Archive for April 2004


Battambang

April 11th, 2004 — 12:00am

Heute lieh ich mir ein Motorrad aus. Für 5 US$ bekam ich für einen halben Tag ein relativ neues Motorrad von Honda. Sogar der Tacho und die Spritanzeige funktionierten. Ich wollte mir das ungefähr 25 km von Battambang gelegene Wat Banan ansehen. Dieses ist ein Tempel aus dem 11 Jhd. der architektonisch Angkor Wat ähneln soll, allerdings viel kleiner und in nicht so gutem Zustand ist. Der Tempel selber war nicht besonders interessant.

Viele Kinder, die unten an der langen Treppe auf Touristen warteten. Als sie mich sahen fassten mich zwei von ihnen links und rechts an den Händen und zerrten mich die Treppe hoch. Oben angekommen hatte ich eine sehr schöne Aussicht auf die Landschaft. Das wirklich schöne war aber die Fahrt zu Wat Banan und die Rückfahrt.

Es ging auf einer eher schlechten Straße an kleinen Dörfern vorbei. Überall viel Grünes, viele Palmen. Alle Kinder schrien “Hello” und winkten mir zu. Alle anderen Motorradfahrer grinsten wenn sie mich Langnase auf dem Motorrad sahen. Habe Pferdekutschen und Ochsenkarren gesehen. Nur das Essen das ich mir an einem der vielen Straßenstände holte gefiel mir nicht besonders. Zusätzlich zu den Nudeln und Sojasprossen warf die Köchin eine Menge Zeug rein, was aussah wie rohes Fleisch. Auf dem Rückweg hab ich mich verfahren und brauchte eine halbe Stunde bis ich wusste wo ich bin und wie ich wieder zurück ins Zentrum von Battambang komme. Habs dann doch noch geschafft, noch ein bisschen Obst eingekauft und das Motorrad zurückgebracht.

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Per Boot nach Battambang

April 10th, 2004 — 12:00am

Heute war einer der anstrengendesten Tage meines Lebens. Nachdem Battambang auf der Karte nur ungefähr 100 km von Siem Reap entfernt ist und mir im Reisebüro gesagt wurde, dass die Bootsfahrt 5 Stunden dauert bin ich von einer angenehmen Reise ausgegangen. Nach den ersten 5 Stunden war mein Liter Wasser ausgetrunken und ich hatte schon bisschen Hunger. Leider lagen noch weitere 5 Stunden vor mir. Der Fluss wurde immer schmaler und wir mussten nach halber Fahrtzeit auf ein kleineres Boot umsteigen wobei die Leute vom kleineren Boot auf unseres wechselten. Ziemliches Chaos.

Auf dem Weg waren viele Häuser am Wasser und im Wasser und die Kinder saßen am Ufer oder spielten im Wasser und winkten uns zu.

In Battambang angekommen nahm ich ein Zimmer im Golden River Hotel. Ein schönes, großes und sauberes Zimmer mit Kühlschrank und Fernseher für 5 US$.

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Banteay Srei, Kbal Spean und Banteay Samré

April 9th, 2004 — 12:00am

Heute bin ich wieder viel sebler mit dem Mottorrad gefahren. Kann es inzwischen ganz gut würde ich sagen. Mein Fahrer hat nicht mal mehr Angst, hinten zu sitzen und mich fahren zu lassen ;-) Heute sind wir etwas weiter gefahren. Ungefähr 35 km zum Banteay Srei Tempel.

Auf dem Weg dorthin hat es stellenweise geregnet und wir mussten entweder eine Pause machen oder im Regen fahren. Pause heißt, dass wir von der Straße runterfuhren und auf dem offenen Gelände unter dem Haus von einer Familie warteten. Das führte meist dazu, dass alle Familienmitglieder dorthin kamen und mich neugierig anschauten.

Der Bantaey Srei Tempel war sehr schön. Die Steine leuchten in einem hellen braun, wenn die Sonne scheint. Und die Reliefs sind sehr detailiert und in einem sehr gutem Zustand.

Als nächstes fuhren wir auf einer sehr schlechten Straße voller Pfützen zum Kbal Spean. Hierbei handelt es sich um einen eher unspekatulären Fluss, dessen Flussbett aus großen Steinen besteht in die Figuren gehauen wurden. Man geht ungefähr 20 min. bergaufwärts um dort hinzukommen und da ich dort gegen Mittag war war es sehr heiß und anstrengend.

