Aleppo
Die ersten zwei Tage verbrachte ich in Aleppo. Im Wesentlichen beschränkte ich mich auf die Erkundung der Altstadt, die aufgrund ihres riesigen Souqs, der Umayyad Moschee und der Zitadelle äußerst interessant ist.
Gleich am ersten Vormittag fiel mir die Freundlichkeit der Syrer auf. Nachdem ich an einem Straßenstand mein Frühstück gekauft hatte, aß ich es, gegen eine Wand gelehnt, auf dem Bürgersteig. Neben mir war ein Schuster mit seinem kleinen mobilen Stand, der mich sah und mir einen Stuhl zum hinsetzen anbot. Ich saß dort also, beobachtete ein wenig das Leben um mich herum, als der Schuster plötzlich verschwand und nach 2 Minuten mit einem Glas Wasser zurückkam, das er mir reichte.
Etwas später, beim Herumlaufen durch die engen Gassen der Altstadt, traf ich auf eine kleine Bäckerei, vor welcher auf einer Matte frische Fladenbrote ausgelegt waren. Der Besitzer der Bäckerei sah mich und drückte mir eines seiner Brote in die Hand. Eine ähnlich ausgeprägte Gastfreundschaft habe ich bisher nur im Jemen erlebt.

Uhrturm in der Nähe meines Hotels

Blick aus dem Inneren der Zitadelle auf Aleppo

Der überdachte Souq ist einer der schönsten im nahen Osten und erinnerte mich an den Markt in der Altstadt von Jerusalem. Das Gelände ist riesig, besteht aus zwei Hauptwegen und zahlreichen Abzweigungen. Die Geschäfte verkaufen alle erdenklichen Waren des Alltagsgebrauchs.

An manchen Stellen im Souq tritt Licht durch Deckenöffnungen, die Strahlen sind aufgrund des aufgewirbelten Staubs klar umrissen.

Ich liebe alte Fahrräder. Dieses hier hat sich wie ein Chamäleon farblich seinem Hintergrund angepasst.
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