Archive for May 2006


Wenshu Yuan Tempel in Chengdu

May 29th, 2006 — 12:00am

Da ich auch etwas von Chengdu selbst sehen wollte, habe ich mich heute aufgemacht zum Wenshu Yuan Tempel. Er liegt im Stadtzentrum und besteht aus mehreren Gebaeuden, sowie Gartenanlagen drum herum.

Gebet mit Raeucherstaebchen

Flammen sind ziemlich schwer zu fotografieren!

Ein Tempel soll natuerlich zu jeder Zeit sauber sein…

…und vor allem, da er fast vollstaendig aus Holz besteht, moeglichst nicht abbrennen. Der Typ in der Reflexion bin uebrigens ich *g*.

Auf dem Tempelgelaende ist auch ein vegetarisches Restaurant. Nachdem ich gesagt habe, dass mein Essen nur ein ganz wenig winzig kleines bisschen scharf sein soll, haben sie mir ein Gericht gebracht, dass so scharf war, dass ich nach der Haelfte aufgeben musste. Das Essen hier in Sichuan ist bekannt fuer seine ausserordendliche Schaerfe.

Morgen gehts nach Peking. Der Flug dauert 2 Stunden. Habe dort uebers Internet auch schon ein guenstiges Hotel gebucht.

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Sichuan Hotpot

May 28th, 2006 — 12:01am

Habe bei den Pandas zwei Studenten aus Hongkong kennengelernt, mit denen ich heute Abend Essen gegangen bin. Wir waren in einem Hotpot Restaurant. Der Hotpot ist hier in der Gegend weit verbreitet. In der einfachsten

Variante wird ein Topf voller Wasser auf dem Tisch erhitzt. Anschliessend werden unterschiedliche Lebensmittel im Wasser solange gekocht bis sie gar sind.

Dieses Foto ist unserem Hotpot am aehnlichsten. Der Topf besteht aus zwei Seiten. Die weisse Haelfte ist mild, die rote Haelfte hingegen hat es in sich. In der Bruehe werden grosse Mengen an Chillis und Pfeffer ausgekocht, so dass eine unertraegliche Schaerfe erreicht wird. Habe mein Staebchen kurz in die rote Seite getaucht, dann abgeleckt, und mein Mund brannte 5 Minuten lang hoellisch. Es war mit grossem Abstand das Schaerfste, was ich je probiert habe (NDiiiiiiii, Mad Dog is for Wimps!!!). Deshalb haben wir nur auf der milden Seite gekocht.

Wir haben unterschiedliche Sachen gegessen: Salatblaetter, Pilze, Fleisch, Fisch usw. Was besonders gefragt war, und von fast allen anderen Gaesten gegessen wurde, waren Schweinehirne und alle moeglichen weiteren Innereien. Ist nicht so mein Ding. Auf jedenfall war es ein tolles Erlebnis. Schade, dass ich meine Kamera nicht dabei hatte.

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Pandabaeren

May 28th, 2006 — 12:00am

Ich war heute in der “Giant Panda Breeding Research Base”. Dieser Ort liegt ca. 15km noerdlich von Chengdu, Pandabaeren werden hier aufgezogen und koennen beobachtet werden.

Wusstet ihr, dass es zwei Arten von Pandabaeren gibt? Der klassische Pandabaer ist der Giant Panda (da xiongmao). Er hat eine schwarz-weisse Faerbung und wiegt bis zu 200kg. Dann gibt es noch eine viel kleinere Variante, den Red Panda (hong xiongmao). Er wiegt nur ca. 10kg, ist aber imho genauso niedlich.

Die kleinen roten Pandabaeren habe ich mir zuerst angesehen. In den Gehaegen liefen einige von ihnen herum, die sich zur grossen Freude der chinesischen Touristen staendig anfauchten und gegenseitig jagten.

Die grossen Pandas waren sehr suess. Angeblich besteht ihr Leben aus zwei Aktivitaeten: Wenn sie gerade nicht schlafen, fressen sie Bambus. Habe dort aber beobachtet, dass sie auch unheimlich verspielt sind. Sie ringen miteinander, klettern ueberall rum, rutschen auf Bambuszweigen und rollen von kleinen Huegeln runter.

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So geht es weiter…

May 26th, 2006 — 12:01am

Mein Reiseplan hat sich stark geaendert. Ich komme, wenn ich herumreise, nur wenig zum chinesisch lernen. Meine Fortschritte sind zu klein. Deswegen werde ich den Rest der Reise voraussichtlich im Nordosten Chinas verbringen. Der Vorteil liegt darin, dass das dort gesprochene Chinesisch fuer mich am einfachsten verstehbar ist. Dort werde ich auch nicht mehr viel herumreisen, sondern eher laengere Zeit an den einzelnen Orten bleiben.