Nach einer erfrischenden Kokosnuss fuhren wir zum Banteay Samré. Ein recht großer Tempel zu dem kaum Touristen kommen. Der Tempel ist an vielen Stellen von grünem Moos bewachsen und viele kleine Pflanzen wachsen zwischen den Steinen. Nachdem ich mir noch kurz den Eingang vom Banteay Kdei Tempel anschaute (hier sind die selben Gesichter wie im Angkor Thom Tempel) fuhren wir zurück zu meinem Hotel.

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Die drei schönsten Tempel im Kambodscha

April 8th, 2004 — 12:00am

Heute bin ich um viertel vor fünf aufgestanden und um halb sechs gings Los in Richtung Angkor Wat. Mein Moto-Fahrer machte einen recht müden Eindruck auf mich.

Dort angekommen sah ich einen wunderschönen Sonnenaufgang hinter Angkor Wat. Aber sogar um diese Tageszeit waren schon viele Touristen unterwegs.

Anschließend fuhren wir zu Angkor Thom. Ein Tempel, in welchem einem 54 steinerne Gesichter hinterherschauen.

Angeblich kann man an jeder Stelle des Tempels mindestens ein Dutzend von ihnen sehen. Hier traf ich zum zweiten mal die Amerikanerinnen aus Phnom Penh. Cambodia ist kleiner als ich dachte. Mit ihnen schaute ich mir dann noch die restlichen zwei Tempel an.

Ta Prohm war der für mich faszinierendste Tempel. Der Dschungel überlassen wuchsen an mehreren Stellen auf den Gebäuden und Mauern riesige Bäume deren Wurzeln bis zum Boden reichten. Ein Krieg zwischen Natur und Zivilisation.

Als letztes schauten wir uns Preah Khan an. Ein gigantischer Tempel, bei dem man ebenfalls riesige Baumwurzeln sehen kann.

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Fahrt nach Siem Reap und Angkor Wat

April 7th, 2004 — 12:00am

Heute fahre ich mit einem Toyota Camri nach Siem Reap. Nachdem mir gesagt wurde, dass normalerweise 7 Passagiere mit dem Auto fahren (zwei auf dem Beifahrersitz und 4 hinten entschied ich mich, für den doppelten Preis (7,50 US$) den ganzen Beifahrersitz für mich allein zu kaufen. Auf diesem sitze ich jetzt gerade und hab genügend Beinfreiheit. Wird glaub ich eine ganz angenehme Fahrt nach Siem Reap.

In Seam Reap angekommen sprach mich gleich ein Moto-Fahrer an, der mir von meinem Moto-Fahrer in Kampong Thom empfohlen wurde. Wir einigten uns auf 6 US$ für morgen und 8 US$ für übermorgen, weil es dann zu den weiter entfernten Tempeln geht. Außerdem werde ich heute schon um 4:30 Nachmittags losfahren und den 3-Tage Pass kaufen. Dieser gilt dann erst ab morgen und ich bekomm einen kostenlosen Sonnenuntergang.

Als Hotel hab ich das Mom´s Guesthouse genommen, in welchem ich 6 US$ pro Nacht für ein ganz nettes Zimmer zahl.

Mit dem Fahrer hatte ich glaub ich Glück. Er spricht wirklich gut englisch und ich erfahre viele interessante Sachen von ihm. Zum Beispiel, dass man von den großen schwarzen Käfern zuerst die Flügel abschälen muss bevor man sie isst.

Ich war mit ihm ein paar Stunden bei Angkor Wat. Dort sind unvorstellbar viele Touristen. Mehr als ich je irgendwo anders gesehen hab. Angkor Wat ist gigantisch. Aber irgendwas hat mir gefehlt. Es gehört nicht zu den faszinierendsten Sachen die ich in Asien gesehen hab.

Nach Angkor Wat bin ich mit meinem Moto-Fahrer noch zum Markt gegangen um einen Happen zu essen.

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Fahrt nach Kompong Thom und Sambor Prei Kuk

April 6th, 2004 — 12:00am

Heute war der bisher interessanteste Tag. Der Bus der mich um 7 Uhr morgens vor dem Hotel abholen sollte kam nicht. Ich wartete bis 8:30 und ging ins Internetcafé wo ich die Fahrkarten gekauft hatte. Dort meinte man, ich solle zum Busbahnhof fahren. Dort angekommen herrschte große Verwirrung über mich, was ich dort mache, und was das für ein Busticket in meiner Hand ist. Wie durch ein Wunder saß ich aber 5 min. später in einem Bus der nach Kompong Thom fuhr. Zwar ohne Aircondition wie versprochen, dafür aber fast leer.

