Lijiang

Bin seit drei Tagen in Lijiang. Mit dem Wetter hatte ich bisher kein besonders grosses Glueck. Wenig Sonnenschein, meistens stark bewoelkt und haeufig Regen.

Lijiang ist eine sehr touristische Stadt. Von morgens bis spaet in die Nacht ist sie voll von chinesischen Reisegruppen, aber auch viele Europaeer und Amerikaner trifft man hier an (hab sogar zwei Tschechen kennengelernt!).

Lijiang ist bekannt fuer die Altstadt (Gu Cheng), die aus unzaehligen alten, huebsch renovierten Haeusern besteht.

Eine grosse chinesische Volksgruppe, die Naxi, ist hier stark vertreten. Die Naxi zeichnen sich durch eine matriarchalische Gesellschaftsstruktur aus, was sich auch in deren Sprache wiederspiegelt.

Wird das Wort fuer Frau an ein Nomen gehaengt, wird dessen Bedeutung gesteigert, wird das Wort fuer Mann an ein Nomen gehaengt, fuehrt dies zu einer Verminderung. So ergibt sich z.B. aus Stein+Frau ein Fels, Stein+Mann wird zum Kieselstein.

Die Schrift der Naxi ist uebrigens die einzig heute noch verwendete Hyroglyphenschrift.

Ich wohne hier in einem kleinen gemuetlichen Guesthouse am Rande der Altstadt. Neben dem Guesthouse ist ein Restaurant, in welchem ich (leider) frueher als erwartet auf tibetischen Yakbuttertee gestossen bin. Diese Sorte Tee hat einen sehr intensiven Geschmack. Er entsteht durch die Zugabe von Yakmilch und Yakbutter, ausserdem ist der Tee ziemlich stark gesalzen. Er hat eine etwas zaehfluessige, schaumige Konsistenz, und wid in einem merkwuerdigen Holzzylinder serviert. Ich muss leider sagen, dass er mir ueberhaupt nicht geschmeckt hat. Aber trotzdem eine interesante Erfahrung *g*.

Ansonsten gibt es nicht viel Neues. Aufgrund des Wetters habe ich hier nur wenig unternommen. Heute habe ich eine Muetze und ein Busticket gekauft, morgen fahre ich weiter nach Nordwesten. Mein naechstes Ziel ist Zhongdian, eine Stadt, die etwa 5 Stunden von Lijiang entfernt ist.

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