine unerwartete Antwort zu geben.

Er: “Helluuuuuuuu my Friend, Tuktuk?”
Ich: “Sure, how much to London?”

Er: “Helluuuuuuuu my Friend, Lady Massage?”
Ich: “Yeeeeeeeaaaaaah, how much you pay?”

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Abenteuerliche Ankunft in Udon Thani

March 23rd, 2009 — 12:00am

An vielen Flughäfen der Welt werden Touristen übers Ohr gehauen. So auch in Udon Thani. Nachdem ich aus dem Flughafengebäude kam, konnte ich nirgendwo Taxis oder Tuk Tuks finden. Die “Helluuuuuuuu my Friend”-Menschen sahen mich sofort als lohnendes Ziel und verlangten für eine Taxifahrt ins Zentrum von Udon Thani 250 Baht. Ich könnte das problemlos bezahlen aber mag es nicht, derlei über den Tisch gezogen zu werden. Eine Taxifahrt vom Flughafen Bangkok in die Innenstadt kostet ca. 400 Baht, die Entferung liegt bei 60km. In Udon Thani befindet sich der Flughafen aber nur 3km von der Stadt entfernt, maximal 50 Baht sind ein fairer Preis.

Ich ging also wieder ins Flughafengebäude und sah eine Autovermietung. Dort fragte ich, ob mich jemand in die Stadt fahren kann und es begann eine halbstündige Diskussion. Nachdem man mich überreden wollte, eine gelb-weiß gestreifte Strickmütze zu kaufen und eine der Anwesenden mich fahren wollte unter der Bedingung, dass ich sie in mein Hotelzimmer mitnehme, einigten wir uns schließlich auf einen Preis von 50 Baht für die Fahrt alleine. Aufgrund der Sprachbarriere wurden meine Erklärungen, ich bräuchte ein günstiges Hotel, welches sei mir egal, nicht verstanden. Die Fahrt (Ihr erinnert euch: 3km) dauerte über eine halbe Stunde und führte kreuz und quer durch das Zentrum der Stadt.


Schließlich aber war ein Hotel gefunden. Ich weiß bisher nicht, wo ich hier überhaupt bin, aber das Hotel gefällt mir ganz gut. Mein Zimmer hat nur einen Deckenventilator und die Matratze ist glaube ich mit Sand gefüllt (zumindest sieht man meinen Körperabdruck wenn ich aufstehe), das Hotel kostet dafür aber auch nur 160 Baht (ca. 3,50 Euro). Falls jemand auch mal nach Udon Thani möchte sind obenstehend (vermutlich) Name und Adresse des Hotels.

Nach einem kleinen Spaziergang, einer Portion Chicken Rice und einem großen Singha Bier (die praktische 640ml Flasche) habe ich mich von den Anreisestrapazen auch schon erholt und freue mich auf die Weiterreise. Sobald ich morgen früh herausbekommen habe, wo ich überhaupt bin, kann es los gehen.

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One Day in Bangkok

March 22nd, 2009 — 12:00am

Bangkok ist definitiv einen Besuch wert. Zum einen gibt es viele erstklassige Sehenswürdigkeiten zu bestaunen, zum anderen ist die touristische Infrastruktur hervorragend.

Ich bin morgens sehr früh aufgestanden, habe im Guesthouse gefrühstückt und bin anschließend auf Sightseeing Tour gegangen. Die Highlights in Bangkok sind aus meiner Sicht die drei Tempelanlagen Wat Arun, Wat Pho und Wat Phra Kaeo, sowie der Königspalast.

Wat Arun ist der buddhistische Tempel der Morgenröte und soll am frühen Morgen am schönsten sein.


Der gesamte Temepl ist mit einem Mosaik aus buntem chinesischen Porzelan und Muscheln überzogen, insgesamt etwa eine Million Teile, welche Blumenmuster bilden.


Es ist möglich, über steile Treppen auf die höheren Ebenen des Hauptturms zu gelangen, und diesen dort zu umrunden.


Die zweite Sehenswürdigkeit ist das Wat Pho. Dieses ist eine sehr schöne, farbenfrohe Tempelanalage,…


…in deren Mitte sich ein Gebäude mit einem 46 Meter langem und 15 Meter hohem liegendem Buddha befindet.


Wat Phra Kaeo schließlich ist meine Lieblingsanlage in Bangkok. Nach Eintritt in das Gelände gelangt man in eine Welt unzähliger Formen, Muster und Farben. Alles strahlt und glitzert im Sonnenlicht.

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