Bei einem Zwischenstop in Skuon holte ich mir natürlich den lokalen Snack, eine gebratene Spinne in der Größe einer Vogelspinne. Sie schmeckte wirklich gut und ich würde sie sofort nochmals essen, falls ich irgendwann wieder dahin komme.

Aus der guten Asphaltstraße wurde eine mittelgute Schotterstraße und schließlich ein rotbrauner staubiger Weg. Der Schlaglochweg hat wohl einem anderen Bus sehr zugesetzt. Auf jedenfall war er beschädigt und kurzerhand wurden alle Passagiere bei uns in den Bus gestopft. Nach einer weiteren Stunde Fahrzeit erreichte ich Kampong Thom und ich nahm mir ein Zimmer in einem schönen neuen Hotel mit Fan für 5 US$. Zu den Tempeln von Sambor Prei Kuk fuhr wie vermutet kein Taxi und ich musste ein Motorradtaxi nehmen. Die vierzig Kilometer brachten wir in einer Stunde hinter uns und ich stand Mitten im Wald.

Überall um mich herum alte preangkorianische Tempel aus dem 7. und 8. Jhd. Die Stimmung war faszinierend. Überall Bäume, zwischen dem Bäumen Tempel, laute Zikaden und Kühe die Mitten im Wald spazierten.

Nachdem ich mir alle Tempel angeschaut hatte entschied ich mich dafür, meinem Fahrer etwas mehr Geld zu geben und dafür selber zu fahren. Er war auf dem Hinweg sehr schnell gefahren und ich fühl mich sicherer, wenn ich selber die Kontrolle hab. Hab dann ungefähr eineinhalb Stunde zurück gebraucht und das ganze kostete mich 8 US$. Abends war ich noch auf dem kleinen Markt essen und hatte das günstigste Essen meines Lebens (25 Cents). Hat mir aber nicht geschmeckt.

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Verschiedenes in Phnom Penh

April 5th, 2004 — 12:00am

Mein heutiger Plan war, kreuz und quer durch die Stadt zu fahren und nochmal paar interessante Sachen anzusehen. Zunächst ging ich zu Fuß zum Nationalmuseum. Danach ging ich zum Wat Ounalom.

Danach nahm ich ein Moto zum Bahnhof. Ein schönes koloniales Gebäude. Anschließend fuhr ich zum Victory Monument. Und anschließend zum Russian Market wo ich ein paar Audio-CDs kaufte und eine Kleinigkeit aß. Anschließend ging es zurück zum Hotel wo ich gerade sitze. Werd jetzt noch bisschen japanisch lernen.

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Königspalast und Killing Fields

April 4th, 2004 — 12:00am

Heute stand ich um sechs Uhr morgens auf, musste den Hotelmitarbeiter wecken und stellte fest, dass ich erst ab 7 Uhr Frühstück bekommen kann. Bin deswegen zunächst kurz ins Internetcafé gegangen, danach frühstückte ich und dann ging ich entlang des Tonlé Sap zum Royal Palace.

Die Palastanlage ist sehr schön. Sie erinnerte mich bisschen an Wat Phra Kheo in Bangkok. Die Gartenanlage um die Palastgebäude ist auch schön.

Interessant war ein Gebäude aus Eisen, das ein Geschenk Napoleons an den kambodschanischen König gewesen ist.

Anschließend ging ich zur Silberpagode. Ein sehr schöner Tempel, dessen Boden innen mit 5000 silbernen Kacheln belegt ist. Klackert schön, wenn man rüber läuft :-) Außen ist viel italienischer Marmor. Und es sind auch wieder sehr viele Bäume und Sträucher um das Gebäude rum.

Anschließend bin ich per Motoradtaxi (Taxis gibt es hier keine) zum Psar Mei (Central Market) gefahren. Ein gigantischer Markt mit vielen interessanten Sachen. Mich hat natürlich das Essen am meisten interessiert.

Von Schweineinnereien bis zu großen schwarzen Käfern war alles dabei. Auch waren hier sehr viele Einbeinige Menschen, die hier vor allem Bücher verkaufen oder betteln.