Habe heute ein Flugticket nach Peking gekauft. Der Flug ist am 30.05 und dauert 2 Stunden. Ich wollte urspruenglich mit dem Zug fahren, aber alle Schlafwaegen in allen Zuegen sind in den naechsten 7 Tagen vollstaendig ausgebucht. Gute 20 Stunden im Zug sitzen wollte ich nicht.

Ausserdem muss ich irgendwann ein neues Visum beantragen. Habe ein Visum fuer 90 Tage bekommen, mein Aufenthalt hier ist aber einige Tage laenger. Das Visum kann ich nicht in China bekommen, deshalb muss ich ins Ausland. Geplant ist ein Abstecher nach Suedkorea. Weiss aber noch nicht genau, wann und wie…

Um die Kontinuitaet in diesem Blog zu wahren, abschliessend noch eine Liste der heutigen Einkaeufe:

– eine grosse Flasche Mineralwasser

– eine kleine Flasche Tomaten-Erdbeer Saft (schmeckte besser als erwartet)

– eine kleine Packung frische in Stuecke geschnittene Papaya

– einen kleinen Aloe-Vera Trinkjoghurt

– einen kleinen Walnuss Trinkjoghurt

– eine Dose Niveacreme

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Grosser Buddha in Leshan

May 26th, 2006 — 12:00am

Heute morgen bin ich mit dem Bus nach Leshan gefahren (2 Stunden Fahrzeit) Dort kann man den groessten Buddha der Welt sehen. Die Arbeiten an diesem in den Fels gehauenen Buddha begannen im Jahr 713 AD.


Die Groesse ist wirklich beeindruckend. Die Gesamthoehe betraegt 71 Meter. Die Ohren sind 7 Meter lang, der grosse Zeh 8,5 Meter. Man kann entlang des Koerpers auf schmalen Treppen nach unten bis zu den Fuessen des Buddhas steigen.

Das Wetter war nicht besonders gut. Es war stark bewoelkt, zeitweise regnete es sogar leicht. Trotzdem waren sehr viele Touristen da.

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Einkaeufe

May 25th, 2006 — 12:00am

Da nichts spannenderes los war, erzaehle ich eben wieder, was ich heute eingekauft habe.

– eine Packung getrocknete Kirschen

– eine Packung getrocknete Apfelscheiben

– eine Packung getrocknete Yakfleisch-Streifen

– eine Packung geraeuchertes Entenfleisch

und jetzt die normaleren Sachen:

– zwei Orangen

– drei Becher Joghurt

– eine kleine Flasche Wasser

Bis aufs Einkaufen gerade eben habe ich heute nichts gemacht. Und es ist hier jetzt genau 21:15 Uhr. Merkwuerdig…

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Ich bin froh…

May 24th, 2006 — 12:00am

– dass das Wetter endlich wieder waermer ist,

– dass ich endlich wieder in einer Grossstadt bin,

– dass ich ein schoenes Zimmer im 20. Stock habe,

– dass dieses Zimmer Annehmlichkeiten wie einen Internetzugang oder einfach nur rund um die Uhr warmes Wasser bietet

– dass ich endlich wieder ein Ladegeraet fuer meine Kameraakkus habe (das Alte hab ich irgendwo in irgendeinem Hotelzimmer vergessen).

War grad einkaufen und hab folgendes mitgebracht:

– zwei kleine Packungen Chips

– einen Erdbeer-Trinkjoghurt

– ein grosses Glas Kaffeepulver (JAAAAAAAAA! ENDLICH!!!!!)

– eine kleine Flasche Cola

– komische gelbliche braungetupfte rechteckige Tofustreifen in einer roetlichen Sausse.

Viele Gruesse aus Chengdu!

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Gruesse aus Kangding

May 23rd, 2006 — 12:00am

Die gestrige Busfahrt dauerte zwar 9 Stunden, dafuer sassen wir zu fuenft in einem Bus fuer 30 Leute. Die Strecke war wieder sehr beeindruckend. Wir fuhren ueber drei Paesse (4700m, 4600m und 4400m) und meine mitreisenden Chinesen (oder Tibeter) liessen die ganze Fahrt ueber die Fenster weit geoeffnet (auf den Paessen war es knapp ueber 0 Grad kalt).

Landschaft auf dem Weg

Haus in einem kleinen Dorf

Er wollte, dass ich ihn fotografiere. Vielleicht wohnt er im obigen Haus.

Heute bin ich in Kangding. Es gibt hier anscheinend wenig zu tun, aber ich wollte nicht gleich am naechsten Tag weitere 8 Stunden im Bus sitzen. Kangding liegt auf 2612m Hoehe und es leben hier 82.000 Menschen. Es gibt hier einige Kloester, das Highlight ist aber Gongga Shan. Kangding liegt am Fusse dieses 7556m hohen Berges. Das Wetter ist heute allerdings nicht ideal. Es liegt ein Nebelschleier ueber der Stadt, so dass ich den Berg wahrscheinlich nicht sehen werde.