Danch musste ich zurück ins Hotel um mein Zimmer zu wechseln (hätte gleich für 2 oder 3 Nächte reservieren sollen, in meinem neuen Zimmer wohnt keine Eidechse :-( ). Jetzt sitze ich gerade im Zimmer, esse die Durian die ich mir gekauft hab und trinke eine große Flasche Angkor Bier. Danach möchte ich nochmal in die Stadt, weiß noch nicht genau wohin.

Am Nachmittag bin ich mit einem Tuktuk zu den Killing Fields gefahren. Die Fahrt dorthin dauert ungefähr eine halbe Stunde obwohl es nur 15 km sind.

Kurz nach Phnom Penh wird aus der guten Asphaltstraße ein brauner Weg mit vielen Löchern. Die Tuktukfahrt war sehr anstrengend, da der hintere Teil des Tuktuks kaum gefedert war. Dort angekommen lief ich ein wenig umher. Man sieht dort sehr viele Massengräber die geöffnet wurden. Große Löcher im Erdreich.

Die Knochen die dort gefunden wurden in einer Gedenkpagode im Zentrum des Areals untergebracht. Auf dem Gelände wurde ungefähr 17.000 Menschen umgebracht und in den Massengräbern verscharrt.

Anschließend fuhr ich zurück nach Phnom Penh ins Tuol Sleng Museum (S-21). Dabei handelt es sich um ein Gefängnis, in welchem die Gefangenen von den Roten Khmer verhört und gefoltert wurden bevor sie zu den Killing Fields gebracht wurden. An den Wänden hängen Fotos der Menschen, die hier waren. Es sind auch viele Fotos von kleinen Kindern dabei. Außerdem werden die Folterinstrumente ausgestellt, die verwendet wurden sowie offizielle Dokumente der roten Khmer die die Vorgänge im Gefängnis detailiert beschreiben. Ein sehr trauriger Ort!

Abends bin ich wieder im selben Restaurant in der Nähe meines Hotels essen gegangen. Zufällig traf ich dort die beiden Amerikanerinnen wieder, mit denne ich schon bei den Killing Fields geplaudert hab. Beides Studentinnen, die 6 Wochen in Südostasien unterewegs waren.

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Ankunft in Kambodscha

April 3rd, 2004 — 12:00am

Die beiden Flüge von Singapur nach Bangkok und weiter nach Phnom Penh waren unproblematisch.

Das Essen war sehr gut. Nach Bangkok gab es ein thailändisches Entencurry und nach Phnom Penh Shrimps (ebenfalls thailändisch abgeschmeckt).

In Phnom Penh am Flughafen angekommen saßen 7 Beamte in einer Reihe nebeneinander. Der Reisepass wurde beim ersten Beamten abgegeben und ging von einem zum nächsten, jeder bearbeitete ihn ein wenig und reichte ihn wieder weiter. Am Ende bekam ich ihn wieder mit einem schönen Visum, drin und musste 20 US$ bezahlen.

Mit dem Taxi bin ich für 7 US$ in etwa 20 min. zu meinem Hotel im Zentrum von Phnom Penh gefahren (California Guesthouse, direkt am Fluss und sehr nah am Nationalmuseum). Die Straße vom Flughafen ins Zentrum war sehr gut ausgebaut aber sobald das Taxi sie verließ, fuhren wir nicht mehr auf einer Straße sondern auf einem Weg mit vielen Schlaglöchern. In meinem Zimmer wohnt übrigens eine süße Eidechse :-)

Abends war ich noch ein bisschen am Tonlé Sap River spazieren. Die Hauptstraße ist voll von Hotels, Restaurants und Internet-Cafés. Und es waren überall sehr viele Menschen unterwegs. Die Internetcafés hier kosten nur 50 cent/h. Dafür ist das Essen relativ teuer. In den Restaurants zahlt man 2 bis 4 US$ pro Gericht. Das heißt die Preise sind höher als in allen anderen asiatischen Ländern in denen ich unterwegs gewesen bin. Ich hatte einen Tisch draußen an der Hauptstraße. Minütlich kamen Kinder vorbei, die Blumen verkauften, die einfach “nur so” bettelten, Mütter mit Kleinkindern die Geld wollten, Kinder die Zeitungen verkaufen usw. Eine Mutter mit ihrem Kleinkind setzte sich auf den Bürgersteig direkt vor mich und schaute mir beim essen zu. War ein sehr unangenehmes Gefühl. Nach dem Essen hab ich bisschen Geld in kleinere Scheine gewechselt damit ich den Bettlern etwas geben kann.

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