Morgen geht es weiter nach Chengdu. Endlich wieder eine Grossstadt! *g*

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Litang – Tag 3

May 21st, 2006 — 12:00am

Heute in der Nacht hat es geschneit. In der Stadt ist der Schnee nicht liegen geblieben, aber die Berge um Litang sind jetzt alle weiss. Die Temperatur heute liegt bei ca. 10 Grad, ziemlich kalt.

Ich habe inzwischen eine Busfahrkarte nach Kangding gekauft. Der Bus faehrt morgen um 6:30 los, die Fahrt dauert 8 Stunden.

Ansonsten bin ich gerade dabei, ein paar Souveniers zu kaufen. Mehr gibt es nicht zu berichten…

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Litang

May 20th, 2006 — 12:00am

Der gestrige Weg von Xiangcheng nach Litang war etwas chaotisch. Nachdem uns den ganzen Morgen ueber versichert wurde, dass um 11 Uhr ein Bus faehrt, hiess es Mittags auf einmal “Mei You!” (gibts nicht). Um nach Litang zu kommen, mieteten wir zu sechst (2 Israelis, 2 Norweger, ein Australier und Ich) fuer 45 Euro einen Minibus. Die Entfernung nach Litang betraegt 200 km und fuehrt ueber einen 4800 Meter hohen Pass.

Auf dem Pass machten wir eine kurze Pause, unser Fahrer sang irgendwas tibetisches und warf bunte Papierscheine in die Luft. Es war ziemlich kalt und sehr windig.

Anschliessend fuhren wir weiter, die gesamte Fahrt dauerte ca. 4 Stunden. In Litang checkte ich in einem noch nicht ganz fertigen Hotel ein. Aus dem Wasserhahn fliesst meistens braunes Wasser und ich habe eine Hocktoilette. Dafuer kostet das sehr schoene Zimmer nur 7,50 Euro pro Nacht. Und die Beleuchtung im Bad ist fantastisch. Schaltet man alle 4 Gluehbirnen ein, fuehlt man sich wie im Solarium. Es wird extrem hell und warm. Ich benutze die Badezimmerbeleuchtung als Ersatz fuer die fehlende Heizung *g*.

Litang ist atemberaubend! Die Stadt liegt ca. 4100 Meter hoch auf einer Ebene, die von schneebedeckten Bergen umgeben ist. Geht man hier etwas schneller spazieren, oder geht es ein wenig bergauf, geht einem schnell die Luft aus. Es leben hier ungefaehr 50.000 Menschen. Die Stadt ist nur ueber sehr lange Busfahrten erreichbar. Es gibt hier weder eine Eisenbahn, noch einen Flughafen.

Die Menschen in Litang sind sehr freundlich. Jeder ruft mir hier “Helloooooo” hinterher. Ganz anders als die Chinesen in anderen Teilen Chinas.

Ich bin heute den ganzen Vormitag durch die Stadt gelaufen. Es gibt viel zu sehen. Besonders interessant ist eine Stupa und das grosse Kloster, dass an einem Hang ueber der Stadt liegt.

Zum Qudenggabu Choerten kommen viele Glaeubige. Sie laufen im Kreis um die Stupa und drehen die Gebetsmuehlen. Der Anblick ist schwer zu beschreiben (gut, dass ich nie Schriftsteller werden wollte *g*). Das sehr fremde Aussehen der Glaeubigen, ihre Gesaenge, die Stupa, die hohen Berge im Hintergrund, das intensive Sonnelicht, die duenne Luft und der sehr intensive blaue Himmel, all das laesst mich erkennen, dass ich in einer voellig fremden Welt angekommen bin. Hier bin ich naeher an Tibet als an China.

Anschliessend bin ich zum tibetischen Kloster (Choede Gompa) aufgestiegen. Entlang des Weges stehen alte tibetische Haeuser, Kinder spielen draussen, Frauen waschen Waesche und viele Moenche und Glauebige sind mir entgegen gekommen.

Im Kloster angekommen, traf ich auf eine Gruppe von Moenchen, die im Innenhof des Klosters sassen und fruehstueckten. Sie luden mich ein, mich zu ihnen zu setzen. Wir plauderten ein wenig, sie sprachen und verstanden alle chinesisch. Es hat mir dort sehr gut gefallen. Schade, dass mein Chinesisch nicht ausreicht, um genauere Informationen ueber Buddhismus und das Leben der Moenche zu bekommen.

Beim Abstieg hab ich mir ein wenig den Fussknoechel verstaucht (Andi, hoffe es wird nicht so schlimm wie bei dir *g*). Den Nachmittag war ich deswegen im Hotelzimmer und hab geschlafen.

Ich bleibe noch einen weiteren Tag hier. Morgen werde ich ein wenig rumlaufen. Ausserdem muss ich Busfahrkarten fuer die Fahrt nach Kangding kaufen.

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